Freitag, 02. Dezember 2016


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Solidarität mit - wegen verfehlter Agrarpolitik - streikenden Berufskollegen Hilfe für hungernde Kinder in Afrika

Upländer Bauernmolkerei und Milcherzeugergemeinschaft Sauerland spenden 45 000 Euro für Milchpulver für therapeutische Kindernahrung an Ärzte ohne Grenzen

(lifePR) (Willingen - Usseln, ) Die Bio-Milchlieferanten der Upländer Bauernmolkerei erklärten während des Milchboykotts der europäischen Milchbauern im September diesen Jahres ihre Solidarität mit den streikenden Berufskollegen. Sie verzichteten 2 Tage auf ihr Milchgeld und kauften für den Betrag von 35 000 Euro Milchpulver. Das Pulver wurde zu einem Hersteller für therapeutische Kindernahrung geliefert. Die Mitglieder der Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Sauerland und Umgebung, die konventionelle Milch ohne Einsatz von Gentechnik produzieren, schlossen sich der Aktion an und finanzierten mit ihrem Milchgeld von 2 Tagen ebenfalls für weitere 10 000 Euro Milchpulver für die therapeutische Kindernahrung. Insgesamt konnten mit dem Geld knapp 16 000 kg Milchpulver gekauft werden.

Stellvertretend für die Milchlieferanten überreichten Karin Artzt- Steinbrink, Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei, Josef Jacobi, Aufsichtsratvorsitzender der Upländer Bauernmolkerei und Franz-Josef Dohle, Vorsitzender der MEG Sauerland und Umgebung symbolisch ein Glas Milchpulver an Oliver Moldenhauer von der Organisation Ärzte ohne Grenzen.

Josef Jacobi unterstrich die große Not der Milchbauern. Der in den letzten Monaten immer weiter gefallene Milchpreis kann die Produktionskosten der Bauern nicht mehr decken. Viele stehen vor dem existenziellen Aus und schütteten bei den jüngsten Protestaktionen ihre Milch auf die Felder.

Das taten die Lieferanten der Upländer Bauernmolkerei nicht, denn sie erhalten einen fairen Preis für ihre Milch. Sie zeigten aber durch ihre Spendenaktion ihre große Solidarität mit den streikenden Berufskollegen.

Oliver Moldenhauer nahm die Spende dankend entgegen und erklärte, dass die Nahrung in Krisenund Konfliktgebieten wie z. B. im Tschad an akut mangelernährte Kinder ausgegeben werde, und dass das deutsche Milchpulver keine lokalen Märkte zerstöre. Durch die Spende der Milchbauern können 2000 unterernährte Kinder mit der notwendigen Spezialnahrung versorgt werden.

Wie dringend notwendig Hilfsmaßnahmen für Menschen in vielen Ländern sind, spiegelt sich in den alarmierenden Zahlen wider, die vor einigen Wochen veröffentlicht wurden, betonte Karin Artzt- Steinbrink: die Zahl der hungernden Menschen weltweit sei seit dem vergangenen Jahr noch einmal stark angestiegen. 1 Milliarde Menschen hungern, 2 Milliarden weitere Menschen sind mangelernährt. Die Spende soll einen Beitrag zur Hilfe in dieser unvorstellbaren Not leisten und kann vielleicht weitere Menschen zum Helfen anregen.

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