Mittwoch, 07. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 62367

Stellungnahme und Rücktrittserklärung

(lifePR) (Kreuztal, ) Ich schätze die Universität Siegen vor dem Hintergrund langjähriger guter Erfahrungen in der Zusammenarbeit sehr. Für die Region ist sie ein äußerst wichtiger Partner in Forschung und Lehre. Ihre Zukunft ist mir deshalb ein besonderes Anliegen. Dies hatte mich im Januar 2008 bewogen, mich zur ehrenamtlichen Mitarbeit im neu zu bildenden Hochschulrat zur Verfügung zu stellen und schließlich auch dessen Vorsitz zu übernehmen.

Herrn Prof. Dr. Jörg Steinbach habe ich in einem anderen Gremium kennengelernt und als einen geeigneten Kandidaten für das öffentlich ausgeschriebene Amt des Rektors/der Rektorin der Universität Siegen befunden. Ich habe es daher sehr begrüßt, dass er sich entschieden hat, für dieses Amt in Siegen zu kandidieren. Wie bekannt ist, wurde der erfahrene Spezialist für Hochschulmanagement im Juli 2008 vom Hochschulrat mit 2/3 Mehrheit gewählt. Als würdiger Nachfolger von Prof. Dr. Ralf Schnell stand er für ein Reformkonzept, das die Chance gehabt hätte, den Rang der Universität Siegen in Land und Bund nachhaltig zu steigern.

Das Wahlverfahren, das sich nach Meinung des gesamten Hochschulrates streng an den Bestimmungen des neuen Hochschulfreiheitsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen orientiert hat, wurde von den Gremien der Universität jedoch als intransparent kritisiert und abgelehnt. Nach der hochschulinternen und in der Öffentlichkeit extensiv vorgetragenen Aufregung darüber hat der Hochschulrat in seiner Sitzung am 16. 8. 2008 einstimmig einen Kurswechsel im Verfahren beschlossen, für den es in dieser Situation keine Alternative gab.

Nach einigen Tagen reiflicher Überlegung bin ich zu der Überzeugung gelangt, meinen Rücktritt vom Vorsitz des Hochschulrates zum jetzigen Zeitpunkt einzureichen, da ich für den nun einzuschlagenden Weg der Neuwahl eines Rektors/ einer Rektorin der Universität Siegen unter intensiver Einbeziehung verschiedener interner Gremien der Universität nicht die geeignete Führungspersönlichkeit bin. Bei der Auswahl einer Persönlichkeit für das Amt des Hochschulratsvorsitzenden können für mich als einem externen Hochschulrat nur insbesondere Kompetenz, Kreativität und Durchsetzungsstärke zählen und nicht so sehr das Eingehen auf eine Vielzahl von Einzelinteressen. Darin liegt meines Erachtens nach auch der Sinn der Besetzung der Hochschulräte mit externen Persönlichkeiten.

Dennoch bin ich bis auf weiteres bereit, Mitglied des Hochschulrates zu bleiben, um mit meiner Stimme den allseits eingeforderten und notwendigen Strukturwandel der Universität Siegen zu unterstützen.

Meinem Nachfolger im Amt wünsche ich eine glückliche Hand in der Führung des Hochschulrates, in der Initiierung der erforderlichen Aktivitäten und in der Findung geeigneter Kandidaten/innen für das neue Rektorat.

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