Mittwoch, 18. Januar 2017


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Rektorgalerie der Universität Rostock: junge Künstlerin gewinnt Wettbewerb um Strothotte-Porträt

(lifePR) (Rostock, ) Die Universität Rostock pflegt seit Jahrhunderten die Tradition, ihre ehemaligen Rektoren in Form von Gemälden in Erinnerung zu halten. Die Rektoren wurden von jeweils führenden Künstlern ihrer Zeit gemalt. So malten beispielsweise im 16. Jahrhundert der Niederländer Cornelius Crommeny, im 19. Jahrhundert August Tischbein, und in neuerer Zeit Willi Sitte, Bernhard Heisig und Werner Tübke ehemalige Rektoren der Universität Rostock. Zu einem Novum kam es im Zusammenhang mit dem Porträt von Prof. Dr. Thomas Strothotte, der vor seinem Wechsel nach Regensburg das Amt des Rektors der Universität Rostock von 2006 bis 2008 inne hatte. Es wurde vereinbart, dass das Gemälde durch einen Wettbewerb unter besonders begabten Studierenden bzw. frischen Absolventinnen und Absolventen der Universität Regensburg erfolgen würde. Zehn Künstlerinnen und Künstlern wurde die Gelegenheit geboten wurde, sich zu beteiligen. Vorgabe war, ein Portrait als Ölgemälde auf Leinwand in der Größe 70 cm x 90 cm zu erstellen.

Mit Ulrike Angermeier kann sich nun eine überaus begabte Nachwuchskünstlerin über den ersten Preis und damit über den Einzug in die traditionsreiche Rostocker Sammlung freuen. "Ich bin begeistert und überaus glücklich", kommentierte die junge Künstlerin die Auszeichnung freudestrahlend. Zumeist habe sie die Gelegenheit, Porträts über den regelmäßigen Kontakt mit den Porträtierten zu konzipieren und zu entwerfen. Dadurch entstehe ein direkter und facettenreicher Eindruck der bzw. des Portraitierten. "Dass ich diesmal nur fotografische Vorlagen benutzen konnte, war schon eine Herausforderung", erklärte die Künstlerin.

Als "virtuos im Vortrag" bewertete die Jury, die aus Regensburger und Rostocker Wissenschaftlern und Künstlern bestand, die "äußerste Lebendigkeit" des Gemäldes von Angermeier. Das Werk der jungen Künstlerin, deren Schwerpunkte vor allen Dingen auf der gegenständlichen Kunst und somit auch auf der Portraitmalerei liegen, wurde deshalb auch von den Juroren als "herausragend" eingestuft. Für die Künstlerin selbst war vor allen Dingen das Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Konzentration bedeutsam, dass sich im Gemälde widerspiegele. "Ich beglückwünsche die Jury zu dieser Entscheidung. Die ehrwürdige Rektoren-Galerie der Universität wird um ein würdiges Werk bereichert", sagte Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock.

Angermeier studierte von 2002 bis 2009 an der Universität Regensburg Bildende Kunst, Ästhetische Erziehung, Kunstgeschichte und Germanistik. "Das Flair der Stadt sowie die intensive Auseinandersetzung mit meinen Vorbildern Frans Hals, Rembrandt van Rijn und Bernhard Heisig haben mich schon in dieser Zeit künstlerisch beflügelt", sagte Angermeier. Derzeit arbeitet Angermeier als Doktorandin an der Universität Regensburg. In ihrer Dissertation wird sie sich mit dem Feld der "theoretischen Bildkompetenz" auseinandersetzen.

Dass Angermeier aber nicht nur in der Regensburger Kunstszene einen festen Platz gefunden hat, ist auch ihrem jüngsten Erfolg im Rahmen des Rostocker Wettbewerbs zu verdanken. Neben einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro und der Einladung, ihr Gemälde im November 2010 in Rostock zu präsentieren, kann sich die Nachwuchskünstlerin über eine weitere bedeutende Chance freuen. Angermeier wird nun die Gelegenheit geboten, sich dem Land Mecklenburg-Vorpommern als Künstlerin im Rahmen einer eigenen Ausstellung vorzustellen. "Das ist eine unglaubliche Chance für mich, weitere Netzwerke aufzubauen. Ich träume sogar davon, bei dieser Gelegenheit Bernhard Heisig persönlich kennen zu lernen. Das wäre dann aber nicht mehr zu überbieten."

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