Dienstag, 06. Dezember 2016


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Der Architekt der Universität Regensburg

Lebenswerk von Helmut Gebhard legte Grundstein für die Zukunft

(lifePR) (Regensburg, ) Die Universität Regensburg und das Staatliche Bauamt Regensburg würdigen die herausragenden Leistungen des Architekten Prof. Dr. Ing. Helmut Gebhard, der vor wenigen Tagen verstorben ist. Besondere Verdienste erwarb sich Gebhard bei der Planung des Campusgeländes der Universität Regensburg.

Über ein Jahrzehnt dauerte die Errichtung der Universität Regensburg, von der Grundsteinlegung 1965 bis zur Fertigstellung des - nach Bauleitplan von 1964 - vorerst letzten Fakultätsgebäudes im Jahr 1978. Für die Konzeption der Bauausführung war Gebhard maßgeblich verantwortlich. Sein Plan sah eine vom Süden nach Norden und damit mitten durch das Gelände führende grüne Achse vor, an deren Ende im Norden die Domtürme der Stadt Regensburg sichtbar werden. Zentrale Gebäude und Räumlichkeiten wie die Universitätsbibliothek oder das Audimax sind im Campus-Zentrum verortet. Die Fakultätsgebäude verteilen sich quer zur Nord-Süd-Achse auf dem Campus, wobei die Geistes- und Sozialwissenschaften im Norden und damit der Stadt am nächsten ihren Platz fanden. Im südlichen Teil wurden die Bereiche für die naturwissenschaftlichen und vorklinischen Fächer mit ihrem großem Flächenbedarf angeordnet.

Besonders innovativ war die nachhaltige und auf zukünftiges Wachstum ausgerichtete Bauplanung von Gebhard. So verzichtete er bewusst auf die Fixierung einer endlichen Baugestalt und nahm in der Planung von 1964 nur die Verteilung von Hauptnutzungsgebieten vor. Durch diese Beschränkung auf eine Flächenzuweisung konnten spätere Veränderungen und Erweiterungen verhältnismäßig einfach in die bauliche Gesamtstruktur auf dem Campus eingefügt werden. Damit wurde auch der Grundstein für Neubauten, wie das Vielberth-Gebäude (2009/10) oder der moderne Gebäudekomplex der neuen Biologie im Südwesten (2014) gelegt.

Der Architekt Helmut Gebhard, geb. 1926, war als Regierungsbaudirektor bei der Obersten Baubehörde München tätig. Von 1967 bis 1993 hatte er einen Lehrstuhl für Entwerfen und ländliches Bauwesen an der TU München inne. Seit 1981 war er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und dort von 1995 bis 2004 Direktor der Abteilung Bildende Kunst. Am 4. August 2015 ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

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