Freitag, 20. Januar 2017


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DFG fördert interkulturelle Almanach-Forschung von Professor Lüsebrink mit 100.000 Euro

(lifePR) (Saarbrücken, ) Ab September fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für drei Jahre ein Forschungsprojekt zum Thema "Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum (1700 - 1815)". Professor Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink (Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation) hat das Projekt gemeinsam mit Professor Dr. York-Gothart Mix von der Universität Marburg beantragt. Beide Professoren erhalten für ihr Forschungsvorhaben von der DFG je 100.000 Euro.

Ein Almanach ist eine periodische, meist einmal im Jahr erscheinende Schrift zu einem thematisch abgegrenzten Fachbereich. Er dient als Nachschlagewerk und Datenquelle. Mit dem Forschungsprojekt "Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum" betreten Professor Lüsebrink und Professor Mix wissenschaftliches Neuland, denn französischsprachige Almanache im deutschen Sprachraum wurden bisher wenig beachtet und auch nicht erforscht. Die Kultur der französischsprachigen Almanache verweist auf einen europäischen Kontext sowie auf interkulturelle Fragestellungen, unter anderem Fragen des Kulturtransfers und der kulturellen Dimensionen von Übersetzungen, die erst in letzter Zeit verstärkt ins Zentrum des Forschungsinteresses gerückt ist.

Bisher wiesen Professor Mix und Professor Lüsebrink etwa 80 unterschiedliche und zum Teil erfolgreiche Reihen von Almanachen nach, die in der Zeit der Aufklärung, der Französischen Revolution und der Napoleonischen Ära (also von 1700 bis 1815) in Deutschland und Österreich erschienen. Dazu gehören literarische Taschenbücher, Damenkalender, Hofkalender, Theateralmanache, Musenalmanache (literarische Publikationsform, die literarische Notizen und Rezensionen sowie Gedichte enthält) und antirevolutionäre Kalender.

Konkret wollen die Wissenschaftler die Texte der französischsprachigen Almanache bibliographisch erfassen und diese erstmals unter literatur-, kultur- und medienwissenschaftlichen sowie interkulturellen Gesichtspunkten analysieren. Dabei sollen auch Stellenwert und Funktion der französischsprachigen Schrift- und Buchkultur im deutschen Sprachraum des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts sowie die Rollen der Verleger, Journalisten, Übersetzer und Redakteure untersucht werden. Themenschwerpunkte und Diskursformen der Almanache aus dem deutschen Sprachraum werden mit denen der französischen Vorbilder verglichen. Die Wissenschaftler wollen unter anderem herausfinden, welches Text- und Bildmaterial von den französischen Vorbildern übernommen wurde und wie es übersetzt, interkulturell adaptiert und verändert wurde.

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink, Tel. 0681/302-3502 E-Mail: luesebrink@mx.uni-saarland.de

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