Freitag, 09. Dezember 2016


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Neue Kinderkrippe auf dem Campus: Besonderes Konzept, besondere Architektur

Bis August 2010 soll die Krippe für 24 Kinder fertig gestellt sein

(lifePR) (Bayreuth, ) Der Bau kann beginnen: Thomas Ebersberger, zweiter Bürgermeister der Stadt Bayreuth, und der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Rüdiger Bormann, haben den ersten Spatenstich für eine neue Kinderkrippe auf dem Campus gesetzt. Die architektonisch und konzeptionell außergewöhnliche Einrichtung wird im August 2010 fertig gestellt sein. Die Investition für das 338 Quadratmeter große Gebäude liegt bei 895.000 Euro.

Die neue Krippe wird künftig bis zu 24 Kindern von Mitarbeitern der Universität Bayreuth Raum zum Spielen, zum Erkunden und zum Lernen bieten. Das pädagogische Konzept der Einrichtung, die unter der Trägerschaft der Diakonie steht, haben Sportwissenschaftler der Universität Bayreuth wesentlich geprägt. Ulrike Ungerer-Röhrich, Professorin für Sportpsychologie und Sportpädagogik und Frauenbeauftragte der Universität, arbeitet mit ihren Mitarbeiterinnen bereits seit geraumer Zeit daran, Kindern mehr Freiraum zu verschaffen. Denn: "Ob im Babysitz , im Tragegurt oder auf dem Dreirad mit Stange: Viel zu oft bewegen wir Erwachsene unsere Kinder."

In der Krippe auf dem Campus sollen die Kleinen deshalb auf Bewegungs- und Entdeckungstour gehen können. Das setzt bauliches Geschick voraus - aber auch ein stimmiges pädagogische Konzept: Mit ihrem Team hat Ulrike Ungerer-Röhrich ein E-Learning-Programm konzipiert, das an Erzieherinnen in Kindergärten und Kindertagesstätten adressiert ist. Nach dieser Qualifizierung, die über das Internet stattfindet, bringen sie in ihrer Arbeit mit Kindern die Themen Gesundheit und Bewegung, Sprache und Bewegung und Naturwissenschaften und Bewegung in Einklang.

Auch das an der Universität Bayreuth erdachte und in anderen Einrichtungen bereits gut funktionierende Projekt "Schatzsuche" wird in der Campus-Kinderkrippe umgesetzt. Schatzsuche - das ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel in der Kinderbetreuung: Statt sich auf das zu konzentrieren, was Kinder noch nicht können, nehmen Erwachsene die vorhandenen Ressourcen der Kinder wahr. "Und gemeinsam entwickelt man dann die vorhandenen Potenziale mit Spaß und Freude weiter", sagt Ulrike Ungerer-Röhrich.

Für Design und Funktionalität des Gebäudes mit 338 Quadratmetern Gesamt- und 216 Quadratmetern Hauptnutzfläche zeichnet das Hofer Architekturbüro "Die Halle" verantwortlich. Die Gruppenräume erhalten einen direkten Außenbezug zur teilüberdeckten und geschützten Terrasse. Zentrales Element der Kinderkrippe ist der zuschaltbare Mehrzweckraum. Im Freispielbereich steht ein Bauwagen, der die Verbindung zu dem Außengeländes des Friedenskirchen-Kindergartens herstellt. Die Gruppenbereiche sind als gekippte "Würfel" in Holzrahmenbauweise konzipiert.

Stadt und Universität ziehen an einem Strang

Seit April 2008 wird hinter den Kulissen an dem Projekt einer neuen Kinderkrippe auf dem Campus gearbeitet. Denn seither ist klar, dass die Gemeinde der Friedenskirche, die einen Raum für die Betreuung des Nachwuchses der Universitätsmitarbeiter zur Verfügung gestellt hatte, Eigenbedarf anmeldet. Ulrike Ungerer-Röhrich und der damalige Präsident der Universität Bayreuth, Professor Helmut Ruppert, packten die Chance beim Schopf, die der Bund und der Freistaat Bayern mit seinem Sonderprogramm zur Finanzierung von Kinderbetreuungseinrichtungen eröffnet hatten. Die Stadt Bayreuth unterstütze das Vorhaben nachdrücklich - auch indem sie den Bedarf für den Neubau offiziell anerkannte. Damit konnten Fördergelder fließen: Exakt 537.900 Euro stammen aus dem Topf der Kinderbetreuungsfinanzierung, den Rest teilen sich Stadt und Universität. Jeder der beiden Partner trägt einen Eigenanteil von 178.550 Euro - Mittel aus dem Konjunkturpaket geben der Universität bei der Finanzierung Rückenwind. Für die haushaltstechnische Abwicklung sorgte die Universitätsverwaltung unter Federführung von Vizekanzlerin Ricarda Rabenbauer.

Eines ändert sich nicht: Die Trägerschaft der Kinderkrippe bleibt in den Händen der Diakonie. Die hatte zuvor bereits die Krippengruppe in der Friedenskirche organisiert und die Betreuung der Kinder sichergestellt. Alexandra Röthlingshöfer, Abteilungsleiterin für Kinder- und Jugendhilfe bei der Diakonie in Bayreuth weist auf den bestehenden Kooperationsvertrag hin. Der beinhaltet zwölf Belegplätze in der Kinderkrippe Knirps & Co. Frankengut mit Außenstelle Birkenknirpse. Die zwölf Birkenknirpse werden mit ihren beiden Erzieherinnen in die neue Uni-Kinderkrippe umziehen, die 24 Plätze bieten wird. "Über die Kooperation mit der Diakonie Bayreuth können für Mitarbeiter der Universität Bayreuth also sogar mehr als 24 Plätze angeboten werden", sagt die Abteilungsleiterin. "Denn es können sowohl in der neuen Krippe als auch in der Kinderkrippe Knirps & Co. Plätze belegt werden." Alexandra Röthlingshöfer ist froh über diesen Zuwachs: "Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll konkret und möglichst flexibel unterstützt werden. Das ist ein gemeinsames Ziel, das Diakonie und Universität verbindet."

Auf die Bedeutung eines hervorragenden Serviceangebotes für Familien wies Universitätspräsident Professor Dr. Rüdiger Bormann bei dem Spatenstich hin. Wer hoch qualifizierte Mitarbeiter, Professorinnen und Professoren an sich binden wolle, müsse eine gute Antwort auf die Frage nach der Betreuungssituation der Kinder und die berufliche Pertsepktive des Lebenspartners haben. Den Bau der neuen Kinderkrippe bezeichnete Bormann als Meilenstein des weiteren Ausbaus der Universität Bayreuth zu einer familiengerechten Hochschule.

Die Einrichtung auf dem Campus mit ihren Plätzen für Kinder bis zu drei Jahren bringe die Stadt auf ihrem Weg, ein bedarfsdeckendes Angebot an Krippenplätzen bis zum Jahr 2013 anzubieten, einen Schritt näher. Dies erklärte Bürgermeister Thomas Ebersberger in seiner Ansprache. In Zeiten einer schwierigen Haushaltslage müsse die Stadt Schwerpunkte setzen - der städtische Anteil an der Kinderkrippe auf dem Campus sei ein solcher. Über die Betreuung von 24 Kindern nach einem innovativen pädagogischen Konzept hinaus, trage die Krippe dazu bei, dass die Universität Bayreuth als Arbeitgeber noch interessanter werde. Ebersberger: "Wenn die Besten nach Bayreuth kommen, profitiert nicht nur die Universität, sondern die gesamte Stadt."

Eine familienfreundliche Hochschule

Ein familienfreundliches Klima auf dem Campus zu fördern und eine Hochschulkultur zu schaffen, die den Belangen von Familien gerecht wird - diese Ziele verfolgt die Universität Bayreuth mit Nachdruck. Im November 2006 erhielt sie dafür das Grundzertifikat zum audit familiengerechte Hochschule.

Die Initiative "berufundfamilie" der Hertie-Stiftung hat dieses Gütesiegel entwickelt. Sie will dazu beitragen, dass sowohl öffentliche Einrichtungen als auch private Unternehmen die familienbezogenen Interessen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihre Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe einbeziehen.

Mit dem Zertifikat würdigt "berufundfamilie" die vielfältigen Maßnahmen, mit denen die Universität Bayreuth auf ein familiengerechtes Umfeld für Forschung, Studium und Hochschulverwaltung hingearbeitet hat. Dazu gehören beispielsweise Gleitzeitregelungen, mobile Telearbeitsplätze auch für Führungskräfte, flexible Teilzeitmöglichkeiten, Einrichtungen für die Kinderbetreuung in unmittelbarer Campusnähe sowie die Berücksichtigung besonderer familiärer Lebenssituationen in den Prüfungsordnungen von Bachelor- und Masterstudiengängen.

Aktuell strebt die Universität Bayreuth die Re-Auditierung und damit die dauerhafte Zertifizierung als familiengerechte Hochschule an. Ricarda Rabenbauer, Vertreterin des Kanzlers und Leiterin der Abteilung für Akademische Angelegenheiten, Qualitätssicherung, Hochschulrecht und Baumaßnahmen, misst der familiengerechten Hochschule große Bedeutung bei. "Unser Ziel ist es, an der Universität Bayreuth einen Ort zum Arbeiten und zum Leben zu schaffen." Einrichtungen wie die einer arbeitsplatznahen Kinderkrippe gehörten zweifellos zu den Faktoren, die die Entscheidung junger Akademikerfamilien für ein Kind positiv beeinflussen. "Angesichts der vorhersehbaren demografischen Entwicklung empfinden wir an der Universität es gemeinsam mit anderen Arbeitgebern in der Region als unsere Aufgabe, Familien ganz bewusst zu unterstützen", so die Vizekanzlerin weiter. Wenn Hochschulabsolventinnen und Wissenschaftlerinnen Beruf und Familien vereinbaren können, sei für sie persönlich, aber auch für Gesellschaft und Wirtschaft viel erreicht.

Foto: Bürgermeister Thomas Ebersberger, Dekan Hans Peetz, Diakonie-Geschäftsführer Uwe Manert, Universitätspräsident Professor Dr. Rüdiger Bormann und sein Vorgänger, Professor Dr. Helmut Ruppert (von links), setzten den ersten Spatenstich für die neue Kinderkrippe auf dem Campus.

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