- Pressemitteilung BoxID 331763
Luise, Lisa, Lena und ihre Laser Radial "One4All" segelt schnellste Zeit bei Mecklenburgischer Bäderregatta
Luise Wanser: "Das Boot ist wie eine Kühlschranktür"
Lisa Fasselt: "2016 ist mein Ding!"
Lisa Fasselt (23) konnte letztes Jahr den Laser Europa Cup nicht für sich entscheiden, da sie letztlich auf Platz drei landete. Lisa kommt ursprünglich aus Essen und zog vor einiger Zeit nach Rostock, weil sie hier am besten trainieren kann. Sie absolviert eine Ausbildung zur Physiotherapeutin an der Ecolea in Rostock und belegte bei der WM in Boltenhagen im Mai 2012 einen guten 29. Platz (sie wurde zweite Deutsche). "Ich bin heute nach der Wettfahrt ziemlich k.o., denn wir waren acht Stunden auf dem Wasser und es war echt kalt", sagt Lisa. "Nach Kiel und der WM ist die WARNEMÜNDER WOCHE erst meine dritte große Wettfahrt in diesem Jahr. Ich möchte in diesem größeren Feld endlich einfach mal die Basics umsetzen und fehlerfrei fahren. Dabei geht es mir nicht so sehr um erste Plätze, sondern vor allem darum, konstant zu segeln." Das ganz große Ziel für Lisa sind die Spiele 2016. Trotz allem ist ihr auch ihre Ausbildung und ein anschließendes Studium wichtig, denn "das Segeln kann auch mal schlecht laufen und da ist es für mich ganz gut, wenn ich noch was anderes habe." Lisa liegt am Samstag auf dem ersten Platz.
Lena Haverland: "Ich fahre eher auf Speed"
Lena Haverland (17) fährt auf dieser WARNEMÜNDER WOCHE mit einem älteren Bootsrumpf. "Das läuft noch nicht so, denn ich kann nicht so recht Höhe laufen", meint sie. Lena segelt ihr drittes Jahr im Laser Radial und hat sich am zweiten Wettfahrttag für eine neue Taktik entschieden. "Ich fahre jetzt eher auf Speed und das lief schon besser", sagt die junge Frau, die lieber Starkwind mag. Bei der Jugend-EM möchte sie eine Medaille gewinnen. Am Samstag liegt Lena auf dem 15. Platz.
Torsten Haverland, Geschäftsführer des Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern, Olympia-Teilnehmer des Jahres 1996 und gleichzeitig Vater von Lena erwartet bei der WARNEMÜNDER WOCHE noch mehr Qualität auf dem Wasser. "Mit den Lasern haben wir hier eine internationale Klasse, die uns auch wohlgesonnen bleiben soll. Sie bringen jedes Jahr etliche Nationen an Nachwuchsseglern hierher." Haverland wünscht sich, dass die Yachthafenresidenz Hohe Düne mehr an die WARNEMÜNDER WOCHE angebunden wird. Dort gibt es kurze Wege und die Situation auf der Mittelmole könnte etwas entkrampft werden. "Die Finns waren unzufrieden, weil sie so weit draußen auf der Ostsee segeln mussten. Dabei müsste das hier eigentlich nicht sein." Haverland regt an, in der Zukunft zu schauen, welche Klassen man zusammen legt und welche Klassen man sich hier leisten kann. "Generell ist die WARNEMÜNDER WOCHE eine der wichtigsten Regatten in Deutschland und ein sportlicher Höhepunkt - für deren Gelingen ich an dieser Stelle allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Organisatoren sowie Unterstützern danken möchte.
Ergebnisse am 14.07.2012:
H-Boot
Platz 1 nach 7 Wettfahrten : Michel Peulen, Hans Peulen und Bastian Migge aus den Niederlanden
J 24
Platz 1 nach 7 Wettfahrten Daniel Frost & Team vom Joersfelder Segel-Club
Skippi 650
Platz 1 nach 7 Wettfahrten: Andrzej Wegner & Team aus Polen
Streamline
Platz 1 nach 7 Wettfahrten: Hansi Feil & Team vom Seebrucker Regatta-Verein
2.4mR
Platz 1 nach 7 Wettfahrten: Lasse Klötzig vom Potsdamer Yachtclub
Hobie Cat 16
Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Ingo Delius & Team vom Segelclub Kellenhusen
Hobie Cat 14
Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Tanja Rindt vom Segelsportclub Bosau
A-Cat
Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Jack Benson aus Australien
Laser Standard
Platz 1 nach 5 Wettfahrten: Giovanni Coccoluto aus Italien
Laser Radial
weiblich Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Lisa Fasselt vom Yachtclub Ruhrland Essen männlich Platz 1 nach 6 Wettfahrten: Christian Guldberg Rost aus Dänemark
Laser 4.7
weiblich Platz 1 nach 3 Wettfahrten: Judith Engberts aus den Niederlanden männlich Platz 1 nach 3 Wettfahrten: Marko Radman aus Slowenien
Mecklenburgische Bäderregatta mit Bahnverkürzung
Bei der Mecklenburgischen Bäderregatta wurde die Bahn aufgrund von Flaute verkürzt. Das obligatorische Sherry-Fass der hanseboot ging an die "One4All" mit Steuermann Matthias Horstmann. Die "One4All" segelte die schnellste Zeit auf der Strecke Richtung Kühlungsborn. Beste Yacht in der ORC-Wertung wurde nach berechneter Zeit "die Gleitzeit" um Steuermann Martin Buck. Beste Yacht laut Yardstick und laut berechneter Zeit wurde die "Esther of Hamble" von Stephan Jurcok. Die "Raptor" von Ralf Zimlich erhielt den Wanderteller als bester Teilnehmer des Warnemünder Segel-Clubs nach berechneter Zeit.
Drachenbootrennen wie am Schnürchen
Drachenboote in China sind seit ca. 500 vor Christi bekannt. Nach Deutschland kamen sie 1987. Das erste Rennen fand in Duisburg statt. Seitdem kann man tatsächlich von einem Siegeszug der Boote mit dem Drachenkopf in Europa und Deutschland sprechen. Das widerspiegelt sich auch bei der 17. Auflage des Drachenbootrennens im Rahmen der WARNEMÜNDER WOCHE.
Und das läuft wie am Schnürchen. Die Redewendung stammt aus Kutschenzeiten, als die Fahrgäste dem Kutscher mit dem Ziehen an einer Schnur eine Tempoerhöhung signalisierten. Das läuft auf den Drachenbooten anders. Da gibt's keine Schnur, alle 18 Teammitglieder müssen ran, nur der Mann oder die Frau an der Trommel und am Steuerruder nicht.
Toralf Bumann und Ben Rohloff stehen auf dem Organisationsponton und wickeln von hier aus mit ihrem Team konzentriert die Rennen ab. Zum Beispiel beim LT-Cup am zweiten Samstag der WARNEMÜNDER WOCHE. Vorläufe, Halbfinals, Finale. Zwölf Boote stehen zur Verfügung, 79 Teams bestreiten 76 Rennen. Da muss die Besetzung der Boote wirklich rasch und wie am Schnürchen klappen, um die insgesamt rund 1.400 Teilnehmer aus ganz Deutschland und die vielen Zuschauer am südlichen Teil des Alten Stroms nicht allzu lange warten zu lassen.
Und so kommt auch schon einmal über die Lautsprecher die strenge Bitte: "Bitte Steuermann und Trommler am Steg einfinden!" Profiteams haben ihre eigenen, aber die Fun-Clubs, nehmen dieses "leasing" gern in Anspruch. Das angeschlagene Organisationstempo zahlt sich aus: Die Starts vor der Kulisse eines Kreuzliners am Ende des Alten Stroms klappen zügig. Die Positionskämpfe über die Distanz von 280 m sind hart. Die besten Boote brauchen knapp über eine Minute. Der Jubel über den Sieg, selbst in den Zwischenläufen, ist olympiaverdächtig. Und die Organisation auch. Zieldurchlauf, ran an den Steg, Wassersauger im Einsatz, nächstes Team rein und vorwärts zum Start.
Alle Ergebnisse und Fotos der Veranstaltung unter www.warnemuender-woche.com
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