Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Spiel und Sport von Kindern fördern gesellschaftliche Entwicklung

Zum Welttag für das Recht auf Spiel am 28. Mai

(lifePR) (Osnabrück, ) Spiel und Sport fördern kreative Potentiale von Kindern, erleichtern das Lernen in der Schule und tragen dazu bei, dass Kinder sich die Welt selbstbewusster erschließen können. Sie stärken die Persönlichkeitsentwicklung und tragen zum Erreichen klassischer Entwicklungsziele wie Gesundheit, Bildung oder Gleichstellung der Geschlechter bei.

»Sport und Spiel vermitteln wichtige Fähigkeiten, die sich vom Spielfeld auf das Leben übertragen lassen. Dies zeigt beispielsweise ein von terre des hommes gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat von Volkswagen unterstütztes Programm in Brasilien«, sagte Claudia Berker, terre des hommes-Themenexpertin für das Recht auf Spiel. »Dort wird in einem Armenviertel in São Paulo eine besondere Form des Straßenfußballs gespielt, bei der nicht der Stärkste oder Schnellste gewinnt, sondern Teamgeist, Fairness und ein konstruktives Aushandeln von Kompromissen bei Streitfragen Punkte bringen. So erlernen Kinder und Jugendliche ganz ohne erhobenen Zeigefinger wichtige soziale Kompetenzen, die sie in ihre Gesellschaft einbringen. Auch in Flüchtlingslagern in Myanmar und Jordanien setzen Partnerorganisationen von terre des hommes Malen und Theater als Teil der Therapie ein, um Traumata zu heilen und den Kindern ein Ventil zu geben, ihre Erlebnisse zu verarbeiten,« so Claudia Berker.

Die Kinderrechtskommission der Vereinten Nationen hat die Bedeutung des Spiels für das Leben aller Kinder in einem eigenen Kommentar zum Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention gewürdigt, der das Recht auf Spiel völkerrechtlich festhält. Sie zeigt sich besorgt darüber, dass Mädchen und Jungen, die in Armut aufwachsen, mit Behinderungen leben oder zu Minderheiten gehören, Spielen häufig verwehrt bleibt. Konkrete Vorgaben für die Staaten reichen von mehr Aufklärungsarbeit über den Wert des Spiels bis hin zu Empfehlungen für die kindgerechte Stadtplanung und das schulische Umfeld. »Bei der Umsetzung dieser Vorgaben hinken die Regierungen armer wie reicher Länder jedoch hinterher«, so Claudia Berker. »Ein Mangel an Spielmöglichkeiten ist jedoch kein Luxusproblem, sondern verhindert eine optimale körperliche, emotionale und geistige Entwicklung. Spiel und Sport muss daher auf allen Ebenen mehr Priorität eingeräumt werden.«

Weitere Informationen:
Recht auf Spiel

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