- Pressemitteilung BoxID 322621
Industriebrache wandelt sich zum Wohnquartier: 360 neue Wohnungen für München
Neuer Wohnraum für München: Mitten in Schwabing entsteht auf dem früheren SWM Betriebsgelände Isoldenstraße ein modernes, familienfreundliches Quartier mit 360 Wohnungen, inklusive sozial gebundenem und gefördertem Wohnungsbau. Errichtet werden sie von verschiedenen Bauträgern, darunter auch der kommunalen GEWOFAG. Realisiert werden außerdem Nahversorgungseinrichtungen, soziale Einrichtungen wie Kinderkrippe, Kindergarten und Hort sowie öffentliche Grünanlagen. Rund 160 Wohnungen sind bereits fertig gestellt und bezogen, die öffentlichen Bereiche gestaltet. Mit einem großen Nachbarschaftsfest haben sich die SWM jetzt bei den Anwohnern für deren Geduld während der Bauphase bedankt, in der Abrissarbeiten und Baustellenverkehr zum Alltag im Viertel gehört hatten. Auf einem Rundgang informierte Peter Kadereit, Leiter der SWM Immobilienabteilung, den berufsmäßigen Stadtrat Dieter Reiter über das neue Wohnquartier. Im Rahmen des Nachbarschaftsfestes eröffnete der Wirtschaftsreferent zusammen mit Dr. Ulrich Schneider, Leiter Gartenbau im Baureferat, den von den SWM erbauten großzügigen und abwechslungsreichen Spielplatz.
Die Umnutzung des Betriebsareals ist ein Baustein des stadt-gesellschaftlichen Engagements der SWM. Dieter Reiter, Referent für Arbeit und Wirtschaft: "Der Wirtschaftsstandort München boomt seit vielen Jahren, neue Arbeitsplätze entstehen in Stadt und Region. Dieses Wachstum bedeutet aber auch: Menschen, die nach München kommen, benötigen Wohnraum - ein knappes Gut in München. Dies ist ein Problem, das sich nur lösen lässt, wenn alle - auch große Unternehmen - Verantwortung übernehmen. Die Stadtwerke München nehmen hier eine Vorreiterrolle ein. Sie stellen nicht mehr benötigte Betriebsgelände dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung und ermöglichen so die Schaffung von bis zu 1.800 neuen Wohnungen in den kommenden Jahren. Gleichzeitig haben sie eine breite Werkswohnungsbau-Offensive gestartet. Bis zum Jahr 2021 soll sich deren Bestand auf mehr als 1.000 Wohnungen verdoppeln. Damit tragen die SWM einen erheblichen Teil zur Entlastung des Wohnungsmarkts in München bei. Die SWM dürfen auch in diesem Bereich als leuchtendes Beispiel für unternehmerisches Handeln mit hoher gesellschaftlicher Verantwortung gelten."
Neues Leben für das Areal in der Isoldenstraße
Das ehemalige SWM Betriebsgelände umfasst fünf Hektar und war eines der letzten großen freien Grundstücke in Schwabing. Es liegt direkt neben dem Krankenhaus Schwabing und dem Altenheim in der Rümannstraße. Durch die Verlegung des Standorts in die SWM Zentrale wurde es frei. Mit einem festgeschriebenen Anteil sozial gebundener bzw. sozial geförderter Wohnungen haben die SWM das Grundstück dem Wohnungsbau zur Verfügung gestellt. Um eine sozial verträgliche und städtebaulich anspruchsvolle Nachnutzung zu gewährleisten, haben sie 2003 den europaweiten 'Städtebaulichen Ideenwettbewerb Wohnbebauung Isoldenstraße' ausgelobt. 300 Architekturbüros hatten sich daraufhin beworben, 25 von ihnen wurden zur Teilnahme eingeladen. Als Sieger aus dem Wettbewerb ging das Büro Léon Wohlhage Wernik Architekten (Berlin) hervor. Mit dessen Entwurf wurde das Grundstück abschnittweise verkauft. Den Erlös haben die SWM, wie vom Münchner Stadtrat beschlossen, für die Finanzierung ihrer Zentrale an der Emmy-Noether-Straße verwendet.
Am Entwurf des Büros Léon Wohlhage Wernik hatte die Jury vor allem die differenzierte Einbindung des neuen Quartiers in die Umgebung überzeugt. Peter Kadereit, Leiter der SWM Immobilienabteilung: "Den Architekten ist es gelungen, die an sie gestellte Aufgabe optimal zu lösen. Sie haben einen Lebensraum geschaffen, der zum Einen die Tradition der Schwabinger Stadtquartiere aufgreift und den Anforderungen des Münchner Stadtbildes gerecht wird. Zum Anderen wird durch das denkmalgeschützte Kesselhaus die Barriere zwischen Industrie und Wohnen aufgehoben. Die bandförmigen Gebäude mit ihren Hofstrukturen sind rhythmisch gegliedert und bilden so nach Norden und Osten einen harmonischen Übergang zur bestehenden Bebauung. Die verschiedenen Bauformen ermöglichen einen breiten Wohnungsmix, die Wohnhöfe mit ihren gut gestalteten privaten und öffentlichen Freiflächen laden zum nachbarschaftlichen Miteinander ein. Infrastruktur-Elemente wie Läden zur Nahversorgung und Kindereinrichtungen geben dem Quartier zusätzliche innere Struktur."
Großzügige Spiel- und Grünflächen
Identitätsstiftend für Bewohner und Nachbarn sind die öffentlichen Grünflächen mit Blick auf die Giebelwand des Kesselhauses. Dort können Groß und Klein auf einem Bewegungsparcours Geschicklichkeit und Fitness unter Beweis stellen. Gleich daneben befindet sich das neue große Spielareal. Die SWM haben es in enger Abstimmung mit dem Baureferat geplant und auf eigene Rechnung gebaut. Dr. Ulrich Schneider, Hauptabteilungsleiter Gartenbau im Baureferat: "Ein schöner Tag, auch und besonders für die Kinder und Jugendlichen hier im Quartier. In der neuen, großzügig angelegten öffentlichen Grünfläche werden Spielmöglichkeiten für alle Altersklassen bis hin zu den Erwachsenen angeboten: auf der einen Seite Boulespiel, Bodenschach und Tischtennis; auf der anderen Seite in einem mit blauen Kunststoffbelag nachempfundenem 'Bachlauf' Ausstattungen, wie Sandspielgeräte, Nestschaukel, Brückenkombinationen und Kletternetze, die besonders bei Klein- und Schulkindern beliebt sind. Die Hauptabteilung Gartenbau des Baureferats übernimmt ab sofort Betrieb und Pflege des Grün- und Spielbereichs, der als Paradebeispiel für ein gut gelungenes Erschließungsträgerprojekt vorgezeigt werden kann."
Vom Heizkraftwerk zum lebenswerten Wohngebiet
In den Jahren 1908-10 wurde an der Isoldenstraße das erste Heizkraftwerk Münchens zur Wärmeversorgung des Schwabinger Krankenhauses gebaut. Zwischen 1960 und 1975 kamen Neubauten zur Wartung und Lagerung von Transformatoren, Strommasten und Kabeln sowie zur Pflege und Wartung des dazugehörigen Fuhrparks dazu. Der südliche Teil des Geländes mit dem denkmalgeschützten Arbeiterwohnhaus Isoldenstraße 19 blieb bis heute industriell ungenutzt. Nach der Verlegung des Betriebshofs in die neue SWM Zentrale 2002 wurde das Gelände an der Isoldenstraße vorübergehend an Gewerbebetriebe vermietet, seit Ende 2006 dann für die Wohnbebauung freigemacht. Derzeit nutzen die SWM nur noch das Kesselhaus, in dem eine Fernwärmestation untergebracht ist, sowie das Container-Heizwerk, das Dampf für das benachbarte Städtische Klinikum Schwabing erzeugt.
SWM Wohnungsbaupolitik entlastet Münchner Wohnungsmarkt
Die SWM sind das leistungsstärkste kommunale Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Sie versorgen die Münchnerinnen und Münchner nicht nur sicher und preisgünstig mit Energie und Trinkwasser, sondern engagieren sich in den verschiedensten Bereichen für die Zukunft Münchens, wie etwa mit der Ausbauoffensive Erneuerbare Energien für den Klima- und Umweltschutz oder mit dem flächen-deckenden Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur. Mit ihrer Wohnungsbaupolitik schultern die SWM zusätzlich eine wichtige gesellschaftliche Zukunftsaufgabe.
Zum Einen stellen sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im boomenden München bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung. Als kommunaler und sozialer Arbeitgeber sehen sich die SWM hier seit jeher in der Pflicht. 547 eigene Werkswohnungen haben sie heute schon. Im Rahmen ihrer breit angelegten Werkswohnungsbau-Offensive sollen bis 2021 weitere 500 dazu kommen. In diese Offensive investieren die SWM 70 Millionen Euro.
Zum Anderen profitiert auch der freie Wohnungsmarkt von der SWM Wohnungsbaupolitik. So haben die SWM 65.000 Quadratmeter frühere Betriebsareale frei gemacht, auf denen öffentliche und private Bauträger 780 Wohnungen errichten. Zwei weitere Grundstücke in Sendling und in Berg am Laim werden die SWM dem Wohnungsmarkt kurzfristig zur Verfügung stellen; diese bieten Platz für etwa 100 neue Wohnungen. Mittelfristig werden weitere SWM Areale dazu kommen. Die größten Flächen befinden sich im Westend und in Moosach. In den kommenden Jahren lassen sich so weitere 1.000 Wohnungen realisieren. Bei allen Entwicklungen für den Wohnungsbau achten die SWM darauf, dass das gesamte nachgefragte Wohnungsspektrum für alle Bevölkerungsgruppen angemessen Berücksichtigung findet. Dies führt dann auch zu positiven Effekten und Entlastungen auf dem Münchner Gesamtwohnungsmarkt.
SWM engagieren sich für die Stadtgesellschaft
Neben ihrer Hauptaufgabe, der sicheren und nachhaltigen Versorgung Münchens, haben die SWM sich in den vergangenen Jahren zusätzlich mit markanten Großprojekten für die Stadtgesellschaft engagiert. So finden auf dem SWM Gelände in Moosach Existenzgründer und junge Firmen im Münchner Technologiezentrum (MTZ) den passenden Raum für einen erfolgreichen Start. In direkter Nachbarschaft werden die SWM für die Landeshauptstadt das IT-Rathaus errichten. Bereits 2004 wurde ihnen die Sanierung des Stachus-Bauwerks übertragen. 2007 haben die SWM das Gebäudemanagement des Olympiaparks übernommen, als Bauherrin sanieren sie die Olympiahalle und haben die neue Kleine Olympiahalle gebaut. Darüber hinaus schaffen die SWM an der Einsteinstraße 28 den baulichen Rahmen für ein Bildungszentrum der Münchner Volkshochschule.
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