Freitag, 09. Dezember 2016


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"Wir betreten Neuland"

Bis Mitte August sollen die Verträge unter Dach und Fach sein / Kooperation Kommunale Unternehmen und Freie Träger

(lifePR) (Nordhausen, ) Bis Mitte August sollen die Kooperationsverträge zwischen den kommunalen Unternehmen und den freien Trägern der der Sport-, Kultur- Jugend- und Sozialarbeit geschlossen sein. Das ist das Ergebnis eines Treffens, zu dem am Donnerstag-Nachmittag Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh die Geschäftsführer der Kommunalen Unternehmen und der freien Träger eingeladen hatte.

Schon in den kommenden zwei Wochen sollen zum einen die Träger ihre Kooperationsvorschläge melden, zum anderen sollen die kommunalen Gesellschaften ihre Anforderungen konkretisieren. Danach soll geprüft werden, welche Profile am besten zueinander passen.

Dr: Zeh sagte zur Begrüßung, "Mit dem Kooperationsmodell gehen wir - vorerst für dieses Jahr - einen kreativen Weg, betreten Neuland. Man muss klar sagen: Selbsttäuschungen helfen nicht mehr. Vertröstungen nach der Gefühlslage 'Irgendwie geht's immer weiter' helfen auch niemandem mehr. In der Stadtkasse ist deutlich weniger Geld. Die Ausgaben steigen. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass es Konsens war bei den Geschäftsführern der kommunalen Unternehmen, dass nicht nur die Leistungen der Kommunalen Betriebe der Daseinsfürsorge dienen, sondern auch die Angebote der Vereine", so der Oberbürgermeister. "Dass die Unternehmen jetzt konkret Verantwortung übernehmen wollen, ist ein sehr gutes Zeichen. Damit kann man den Trägern im ersten Schritt für dieses Jahr Planungssicherheit geben. Zumindest für den städtischen freiwillig gezahlten Anteil an der Finanzierung."

Die Moderatorin des Treffens, Stadtratsvorsitzende Inge Klaan, sagte, dass das Kooperationsmodell "Modellcharakter auch für die privaten Unternehmen haben sollte. Die städtischen Unternehmen sind jetzt Vorreiter. Das Projekt sollte schnell auf die Privatwirtschaft ausgedehnt werden. Die Vertreter der freien Träger, also der Sozialwirtschaft, sind durch ihre Nähe zu den jungen Menschen die Experten auch mit Blick auf die berufliche Entwicklung. Sie kennen die Wünsche und Vorlieben der jungen Leute, können Entwicklungslinien und Trends antizipieren. Auf der anderen Seite steht die Privatwirtschaft. Sie ist zunehmend auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs. Dort muss man verzahnen. Deshalb wäre die freie Wirtschaft gut beraten, sich im Sozialbereich zu engagieren. Geht es in diesem Jahr um die Bestandssicherung der Vereine und Verbände, so muss im nächsten Schritt die langfristige Kooperation auf den Weg gebracht werden."

"Wir fühlen uns in hohem Maße in der Verantwortung. Dieser haben wir uns schon in der Vergangenheit gestellt", sagte Stadtwerke - Geschäftsführer Olaf Salomon. "Wir wollen keine Schecks ausstellen. Wir wollen von den Fertigkeiten der Träger profitieren. Das beginnt beim der Unterstützung bei Hilfe bei der Nachwuchsgewinnung und kann beim Marketing, zum Beispiel durch die Jugendkunstschule - enden. Doch selbst, wenn aus dem Profil des einen oder anderen Trägers keine übermäßige Gegenleistung zu erwarten ist, werden wir von der Kooperation durch die engere Vernetzung profitieren. Es ist unsere gemeinsame Stadt. Und ob Träger oder Unternehmen: Wir wollen Verantwortung übernehmen und Nordhausen gestalten. Gemeinsam."

Das wollte auch Frank Tuschy betont haben, vom Kinder-Kirchenlanden: "Selbst, wenn man nicht unbedingt eine Gegenleistung abholen kann - soziale Arbeit ist ein Wert an sich, den man schätzen sollte."

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