Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Volition statt Motivation

Warum manche Führungskräfte erfolgreicher sind als andere

(lifePR) (Mannheim, ) Viele Unternehmen meinen, mit einer Vielzahl von Motivationsanreizen die passende Antwort auf die Schwierigkeiten von Führung gefunden zu haben. Prof. Dr. Waldemar Pelz, Professor für Internationales Management und Marketing an der Fachhochschule Giessen-Friedberg sowie Inhaber des Instituts für Management-Innovation, ist jedoch anderer Meinung: Volitionale Kompetenzen seien der Schlüssel zum Führungserfolg. Auf der Messe PERSONAL2010 in Stuttgart stellt er seine neuesten Untersuchungsergebnisse vor.

"Viele Führungskräfte arbeiten mehr als 60 Stunden die Woche und haben beeindruckende Ziele - de facto wissen sie aber nicht, was sie wollen und worauf es wirklich ankommt", sagt Prof. Dr. Waldemar Pelz. Motivation sei zwar der Ausgangspunkt, um Ziele zu erreichen, da sie emotionale und mentale Energien mobilisiere, aber wesentlich sei etwas anderes: "Führungskräfte müssen konkrete Prozesse auf immer neue Situationen anwenden können. Zu 70 Prozent erfolgt dieser Vorgang über das Handeln und nicht über das Wissen", erklärt Pelz. Dafür seien Umsetzungskompetenzen, auch volitionale Kompetenzen genannt, gefragt.

Erfolgreiche Menschen tun laut Pelz vor allem zwei Dinge: Sie steuern ihre Gedanken und Gefühle bewusst in eine bestimmte Richtung: die Zukunft. Außerdem machen sie sich Gedanken darüber, was sie wollen, sprechen darüber und planen systematisch jeden Schritt, um ihr Ziel zu erreichen. Die weniger Erfolgreichen handelten hingegen nach dem Feuerwehrprinzip: dort löschen, wo es gerade brennt. Sie widmeten sich, so Pelz, zu vielen Dingen gleichzeitig und ließen sich leicht von ihren Zielen ablenken - beispielsweise von Medien wie dem Internet.

Volition messen und trainieren

Bereits im Jahr 2006 haben Studien der Universität St. Gallen sowie der London Business School ergeben, dass ehrgeizige Ziele, hohe Unsicherheiten und Widerstände 90 Prozent aller Manager rasch an die Grenzen ihrer Motivation bringen. Demnach würden nur etwa zehn Prozent der Führungskräfte die nötigen volitionalen Kompetenzen mitbringen. Um diese Ergebnisse zu verifizieren und Trainings für mehr Führungserfolg zu entwickeln, hat Prof. Dr. Waldemar Pelz anhand von Untersuchungen aus Psychologie, Hirnforschung und Managementwissenschaft die volitionalen Kompetenzen auf einzelne Verhaltensweisen heruntergebrochen.

Ein Ergebnis dieser Arbeit ist das Führungsplanspiel "Solaris". Die Aufgabe des Spielers besteht dabei darin, möglichst rentable Solaranlagen zu produzieren. Die Teilnehmer schlüpfen in die Rollen von Abteilungsleitern, die klare Zielvorgaben bekommen, während des Spiels aber ständig von ihren Mitarbeitern mit Erwartungen und Schwierigkeiten bombardiert werden. "Durch diese Stressoren vergessen sie oft, sich auf ihre eigentliche Führungsaufgabe zu konzentrieren", berichtet Pelz. Doch im Spiel könnten sie lernen, damit umzugehen.

Außerdem läuft seit drei Monaten eine Online-Befragung auf www.umsetzungskompetenzen.com. Führungskräfte oder Menschen mit Führungsambitionen können dort ihre volitionalen Kompetenzen testen und sich mit anderen vergleichen. Inzwischen haben rund 1.400 Personen diesen Test durchgeführt. In seinem Vortrag auf der PERSONAL2010 wird Prof. Dr. Pelz Resultate daraus vorstellen.

Vortrag von Prof. Dr. Waldemar Pelz auf der Messe PERSONAL2010:
"Volition statt Motivation: Diagnose und Training von Umsetzungskompetenzen"
Dienstag, 27. April 2010, 12.55 - 13.25 Uhr,
Neue Messe Stuttgart, Halle 9, Forum 4

Weitere Informationen zur Messe finden Interessierte unter www.personal-messe.de.

spring Messe Managment GmbH

spring Messe Management veranstaltet Messen für Personalmanagement, Arbeitssicherheit, kommunale Wirtschaft, IT & Unternehmenssteuerung, Online-Marketing und Motivation in sechs Ländern - Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, Russland und Spanien. Der private Messeveranstalter bringt Interessenten, Experten und Anbieter zusammen. Auf diese Weise fördert das Unternehmen die Kommunikation und den Austausch der Marktteilnehmer. Die Messen von spring sind ein Seismograph für neue Produkte, Ideen und Managemententwicklungen.

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