Sonntag, 04. Dezember 2016


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Anlegen statt stilllegen - aber wie?

Warum bei der Geldanlage Aktien gerade jetzt so wichtig sein können

(lifePR) (Ludwigshafen, ) Die Zinsen sind niedrig, Sparen macht keinen Sinn. Da kann man jetzt doch nach Herzenslust shoppen gehen, oder? Elke Rottmüller: "Natürlich ist es wichtig und richtig zu konsumieren. Aber daraus zu folgern, dass kein Geld mehr zur Seite gelegt werden muss, ist falsch und sogar gefährlich. Sparen bleibt wichtig. Allerdings kommt es auf das richtige Sparen an".

Die meisten Deutschen haben Sparbuch und Tagesgeldkonto. Warum reicht das nicht?

Elke Rottmüller: Es reicht nicht, weil die Zinsen dafür teilweise so niedrig sind, dass sie nicht mehr die Inflationsrate ausgleichen können. Das bedeutet, dass das angesparte Vermögen real an Wert verliert. Ein Beispiel: Wenn Sie 10.000 Euro bei einer jährlichen Verzinsung von 0,25 Prozent anlegen, dann verlieren Sie bei einer durchschnittlichen Inflation von zwei Prozent etwa 175 Euro an Kaufkraft, und das Jahr für Jahr.

Wie lautet die Konsequenz daraus?

Elke Rottmüller: Anleger, die bisher vor allem auf die Stabilität von festverzinslichen Anlagen vertraut haben, sind gezwungen umzudenken. Wer langfristig Vermögen aufbauen, für sein Alter vorsorgen, sein Vermögen erhalten und davon im Alter leben möchte, der kommt an einem gewissen Aktienanteil in seinem Depot nicht vorbei.

Aktien sind aber doch eher etwas für erfahrene Anleger mit starken Nerven.

Elke Rottmüller: Nein, das ist ein Trugschluss. Aktien und Aktienfonds eignen sich entgegen der landläufigen Meinung auch für konservative Anleger. Voraussetzung ist dabei ein längerer Anlagehorizont und eine breite Streuung über mehrere Anlageregionen und -sektoren. Wie hoch die individuelle Aktienquote aussehen sollte, hängt von den Sparzielen, der Anlagedauer, der jeweiligen Lebenssituation sowie der individuellen Risikobereitschaft ab.

Was mache ich, wenn die Aktienkurse fallen? Schnell verkaufen?

Elke Rottmüller: Nein. Wer Geld in Aktien investieren will, sollte nicht ständig auf die Aktienkurse in der Zeitung oder im Internet schauen. Investieren statt spekulieren, muss das Motto lauten. Viele Anleger sind bei ihren Anlageentscheidungen zu kurzfristig orientiert. Auf lange Sicht sind Aktien aber anderen Anlageformen überlegen. Sie können damit gerade im Niedrigzinsumfeld einen wichtigen Beitrag zum Vermögensaufbau leisten. Zudem ermöglichen sie die Teilhabe an Dividendenzahlungen. Gerade dividendenstarke Aktien sind ein wichtiger Bestandteil der Aktienrendite: Historisch betrachtet kommen 30 bis 40 Prozent der Erträge aus Dividendenzahlungen.

Was passiert, wenn das investierte Geld plötzlich kurzfristig benötigt wird?

Elke Rottmüller: Genau deshalb ist eine umfassende Beratung ja so wichtig. Wir von der Sparkasse Vorderpfalz lassen den Anleger nicht allein, sondern beraten ihn individuell und arbeiten gemeinsam mit unseren Kunden eine breit aufgestellte Vermögensanlage aus. Darin enthalten sind Gelder, die vielleicht kurzfristig benötigt werden und entsprechend kurzfristig investiert werden, sowie Vermögen, das auf lange Sicht, etwa für den Ruhestand, angelegt wird. Und dieser Teil kann dann beispielsweise auch in chancenreichere Anlagen wie Aktien investiert werden.

Wie lautet Ihr abschließender Tipp?

Elke Rottmüller: Ich kann nur allen raten: Lassen Sie Ihr Geld arbeiten - und bringen Sie es in Bewegung. Angesichts der sehr niedrigen Zinsen kann es sich lohnen, Gelder, die nicht kurzfristig benötigt werden, in Anlageprodukte zu investieren, die langfristig mehr abwerfen.

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