Freitag, 20. Januar 2017


  • Pressemitteilung BoxID 157438

Nur jeder Fünfte schafft es am Bau bis zur Regelaltersrente

(lifePR) (Wiesbaden, ) Was bei der gesetzlichen Rente der Standardfall sein soll, ist in der Bauwirtschaft die große Ausnahme. Gerade einmal 20 Prozent der gewerblichen Bauarbeitnehmer sind in der Lage, bis zum 65. Lebensjahr ihren Beruf auszuüben. Dies geht aus aktuellen Auswertungen von SOKA-BAU (Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes) hervor.

Fast 50 Prozent der Bauleute scheiden weit vor dem 65. Lebensjahr aus dem aktiven Berufsleben aus. Das Durchschnittsalter bei Rentenbeginn liegt bei 62 Jahren und zwei Monaten. Und rund ein Drittel der gewerblichen Bauarbeitnehmer muss wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung - im Durchschnitt mit 55 Jahren und acht Monaten - den Beruf aufgeben.

Hohe Rentenabschläge

Die durchschnittliche Regelaltersrente beträgt derzeit für Bauleute rund 1.300 EUR. Erwerbsminderungsrentner müssen im Schnitt mit rund 900 EUR auskommen. Wer vor dem 65. Lebensjahr in Rente geht - das sind am Bau 80 Prozent der Arbeitnehmer - muss deutliche Rentenabschläge in Kauf nehmen. Jedes Jahr schlägt mit 3,6 Prozent Abzug von der Regelaltersrente zu Buche. Mit Blick auf die Rente mit 67 haben Bauleute in Zukunft mit Rentenkürzungen von 18 Prozent und mehr zu rechnen. "Es kann nicht sein, dass gewerblich Beschäftigte der Bauwirtschaft, die mit 60 Jahren - nach über 40-jähriger Tätigkeit am Bau - aus gesundheitlichen Gründen in Rente gehen, derart hohe Rentenabschläge hinnehmen müssen", sagt SOKA-BAU-Vorstand Karl-Heinz Sahl.

Branchenweite Zusatzversorgung

Zusätzlich zur gesetzlichen Rente erhalten ehemalige Bauarbeitnehmer eine Rentenbeihilfe von SOKA-BAU in Höhe von rund 80 EUR im Monat. Die Arbeitgeber der Bauwirtschaft finanzieren mit Beiträgen in Höhe von derzeit 3,2 Prozent des Bruttolohns diese branchenweite zusätzliche Altersversorgung. "Die Rentenbeihilfe wurde bereits vor über 50 Jahren von den Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft auf den Weg gebracht, um branchenspezifische Nachteile für Bauarbeitnehmer wie zum Beispiel regelmäßige Arbeitsausfälle und häufige Arbeitsplatzwechsel hinsichtlich der gesetzlichen Rente auszugleichen. Die für Bauarbeitnehmer zu erwartenden Rentenabschläge bei der Rente mit 67 kann die Rentenbeihilfe aber keinesfalls kompensieren", erklärt Sahl.

SOKA-BAU

SOKA-BAU ist der gemeinsame Name für die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft und die Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG. Beide sind gemeinsame Einrichtungen der Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V., Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. und Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Türenvielfalt braucht eine Bühne

, Bauen & Wohnen, Herholz Vertrieb GmbH & Co. KG

Das eigene Zuhause soll einfach perfekt sein. Wenn es um die Kreation der richtigen Wohlfühlatmosphäre geht, spielen Türen eine zentrale Rolle....

Designvielfalt durch Technikrafinesse - Newcomer im Weißlack-Programm

, Bauen & Wohnen, Herholz Vertrieb GmbH & Co. KG

Ob Neubau oder Renovierung – der Marktanteil weißer Türelemente ist ungebrochen hoch. Die Innentür im weißen Design-Outfit nimmt weiterhin eine...

Authentischer Purismus - Furnierauswahl mit Roheffekt

, Bauen & Wohnen, Herholz Vertrieb GmbH & Co. KG

Natürliches Wohnen bleibt ein Megatrend und in diesem fühlen sich insbesondere die Liebhaber echten Holzes so wohl wie nie zuvor. Die Sehnsucht...

Disclaimer