Samstag, 03. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 548398

Baukonjunktur weiter kraftlos

Arbeitsvolumen, Beschäftigung und Bruttolohnsumme sinken im Juni

(lifePR) (Wiesbaden, ) Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen[1] hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Juni saisonbereinigt[2] um 1,0 % gegenüber dem Vormonat gesunken ist. Im Vormonat war das Arbeitsvolumen korrigierten Angaben zufolge bereits um 2,4 % gesunken. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sank im Juni weiter, und zwar um 1,9 %, während die Bruttolohnsumme um 0,5 % zurückging (vgl. Tabelle 1).

Damit ist das Arbeitsvolumen auf den niedrigsten Stand seit September vergangenen Jahres gesunken. Die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind im Mai um 5,0 % gegenüber dem Vormonat gestiegen und deuten zumindest eine kurzfristige Besserung der Baukonjunktur an. Mittelfristig haben sich die Aussichten allerdings nicht gebessert: die Baugenehmigungen im Hochbau sind im Mai bereits den zweiten Monat in Folge gesunken (-3,4 %).

Immerhin konnte sich das Genehmigungsvolumen im Wohnungsbau behaupten. Zwar sind die Zinssätze für neue Wohnungsbaukredite im Juni wieder gestiegen, die privaten Haushalte sind aber weiter geneigt, in Immobilien zu investieren. Laut einer Umfrage der Europäischen Kommission ist sowohl der Anteil der privaten Haushalte in Deutschland, die den Bau bzw. den Kauf eines Eigenheims beabsichtigen, als auch der Anteil der privaten Haushalte, die über Modernisierungsinvestitionen nachdenken, gestiegen. Dem stehen allerdings nach wie vor ein schwächerer Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau gegenüber. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sind zwar nach dem vorläufigen Höhepunkt der Griechenlandkrise wieder gestiegen, die Kapazitätsauslastung hat allerdings vorerst weiter nachgegeben, was gegen baldige Erweiterungsinvestitionen spricht. Trotz offensichtlich großen Investitionsbedarfs, der von der Kommunen auf rund 150 Mrd. € geschätzt wird[3], werden diese ihre Investitionen angesichts begrenzter Mittel in diesem Jahr nur leicht ausweiten. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 2 % gegenüber dem Vorjahr bei konstanter Beschäftigung.

[1] Die Unternehmen der Bauwirtschaft sind verpflichtet, bis zum jeweils 15. Kalendertag des Folgemonats die Bruttolohnsumme, die Arbeitsstunden und die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer an SOKA-BAU zu melden. Die Auswertung durch SOKA-BAU erfolgt zum zweiten Arbeitstag des darauf folgenden Monats. Die Definition der Bauwirtschaft unterscheidet sich dabei von der Definition des Baugewerbes des Statisti-schen Bundesamtes. Grundsätzlich sind alle Unternehmen beitrags- und damit meldepflichtig, in denen mehr als 50% der Arbeitszeit auf in den Tarifverträgen genauer definierte Bautätigkeiten entfällt. Ein Ver-gleich der Unternehmens- und Beschäftigungszahlen mit denen des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass die Zahl der von der SOKA-BAU erfassten Unternehmen die Zahl der Unternehmen des Baugewerbes nach WGZ 2008 unterschreitet, aber deutlich größer ist als die Zahl der Unternehmen des Bauhauptge-werbes (Hoch- und Tiefbau ohne Ausbaugewerbe).

[2] Saison- und kalenderbereinigt mit Census X-12-Arima.

[3] Vgl. BMWi (2015), Online-Befragung zeigt großen kommunalen Investitionsbedarf, in: Monatsbericht Mai 2015, S. 34 - 42.

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