Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Streuobstparadies-Mitglieder reisen ins Mostviertel nach Österreich

(lifePR) (Bad Urach, ) Vom 3.-5. Juli machten sich 25 Mitglieder des Vereins Schwäbisches Streuobstparadies e.V. auf den Weg ins niederösterreichische Mostviertel. Vertreter von Mostereien und Brennereien, Behörden, Vereinen und Verbänden und Betrieben aus den Bereichen Vermarktung, Streuobstbau, Tourismus und Naturschutz nutzten nicht nur die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen, sondern auch über den Tellerrand zu schauen.
Das Mostviertel in Niederösterreich ist durch eine hügelige Landschaft mit vielen großen Mostbirnbäumen geprägt. Die 200 km lange Moststrasse führt durch das Gebiet vorbei an zahlreichen "Heurigen" (Besenwirtschaften), Ab-Hof-Verkäufern, Lehrpfaden und anderen Attraktionen. Eine weitere Besonderheit sind die "Mostbarone". Mostproduzenten, Edelbrenner und Gastronomen tragen diesen Titel und haben einen Schwur abgelegt, die Kultur um den Birnenmost zu pflegen und zu fördern.

Die Gruppe startete am Freitag, den 3. Juli früh morgens. Erster Programmpunkt war eine Stadtführung in Linz. Abends erfolgte ein Einführungsvortrag von Christian Haberhauer, Geschäftsführer der LEADER Region Tourismusverband Moststrasse. Für intensive Diskussionen sorgte der Vergleich der Finanzausstattung von Moststrasse und Streuobstparadies. "Das Streuobstparadies hat bedeutend weniger Mittel zur Verfügung als die vergleichbare Moststrasse", erläutert die Geschäftsführerin des Vereins, Maria Schropp. "Gelder für Tourismus, Regionalvermarktung und Naturschutz von Betrieben und Kommunen zu generieren ist bei uns viel schwieriger, das Thema hat hier eine viel geringere Wertschätzung." Ebenfalls für Diskussionsstoff sorgten die Preise für Mostbirnen, die im Mostviertel ca. dreimal so hoch sind, als in Baden-Württemberg.

Am nächsten Tag stand eine Rundfahrt durch das Mostviertel auf dem Programm. Anschließend besuchte die Gruppe den Heurigenbetrieb Reikersdorfer, der neben der Besenwirtschaft hochwertige Produkte wie sortenreinen Birnenmost, Dörrobst und Essig herstellt. Im Anschluss erhielten die Teilnehmer eine Führung in der Mostelleria, ebenfalls einem Mostbaron-Betrieb. Erst letztes Jahr gewann der Betrieb mit einem Vodka die begehrte Trophy bei der IWSC (International Wine & Spirit Competition) in London und darf sich nun als Geburtsstätte des weltbesten Vodkas bezeichnen. Eine weitere Besonderheit des Hauses ist der Mostello, ein Obstdessertwein, komponiert aus Birnenwein und Destillat, im Eichenfass gereift.

Die Besichtigung der Birnen-Gemeinschaftsanlage brachte dafür wieder die Stärken der Streuobstparadies-Akteure zum Vorschein: Pflege- und Pflanztipps für die eher schlecht als recht gepflanzten und gepflegten Birnbäume gab es von allen mitgereisten Obstbauspezialisten aus dem Streuobstparadies.

Am Sonntag folgte der Besuch des MostBirnHauses. Die multimediale Ausstellung führt durch die Welt der Birne und zeigt erlebnisorientiert die Entstehung von Most. Großen Spaß hatten die Teilnehmer an dem interaktiven Spiel "Birnen klauben", bei dem bunte Birnen-Lichter am Boden per Fuß- oder Handdruck ausgeschaltet werden mussten. Die große "Spezerei", ein Regionalladen mit sämtlichen Produkten rund um das Thema Most und Birne, rundete den Besuch im MostBirnHaus ab. "Das MostBirnHaus war für mich ein besonders spannender Programmpunkt", so der Vorsitzende des Streuobstparadieses und Mössinger Oberbürgermeister Michael Bulander. "Wir arbeiten derzeit an Gestaltungsideen für ein Streuobst-Infozentrum in der ehemaligen PAUSA in Mössingen und konnten nun sehen, wie die Mostviertler das Thema angegangen sind".

Einen beeindruckenden Abschluss fand die Reise bei Mostbaron Datzberger in Sepplbauers Obstparadies. Nach einem Einblick in Brennerei, Schafhaltung und Heidelbeeranbau folgte eine Verkostung von mehreren Mosten in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sowie erlesener Gourmet-Moste. "Der Most hat hier ein völlig anderes Image als bei uns", staunt die Geschäftsführerin Schropp. "Hier präsentiert sich der Most wie erlesener Wein, nicht nur durch das Gebinde und das Marketing, sondern auch durch den feinen Geschmack".
Auch Oberbürgermeister Bulander sprach den Mostviertlern große Anerkennung aus: "In Sachen Vermarktung und Inszenierung, insbesondere auch in der intensiven Zusammenarbeit von Betrieben, Kommunen und Vereinen untereinander, ist uns das Mostviertel meilenweit voraus. Dafür haben wir eine bedeutend schönere Streuobstlandschaft, immenses Fachwissen und ein riesiges Potenzial in den Rohstoffen aus den Obstwiesen", stellte er zum Abschluss der Reise fest.

Auch für die anderen Teilnehmer lautete das Fazit der geselligen Reise: Nur gemeinsam kann es gelingen die schönste Streuobstlandschaft Europas zu erhalten und wichtig ist dabei immer wieder der Blick über den Tellerrand.

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