Mittwoch, 18. Januar 2017


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Verbraucherschutzministerium warnt vor unetikettiertem Alkohol unklarer Herkunft

(lifePR) (Dresden, ) Seit dem 13.09.2012 berichten tschechische Behörden von 16 Todesfällen und zahlreichen Patienten, die aufgrund des Verzehrs von methanolhaltigem Alkohol im Krankenhaus behandelt werden mussten. Zudem sind zwei Patienten in Polen verstorben und einer in der Slowakei. Derzeit laufen in der Tschechischen Republik Untersuchungen zur Quelle des methanolhaltigen Alkohols. Da die Kontamination auf kriminelle Machenschaften zurückzuführen ist, kann das Ausmaß des weiteren Vertriebs derzeit nicht abgeschätzt werden.

Das sächsische Verbraucherschutzministerium weist darauf hin, dass der Verkauf solchen Alkohols im Raum Sachsen nicht ausgeschlossen werden kann. Angesichts der Vorfälle in Tschechien und den bislang fehlenden Informationen zur Herkunft dieser Produkte und deren Vertriebswegen, warnt das Ministerium vor dem Verzehr von unetikettiertem Alkohol unbekannter Entstehung und Abstammung.

Sollten derartige (Verdachts-)Fälle auftreten oder solche Produkte angeboten werden, bittet das Ministerium darum, sich unverzüglich an die örtlich zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde (LÜVA) zu wenden. Wichtig sind Informationen, die das Identifizieren von methanolhaltigen Alkoholika ermöglichen (z. B. Etikettierungen, Markennamen, etc.) oder andere Informationen, die der Rückverfolgung der Produkte dienlich sein könnten.

Methanol ist giftig und seine Aufnahme kann zur Erblindung, in höheren Dosen zum Tod führen. Eine Methanolvergiftung verläuft in drei Phasen. Nach einer berauschenden Wirkung direkt nach dem Verzehr, treten Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und beschleunigte Atmung auf. Letztlich tritt eine Schädigung des Sehnervs auf, die bis zur Erblindung führen kann. Der Tod kann als Folge einer Atemlähmung eintreten.

Das Ministerium erhielt entsprechende Informationen über das »International Food Safety Authorities Network« (INFOSAN), dem Schnellwarnsystems der WHO, sowie über das Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission, dem »Rapid Alert System for Food and Feed« (RASFF) und über die Polizeibehörden Tschechiens.

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