Freitag, 02. Dezember 2016


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Dirk Müller bei HIT RADIO FFH: "Ich empfehle, Haushaltsbuch zu führen"

(lifePR) (Bad Vilbel, ) Börsenmakler Dirk Müller (46, "Mister DAX") war am heutigen Sonntag (12. Juli, 9 bis 12 Uhr) zu Gast in der HIT RADIO FFH-Sendung "Silvia am Sonntag". In der Talk-Show mit Moderatorin Silvia Stenger sprach Dirk Müller über Griechenland ("Die Volksabstimmung hat nichts gebracht", "Die Welt geht nicht unter, wenn sie zur Drachme zurückkehren. Es werden zwei harte Jahre folgen"), die europäische Politik ("Wir machen eine falsche Wirtschaftspolitik, fahren Europa damit gegen die Wand"), gab Tipps ("Haushaltsbuch führen", "langfristige Anlagen in gute Unternehmen") und vieles mehr.

Dirk Müller stammt aus und lebt in Reilingen in unmittelbarer Nähe zum Hockenheimring. Nach Abitur und Banklehre absolvierte er die Börsenhändler- Prüfung. 1999 tauchte Müller erstmals mit Foto in Zeitungen auf, weil er einem Kursanstieg an der Frankfurter Börse sein Gesicht gab und wurde so zu "Mister DAX". Über die Griechenland-Krise sagte Dirk Müller im FFH-Gespräch: "Es ist genau das passiert, was nicht nur ich, sondern auch einige andere angekündigt haben. Das sind Abfolgen von Wirtschaftszusammenhängen. Politiker sind oft in der Situation, dass sie nicht die wirtschaftlichen Zusammenhänge nach vorne stellen, sondern die politischen Notwendigkeiten. Aber damit lassen sich wirtschaftliche Zusammenhänge nicht außer Kraft setzen."

Müller über die Volksabstimmung in Griechenland: "Sie hat überhaupt nichts gebracht. Die Griechen hatten nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, zwischen Not und Elend. Man kann Premierminister Tsipras nicht vorwerfen, das ganze Land reformiert zu haben, was andere in Jahrzehnten nicht geschafft haben. Wir dürfen nicht vergessen, er ist seit fünf Monaten im Amt und eine Amtsübergabe in Athen sieht anders aus, als in Berlin. Da war nichts mehr, da wurden Akten geschreddert, Klodeckel und Bleistifte mitgenommen. Die Syriza (Regierungspartei, Anm.) hat ein leeres Büro übernommen. Das ist wie ein Drittweltland und in einer solchen Situation, die Verhandlungen mit der EU zu führen, die Bevölkerung auf dem Laufenden zu halten - da muss man schon übers Wasser gehen können, um das alles zu packen."

Über die Angst, dass Griechenland wieder die Drachme einführen könnte, sagte Dirk Müller im FFH-Talk: "Die Angst kommt daher, dass es funktionieren könnte. Wenn Griechenland zur Drachme zurückkehrt und wieder erfolgreich wird, dann werden andere das auch wollen und dann wird man sehen, dass der Euro für diese Länder ein Hindernis ist. Wir haben zahlreiche Länder in der EU, die ihre eigene Währung haben - und es läuft toll. Wer Europa auf die Währung reduziert, der hat Europa nicht verstanden. Wir kommen mit dem Euro klar, die Franzosen auch noch, aber für die Griechen war es schon immer die falsche Währung. Wir werden in hundert Jahren Griechenland nicht an Deutschland angeglichen haben, es macht auch keinen Sinn. Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Unterschiede auszugleichen: Über Währung oder Transferleistungen. Beides wollen die Politiker nicht. Wenn die Griechen die Drachme wieder haben, werden zwei harte Jahre folgen. Wir haben es mit verbockt und deshalb müssen wir dann auch helfen. Es kann sein, dass man sich wieder auf einen faulen Kompromiss einigt, der wieder noch mehr Sparen für die Griechen bringt. Aber im Moment hat es nur die Kleinen getroffen und so wird es weitergehen. Im Herzen Europas sterben Menschen, es fehlt medizinische Betreuung, Kinder gehen hungrig zur Schule, die Säuglingssterblichkeit ist erheblich nach oben gegangen. Dass dies passiert, ist eine Schande für Europa, ein völliges Versagen unserer Politik. Der griechischen, wie auch unserer."

"Entweder, wir schaffen dieses Umdenken," so Müller bei FFH: "dann hat Europa die Chance, ein wunderbarer, starker Kontinent zu werden. Oder, wenn wir das Spiel auf Biegen und Brechen weiterspielen, dann wird es zum Brechen kommen. Der Hass, der heute zwischen den Völkern herrscht, den hatten wir zuletzt vor 70 Jahren. Wir machen eine falsche Wirtschaftspolitik und fahren Europa damit an die Wand."

Dirk Müller gab bei FFH Tipps: "Die Wirtschaft läuft gut, es gibt starke Unternehmen in der Welt, in die ich investieren kann - mit Aktien. Das schwankt, das ist konjunkturabhängig, deshalb muss ich Zeit mitbringen. Aber aus meiner Sicht, kann man langfristig kaum was Besseres machen, als mich an möglichst vielen - zwanzig, dreißig - guten Unternehmen zu beteiligen. Oder wie Kostolany (Börsenexperte, Anm.) auch sagte: Investieren sie in die Bildung ihrer Kinder. Das ist eine Erkenntnis, die ich immer wieder betone: Vergesst die wichtigsten Investitionen nicht. Die Einzahlung ins Sparbuch der Erinnerungen. Die schöne Reise, der romantische Abend, das nimmt euch keiner, davon kann man immer wieder zehren. Geld ist für mich immer nur Mittel zum Zweck gewesen, ich habe ein sehr abstraktes Verhältnis dazu. Ich habe nie eine Liebesbeziehung zum Geld aufgebaut. Seit fast 25 Jahren bin ich an der Börse und ich habe alles gehandelt, was man handeln konnte. Langfristige Anlage in gute Unternehmen, ist für den Anleger das Beste." Müller weiter: "Meinen Fond habe ich aufgelegt, um mein eigenes Geld anzulegen. Ich habe mich umgeschaut und bei allen hat mich etwas gestört, also habe ich einen Fond aus Anlegersicht gegründet."

Über die Börse sagte Müller bei FFH: "Es ist ein Irrsinn, was teilweise an der Börse passiert. Wir müssen fragen: hat das einen volkswirtschaftlichen Sinn, hat das einen Sinn für die Gesellschaft. Beim Hochfrequenzhandel ist das so: Da werden in Nano-Sekunden Milliarden eines Unternehmens hin und hergeschoben. Die Computer werden heute von Pokerspielern und Spieltheoretikern programmiert, damit die sich gegenseitig über den Tisch ziehen. Hätte ich das, was heute über die Computer selbstverständlich an den Börsen passiert, zu meiner Zeit gemacht, hätte man mich nach zwei Stunden vom Parkett entfernt, hätte mir die Zulassung entzogen. Damals hat man das so streng gesehen, weil es zum Schaden der Anleger, zum Schaden der Gesellschaft gewesen wäre. Heute nimmt man das hin, weil die Politiker gar nicht verstehen, wie die Zusammenhänge sind und den Banken alles glauben. Die Banken machen es, weil sie damit Geld verdienen. Geld regiert die Welt."

"Ich empfehle jedem, ein Haushaltsbuch zu führen", sagte Müller bei FFH: "Die regelmäßigen Ausgaben aufzuschreiben, ist sehr erhellend. Ich habe das schon als Kind gemacht, damals mit Kaugummis und mache das heute mit leicht größeren Einheiten. Es geht nicht um Geiz oder 'ich gönne mir nichts', aber es macht Sinn, darauf zu achten und Geld nicht für jeden Blödsinn rauszuschmeißen."

"Silvia am Sonntag - der Talk": Sonntags spricht FFH-Moderatorin Silvia Stenger zwischen 9 und 12 Uhr mit Promis. Infos auch auf www.FFH.de.

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