Samstag, 10. Dezember 2016


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Studienkoordinatorin der Universität Witten/Herdecke organisiert Forschung am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

Die neue Studienkoordinatorin Dr. Bettina Berger optimiert das Zusammenspiel von Forschung und Versorgung

(lifePR) (Witten, ) Als eines der ersten Krankenhäuser in NRW erhält das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH), eine kooperierende Klinik der Universität Witten/Herdecke, eine Studienkoordinatorin. Den Grund dazu schildert der Initiator des Projekts, Prof. Peter Heusser vom Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der Uni Witten/Herdecke: "Forschung scheitert in vielen Akutkliniken oft daran, dass die intensive Patientenversorgung und die knappen Finanzmittel keine Zeit und Freiräume für Forschung übriglassen. Wir wollen hier in einem Kooperationsprojekt mit dem GKH neue Wege gehen, indem wir den Klinikern die Forschungsinfrastruktur für Projekte anbieten, die die Kliniker gerne durchführen möchten". Dr. Bettina Berger erleichtert den Ärzten am GKH die Arbeit, indem sie "den Papierkram" rund um Forschungsprojekte übernimmt:

"Damit dazu neben der Patientenversorgung Zeit bleibt, übernehme ich es, Anträge zu bearbeiten, Protokolle zu schreiben, mit der Ethik-Kommission zu kommunizieren und ggf. auch die Datenauswertung zu übernehmen, wenn das notwendig ist", beschreibt sie ihre Aufgaben. Dabei erhält sie auch fachliche Unterstützung von weiteren erfahrenen Wissenschaftlern des Lehrstuhls wie Prof. Arndt Büssing und PD. Thomas Ostermann sowie von den Forschern des Integrierten Begleitstudiums Anthroposophische Medizin der UW/H, das zusammen mit dem Lehrstuhl seinen Sitz am GKH hat.

Bettina Berger hält auch die Kontakte zu anderen Instituten der Universität Witten/Herdecke und dem dort angesiedelten Zentrum für klinische Studien. Die Kliniker am GKH bekommen von der UW/H Anregung und Hilfe, wenn es um Themen, die Recherche der Forschungslage oder um methodische Fragen geht. So bleibt den Ärzten und Ärztinnen mehr Zeit für die Versorgung ihrer Patienten: "Es geht z.B. auch darum, Forschung so zu betreiben, dass sie sich mit wirklich für Patienten und Patientinnen relevanten Fragestellungen beschäftigt. So wird es immer wichtiger, stationäre und ambulante Forschung zu verzahnen und danach zu fragen, wie man Patienten und Patientinnen bei der Bewältigung ihrer zunehmend chronischen Erkrankungen helfen kann. Dafür ist schon bei der Entwicklung der Fragestellung und der Auswahl der Methoden nötig, die jeweils relevanten Perspektiven zu berücksichtigen. Dazu leisten wir bei Bedarf fachliche Unterstützung oder vermitteln Expertenwissen von anderen Instituten.", erläutert sie ihren Job.

Für Prof. Heusser, an dessen Lehrstuhl der UW/H Dr. Berger arbeitet, macht das die Besonderheit des GKH und der UW/H aus: "Das Gemeinschaftskrankenhaus hat ein hohes Maß an integrativer Medizin entwickelt, indem sie sowohl eine kompetente klassische Schulmedizin als auch komplementäre Ansätze der anthroposophischen Medizin anbietet. Mit Frau Berger möchten wir Forschungsprojekte organisieren, die auf hohem wissenschaftlichen Niveau den Nutzen dieses integrativen Ansatz für Versorgung der Patienten untersuchen."

Dr. Bettina Berger hat erst im Februar 2010 den David Sackett-Implementierungspreis des Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin für ein besonders gelungenes Fortbildungskonzept erhalten: "Evidenzbasierte Medizin fragt danach, welche medizinischen Maßnahmen für Patienten und Patientinnen wirklich relevant sind. Deshalb müssen Studien systematisch gesucht und einer kritischen Bewertung unterzogen werden.

Außerdem müssen die Ergebnisse der Studien angemessen kommuniziert werden, so dass sowohl Ärzte als auch Patienten und Patientinnen wissen, welche Vor- und Nachteile eine Intervention hat. Erst dann können sie sich zwischen den verschiedenen Handlungsoptionen entscheiden". Dieses Training - ursprünglich nur für Mediziner entwickelt - wurde von Bettina Berger im Rahmen ihrer Promotion in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Prof. Mühlhauser für interessierte medizinische Laien, Beraterinnen und Multiplikatorinnen im Gesundheitswesen adaptiert. Derzeit wird das Training in Zusammenarbeit mit dem Frauengesundheitszentrum Graz/Österreich angeboten.

Dr. Bettina Berger, Jahrgang 1967, studierte ursprünglich Kulturwissenschaften, promovierte in Gesundheitswissenschaften bei Prof. Mühlhauser in Hamburg und realisierte verschiedenen Studien bei der Arbeits- und Koordinierungsstelle für Gesundheitsversorgungsforschung unter Leitung von Prof. Schmacke in Bremen. Zuletzt baute sie den ersten Master für Mediziner in Komplementärmedizin, Kulturwissenschaften und Heilkunde an der Europauniversität Viadrina in Frankfurt (Oder) auf und bot dort das Modul Grundlagen der gesundheitswissenschaftlichen Forschung an.

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