Freitag, 02. Dezember 2016


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Masterstudiengang für die Pflege der Zukunft

Wittener Institut für Pflegewissenschaft startet zum Wintersemester mit weiterentwickeltem Masterstudiengang / Bewerbungsfrist endet am 31. August

(lifePR) (Witten, ) Ob Patienteninformationen, die optimale Versorgung bei Schmerzen und Inkontinenz oder das immer drängendere Thema Demenz: Das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke erforscht die Grundlagen und weist den Weg für die praktische Umsetzung wissenschaftlich fundierten pflegerischen Handelns. Die Anforderungen und Aufgabengebiete differenzieren sich dabei zunehmend: in eine Akutpflege, vor allem im Krankenhaus, bei der Entscheidungen schnell und mit positiver nachhaltiger Wirkung für die Patienten gefällt werden müssen, und in eine familienorientierte Pflege, die langfristig angelegt ist und auch die Angehörigen und die häusliche Umgebung mit einbezieht. Diese Entwicklung hat das Institut auch bei der Neuausrichtung seines erfolgreichen Masterstudiengangs aufgenommen, der im Wintersemester startet und für den sich Interessenten noch bis zum 31. August 2008 bewerben können.

"Einerseits hat sich der Pflegealltag in den Krankenhäusern verändert, weil die Liegedauer nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen immer weiter begrenzt wird. Andererseits wollen viele Menschen auch bei chronischer Pflegebedürftigkeit nicht in einer stationären Einrichtung, sondern so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben. Beiden Sachverhalten, die in Zukunft noch deutlicher zutage treten werden, trägt unsere akademische Ausbildung Rechnung", erläutert Dr. Angelika Zegelin, die Leiterin des Studiengangs. Der neue Master ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Hauptkennzeichen des Studiums ist eine mögliche Spezialisierung auf den Schwerpunkt "Akutpflege" oder den Schwerpunkt "Familienorientierte Pflege".

Der Schwerpunkt "Akutpflege" befähigt Verantwortliche in den Bereichen Häuslichkeit, Heim, Kurzzeitpflege, Krankenhaus und Reha-Einrichtung, schnell kompetente Entscheidungen zu treffen - und das bei wechselnden Gesundheitszuständen der Patienten sowie im Interesse aller Beteiligten.

Der Schwerpunkt "Akutpflege" ist dabei nicht mit der klassischen Arbeit der Intensivpflege zu verwechseln, sondern leistet einen Beitrag zu den wissenschaftlichen Grundlagen der Pflege.

Der Fokus des Schwerpunktes "Familienorientierte Pflege" liegt auf der Fragestellung, welche Auswirkungen Krankheit und Pflegebedürftigkeit auf die Familie haben. Es geht darum, wie einzelne Familienmitglieder und die Familie als Ganzes, Krankheit und Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen im Alltag bewältigen können. Dazu benötigen sie professionelle Unterstützung und individuelle Beratung.

Die Absolventen erwerben den Titel "Master of Science" (M.Sc.). Der neue Master baut auf der über zehnjährigen Erfahrung des Instituts für Pflegewissenschaft auf. Durch die auf 25 Studienplätze begrenzte Anzahl ist eine individuelle Betreuung gewährleistet. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester, die als zeitflexibles Studium mit 18 Präsenzwochen aufgebaut sind. Auf die Präsenzwochen folgen jeweils vier bis fünf Wochen Selbstlernphasen. Dabei werden die Studenten individuell und mittels eLearning unterstützt. Das Studium besteht aus fünfzehn Pflichtmodulen u.a. aus den Bereichen Methodologie, Ethik und Praxis-Theorievernetzung, Theorie und Forschung der familienorientierten Pflege/der Akutpflege, Pflege im Gesundheitswesen.

Weitere Kennzeichen des Studiengangs sind eine (mindestens) zweiwöchige Expertenkonsultation im Ausland sowie das Studium fundamentale, bei dem die Studierenden aller Fachrichtungen der Universität gemeinsam philosophische und kulturreflexive Angebote wahrnehmen können. Die Spezifizierung durch die beiden Schwerpunkte lässt nach wie vor den Fokus auf das "eigene" Thema zu - sei es Pflegediagnostik, sei es Aktivierung von Freiwilligenarbeit, sei es Familiendynamik und Pflege oder rehabilitative Kurzzeitpflege.

Die Studiengebühren betragen 10.080 Euro. Sie werden durch die individuelle Betreuung und Förderung des einzelnen Teilnehmers sowie durch die Übernahme persönlicher Verantwortung für die Studenten durch das Institut für Pflegewissenschaft gerechtfertigt. Die Absolventen der Programme in Witten/Herdecke haben häufig Stellen außerhalb traditioneller Pflegezusammenhänge gefunden, wobei 48 Prozent der bisherigen Absolventen im Rahmen einer Alumnibefragung (Juli 2007) ihr Einkommen und ihren Status mit gut oder besser als erwartet bezeichnet haben.

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