Samstag, 21. Januar 2017


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Port Olpenitz: Landgewinnung im Wettlauf mit Clupea Harengus*

Nach Weihnachten können Käufer ihr "Land" auf der Nordmole begehen

(lifePR) (Berlin, ) Darauf haben viele gewartet und plötzlich geht alles viel schneller als gedacht: Fünf Wochen nachdem am 07.10.2009 die Stadtverordneten Kappelns grünes Licht für den neuen Bebauungsplan Nr. 65 gegeben hatten verändert sich das Gelände innerhalb des 1. Bauabschnittes täglich. Jaska Harm, Geschäftsführer der Port Olpenitz GmbH, macht Druck: "Ab Februar übernehmen die Herings-Schwärme die Gewässerhoheit und haben die Gesetze auf ihrer Seite. Das respektieren wir nicht nur, sondern streben schon eine frühere Übergabe des Laichreviers an". Zwei 80 Meter lange Arbeitsboote bringen den Kies aus der dänischen Ostsee im Rainbow-Verfahren vom Wasser aus an die Nordmole, während Radlader und Bagger von der Landseite mit unzähligen Ladungen Kies zur Landgewinnung beitragen.

Wenn auf der einen Seite die Landgewinnung im Fokus steht, geht es auf der anderen Seite jetzt um die Renaturierung des Nordhakens. Nach Abbruch der Geschützstellungen, Bunkeranlagen und der Feuerleitgebäude auf dem in den 60er-Jahren künstlich aufgeschütteten, knapp 5 ha großen Gelände des Nordhakens sind neben 5.000 qm weg zu fräsender Asphaltflächen noch ca. 850 laufende Meter stacheldrahtgesicherter Zaunanlagen sowie die gesamte Vorfeldbeleuchtung zu demontieren. Darüber hinaus werden etwa 70.000 Kubikmeter Sand- und Kiesmassen modelliert und abgefahren. Diese Massen entsprechen ungefähr 126.000 Tonnen, also vom Gewicht her einer Herde von 25.000 afrikanischen Elefanten. Erfreulicherweise können Sand und Kies auf dem Gelände wieder einer neuen Nutzung zugeführt werden, u.a. werden sie für die Landgewinnungsmaßnahmen eingesetzt.

Nach der im März dieses Jahres zunächst ausgesetzten ersten Abbruchphase beträgt der im Oktober wieder gestartete Abbruch im Bereich der ersten beiden Bauabschnitte noch einmal ca. 20.000 Kubikmeter, d.h. ca. 11.300 Tonnen feste Masse und ca. 5.000 qm Asphaltflächen. Das Recyclingmaterial wird durch mobile Brecheranlagen vor Ort zerkleinert und auf dem Areal für Verkehrswegeunterbau wieder eingesetzt. Bis Ende Januar 2010 sollen die Abbrucharbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt entspricht der Abbruch dann der Masse eines Ortes mit ca. 100 Einfamilienhäusern, wie z.B. Arnis, der kleinsten Stadt Deutschlands.

Jaska Harm schmunzelt über die Massenberechnungen seines Teams, speziell über den Vergleich mit der afrikanischen Elefantenherde. "Richtige Elefanten wird man in Port Olpenitz demnächst nicht bestaunen können, die neue Nordmole aber schon. Bereits zu Weihnachten wird sie mit dem Auto befahrbar sein", ist Jaska Harm überzeugt, "dann können nicht nur die Heringe schon mal ungestört vorbeischauen, sondern Käufer bereits ihre künftigen Grundstücke mit der Port Olpenitz Fahne abstecken". Neben dem schnellen Baustart ist eine weitere gute Nachricht für die Region, dass für alle derzeitigen Arbeiten ausschließlich Unternehmen aus Schleswig-Holstein beauftragt wurden. "Es freut mich sehr," so Jaska Harm, "dass bei den Auftragsvergaben mit einem Volumen von derzeit knapp 10 Mio. Euro sich die Unternehmen aus der Region zwischen Flensburg und Kiel als erste Wahl erwiesen haben". Internet: www.port-olpenitz.de

*Hering

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