Freitag, 09. Dezember 2016


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Le Mans Series, 5. Lauf in Silverstone, Großbritannien, Rennbericht: Doppelsieg des RS Spyder beim Finale als Krönung der Saison

(lifePR) (Stuttgart, ) Es war ein Saisonabschluss nach Maß: Mit einem Doppelsieg für den Porsche RS Spyder in der LMP2-Klasse endete das spannende Finalrennen der Le Mans Series (LMS) in Silverstone. Jos Verstappen und Peter van Merksteijn (Niederlande) holten auf dem britischen Grand-Prix-Kurs den vierten Saisonsieg für Van Merksteijn Motorsport. Zweite im 476 PS starken Sportprototypen aus Weissach wurden Fredy Lienhard (Schweiz), Jan Lammers (Niederlande) und Didier Theys (Belgien) vom Schweizer Team Horag Racing. Die dänischen Essex-Piloten John Nielsen und Casper Elgaard wurden nach sensationeller Aufholjagd noch Sechste. Damit belegen die RS-Spyder-Teams Van Merksteijn, Essex und Horag die Plätze eins bis drei der LMP2-Teamwertung - und Porsche liegt in der Herstellermeisterschaft mit großem Vorsprung vorne. Auch in der seriennahen GT2-Klasse gab es einen Grund zum Feiern. Marc Lieb (Ludwigsburg) und Alex Davison (Australien) sicherten sich im 911 GT3 RSR mit dem zweiten Rang beim Finallauf den GT2-Vizetitel.

Der Doppelsieg in Großbritannien ist die Krönung einer höchst erfolgreichen Premierensaison des RS Spyder in der Hand europäischer Kundenteams - mit Siegen beim Auftakt in Barcelona und auf dem Nürburgring sowie Dreifacherfolgen in Monza und Spa.

"Eine solch großartige Saison habe ich in meiner Rennfahrerkarriere noch nicht erlebt", sagte ein strahlender Jos Verstappen. "Schon nach den ersten Tests mit dem RS Spyder vor fast einem Jahr habe ich gesagt, dass ich nie zuvor ein besseres Rennauto gefahren bin. Und auch heute war unser fantastisches Auto der Schlüssel zum Sieg. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, speziell auch auf diesem Kurs mit seinen extrem schnellen Kurven." Der ehemalige Formel-1-Fahrer, der bereits beim vorletzten Saisonrennen auf dem Nürburgring die Fahrermeisterschaft der LMP2-Klasse gewonnen hat, darf auch auf seine eigene Leistung stolz sein. Er war es, der seinem Team alle fünf Trainingsbestzeiten der Saison gesichert hatte. Zusammen mit Teameigner Peter van Merksteijn feierte er drei Siege und einen zweiten Platz (Monza), in der Eifel gewann Verstappen zusammen mit Landsmann Jeroen Bleekemolen. Außerdem jubelte das niederländische Trio Mitte Juni in Le Mans. Dort waren die Van-Merksteijn-Piloten die Ersten in der LMP2-Klasse beim prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge stand Fredy Lienhard in Silverstone auf dem Podium. Der Schweizer Unternehmer beendete mit dem Finallauf der LMS seine gut 40 Jahre währende Karriere als Hobby-Rennfahrer - und das an seinem 61. Geburtstag. "Der RS Spyder ist ein Traum", sagte Lienhard. "Es war wunderbar, ihn im letzten aktiven Jahr meiner Laufbahn fahren zu können. Und der zweite Platz hier beim Finale ist ein sehr schöner Abschluss für mich." Es war für das Horag-Team die dritte Podiumsplatzierung der Saison nach einem dritten Rang in Monza und einem zweiten in Spa. "Das Rennen hatte es in sich", bilanzierte der Horag-Fahrer aus den Niederlanden, Jan Lammers. "Nach unzähligen Unfällen, Drehern und Ausrutschern war die Strecke dreckig und rutschig. Man musste höllisch aufpassen."

Happy über Platz zwei in der Teamwertung, enttäuscht über eine verpasste Podiumschance: So war die Stimmung beim Essex-Team aus Dänemark. Vom fünften Startplatz aus ins Rennen gegangen, hatte sich Casper Elgaard im blauen RS Spyder in der ersten Rennstunde nach vorne gekämpft und lieferte sich dort ein herzerfrischendes Duell mit Xavier Pompidou (Lola-Judd) um Rang zwei. In der 62. Runde verlor der zweimalige dänische Tourenwagen-Meister das linke Vorderrad. "Ich habe zum Glück gemerkt, dass etwas nicht stimmt und gebremst", sagte Elgaard. "So konnte ich zumindest einen Unfall vermeiden. Bis ich aber auf drei Rädern zurück in der Box war und wir das Rennen wieder aufnehmen konnten, hatten wir sieben Runden Rückstand auf Jos Verstappen und lagen am Ende des Feldes." Am Ende einer sehenswerten Aufholjagd wurden Elgaard und John Nielsen, Le-Mans-Sieger von 1990, noch tolle Sechste. Nach drei dritten Plätzen und einem Sieg in Monza standen die Dänen damit erstmals in dieser Saison aber nicht auf dem Podium.

Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) und Alex Davison (Australien) holten im 911 GT3 RSR mit Platz zwei in Silverstone den Vizetitel in der seriennahen GT2-Klasse. Es war der vierte zweite Platz für das Duo aus dem deutschen Team Felbermayr-Proton im fünften Rennen der Saison - und der zweite Vizetitel in Folge für den 28-jährigen Lieb, der 2005 und 2006 die GT2-Meisterschaft gewonnen hatte. Ausgesprochenes Pech hatte der im Training zweitplatzierte Porsche-Werksfahrer Richard Lietz (Österreich). Er lag an aussichtsreicher zweiter Position, als ihn ein Konkurrent von der Strecke katapultierte. Der heftige Aufprall an der Mauer bedeutete das frühe Aus für Lietz und Teamkollege Raymond Narac (Frankreich, Team IMSA Performance Matmut). "Ein Jammer", sagte Lietz. "Wir waren mit einem super abgestimmten 911er echt gut unterwegs und hätten zu gerne am Saisonende auf dem Podium gestanden."

Statistik: Fünftes und letztes Rennen der Le Mans Series 2008 in Silverstone

Ergebnis Rennen LMP2 1. Van Merksteijn/Verstappen (NL/NL), Porsche RS Spyder, 191 Runden 2. Theys/Lienhard/Lammers (B/CH/NL), Porsche RS Spyder, 187 3. Hughes/Kane (GB/GB), WF01 - Zytek, 186 4. Amaral/Pla (P/F), Lola B05/40 - AER, 185 5. Newton/Erdos (GB/BRA), MG Lola EX 265 - MG, 184 6. Elgaard/Nielsen (DK/DK), Porsche RS Spyder, 184 7. Ojjeh/Gosselin/Sharpe (SAU/F/GB), Zytek 07S - Zytek, 183 8. Noda/de Pourtales (J/F), Lola - Mazda, 182.

9. Lahaye/Ragues (F/F), Pescarolo - Judd, 174 10. Barazi/Vergers/Rees (D/NL/BRA), Zytek 07S - Zytek, 162

Ergebnis Rennen GT2 1. Bell/Melo (GB/BRA), Ferrari F430 GT, 172 Runden 2. Davison/Lieb (AUS/D), Porsche 911 GT3 RSR, 171 3. Ehret/Kaffer/Beltoise (D/D/F), Ferrari F430 GT, 169 4. Coronel/Kelleners/Vasiliev (NL/D/RUS), Spyker C8 Laviolette GT2R, 168 5. Ried/JrFelbermayr/SrFelbermayr (D/A/A), Porsche 911 GT3 RSR, 162

Punktestand Fahrer LMP2 1. Jos Verstappen, Porsche, 48 2. Peter van Merksteijn, Porsche, 38 3. Casper Elgaard, John Nielsen, Porsche, 31 4. Jan Lammers, Didier Theys, Porsche, 25 5. Matthieu Lahaye, Pierre Ragues, Pescarolo, 21

Punkte Fahrer GT2 1. Robert Bell, Ferrari, 40 2. Marc Lieb, Alex Davison, Porsche, 35 3. Gianmaria Bruni, Ferrari, 30 4. Pierre Kaffer, Pierre Ehret, Ferrari, 19 5. Ben Aucott, Ferrari, 18

Daten und Fakten
Das ist die Le Mans Series

Die 2004 erstmals ausgetragene Le Mans Series (LMS) bietet den Fans spannenden Sportwagensport. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans. In dieser Saison werden fünf Wertungsläufe auf Traditionsrennstrecken in Europa gefahren. Die Rennen gehen über die Distanz von 1.000 Kilometern. Die LMS ist das europäische Gegenstück zur American Le Mans Series (ALMS) in den USA und Kanada.

Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Sportfahrzeug-Kategorien: Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen eingeteilt:

Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm (in der ALMS: 750 PS/925 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,2 kg/PS.

Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 475 PS (mit Saugmotor) und 825 Kilogramm Mindestgewicht (in der ALMS: 475 PS/800 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,7 kg/PS. In dieser Klasse startet der Porsche RS Spyder.

Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 650 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der ALMS: 650 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm).

Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 450 bis 470 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der ALMS: 450 bis 470 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm). In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start.

Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Dieses System sorgt für abwechslungsreiche und spannende Rennen mit vielen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse. Meistertitel werden in allen vier Klassen für Fahrer, Hersteller und Teams vergeben. Porsche-Werksfahrer Marc Lieb gewann 2005 und 2006 den Fahrertitel in der Klasse GT2.

Der RS Spyder ist in dieser Saison erstmals in der Le Mans Series am Start.

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