Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Im Porträt: Vera Zvonareva: Der harte Weg zurück

(lifePR) (Stuttgart, ) Das Leben eines Tennisprofis ist ein heikles. Nichts ist vorhersehbar. Das hat Vera Zvonareva sicherlich nie erwartet: Nachdem sie 2004 die Top Ten der WTA-Weltrangliste erreicht hatte, kämpfte die Russin kurze Zeit später darum, unter den 100 besten Tennisspielerinnen der Welt zu bleiben.

Die Bronzemedaillengewinnerin von Peking war schon immer eine sehr emotionale Spielerin. Einmal wurde sogar berichtet, dass sie während des Trainings in Tränen ausbrach, weil der freie Fall in der Rangliste ihr dermaßen zu schaffen machte. Doch dann triumphierte sie über die Top-Ten-Spielerinnen Maria Sharapova und Amélie Mauresmo in Montreal und kämpfte sich so im August 2004 bis auf Platz neun vor. Im Jahr darauf siegte sie in Memphis. Mitte April 2005 begann dann ihr Abstieg – mit Niederlagen gegen Spielerinnen, die weit hinter ihr platziert gewesen sind: Roberta Vinci, die Nummer 111, Akiko Morigami, die Nummer 72 und Ting Li, die Nummer 157. Mitte des Jahres 2006 glich Vera Zvonarevas Karriere einem Scherbenhaufen. Erst ab Juni 2008 ging es wieder aufwärts. Sie gewann das Vorbereitungsturnier auf Wimbledon in Birmingham. Der Sieg brachte eine Verbesserung vom 78. auf den 47. Platz der Weltrangliste.

Nun ist sie wieder zurück unter den besten der Welt, hat ihren Top-Ten-Platz zurückerobert, eine Teilnahme an den Sony Ericsscon WTA Championshops in Doha ist in greifbarer Nähe. Und am Donnerstag siegte sie beim Porsche-Tennis-Grand-Prix eindrucksvoll mit 6:2, 6:0 über Marion Bartoli.

Wie kam es überhaupt zu dem Abstieg? Eine eindeutige Erklärung hat sie nicht. „Es war einfach eine schwierige Zeit für mich. Ich litt unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber“, sagt Zvonareva. „Ich habe das zunächst eine ganze Zeit lang gar nicht gewusst. Nachdem dann alle Tests gemacht waren, wurde mir einiges klar und ich musste sehr vorsichtig sein. Ich durfte nicht trainieren und brauchte eineinhalb Jahre, bis ich wieder meinen normalen Tagesablauf hatte. Richtig fit bin ich erst wieder nach zwei Jahren gewesen. Zu allem Pech kam dann im letzen Jahr noch eine Verletzung dazu, die mich sechs Monate lahm legte.“

Während Vera Zvonareva in der Weltrangliste abrutschte, hat sie versucht, einfach nicht daran zu denken. Hätte sie das nicht getan, wäre alles nur noch schlimmer gekommen. „Wenn du darüber nachdenkst, machst du es nur noch schlimmer und kannst nie wieder richtig gut spielen“, sagt sie. „Aber das ist natürlich alles entscheidend, um die großen Turniere zu spielen. Und ich möchte dabei sein, die Atmosphäre erleben. Aber wenn du auf den Platz gehst und ständig darüber grübelst, warum du eine so niedrige Platzierung hast, wirst du nie dein volles Potential nutzen können. Ich bin daher auf den Platz und habe mich allein auf mein Spiel konzentriert.“

Als sie bei ihrem Aufstieg zur Weltspitze gerade langsam wieder vorwärts kam, warf sie eine Verletzung am linken Handgelenk erneut zu den US Open zurück. Allerdings glaubt Zvonareva daran, dass sie diese Rückschläge noch stärker gemacht haben. Sie hat auch gelernt, ihre Emotionen zu kontrollieren und weiß, dass sie nicht jedes Match gewinnen kann. „Ich bin erfahrener und reifer“, so die Russin. „ich habe so vieles durchgemacht. Es gibt immer Höhen und Tiefen. Wenn man jung ist, glaubt man, dass immer alles so bleiben muss: man kommt nach oben, spielt gut und bleibt ganz oben. Man muss das Woche für Woche beweisen, Jahr für Jahr – auf verschiedenen Belägen, mit verschiedenen Bällen. Das ist sehr, sehr schwer. Im ersten Jahr auf der Tour realisiert man das noch gar nicht. Aber das ändert sich schnell. Insbesondere die Verletzungen haben mich stärker gemacht. Ich weiß jetzt, was ich da draußen auf dem Platz eigentlich leiste. Seine Emotionen zu zeigen, hilft manchmal und manchmal eben nicht. Ab und zu muss man seine Emotionen einfach rauslassen. Das ist Sport, das ist das Spiel – man muss das tun, anders geht es nicht. Manchmal muss man sich einfach selbst in den Hintern treten, um genug Adrenalin zu haben. Ich denke, das schaffe ich mittlerweile ganz gut.“

Zvonareva hatte das Glück, einen Coach zu haben, der sie immer unterstützt hat. „Wieder zurück zu kommen, war alles andere als einfach. Aber mein Coach hat immer an mich gegelaubt und mir geholfen, vor allem in den ganz schwierigen Momenten. Er war immer für mich da und hat mir immer zur Seite gestanden. Das hat mir geholfen, an mich selbst zu glauben – zu glauben, dass ich es wieder nach ganz oben schaffe. Manchmal sagt er zu mir, dass er stolz auf mich ist, dass ich noch dabei bin, noch immer Tennis spiele und noch immer alles gebe. Denn tatsächlich gab es Momente, in denen ich alles hinwerfen wollte. Im letzten Jahr wusste ich beispielsweise gar nicht, ob ich überhaupt wieder in der Lage sein werde, auf den Platz zu gehen. Ich habe ihm viel zu verdanken.“

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