Freitag, 09. Dezember 2016


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American Le Mans Series, 10. Lauf in Braselton (Road Atlanta), USA, Vorschau

Fünf RS Spyder beim Petit Le Mans

(lifePR) (Stuttgart, ) Das Titelrennen in der American Le Mans Series bleibt spannend bis zum Schluss. Mit dem 503 PS starken Porsche RS Spyder starten Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Frankreich) am Samstag, 4. Oktober, als Tabellenführer beim 1.000-Meilen-Klassiker Petit Le Mans. Auf der Traditionsrennstrecke von Road Atlanta wollen sie ihre Verfolger auch beim vorletzten Saisonrennen auf Distanz halten und einen weiteren Schritt in Richtung erfolgreiche Titelverteidigung machen.

"Dieses Rennen ist eine der größten Herausforderungen des Jahres", sagt Timo Bernhard, der mit Porsche auf dem 4,09 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs im US-Bundesstaat Georgia bereits drei Klassensiege feierte: 2007 mit dem RS Spyder, 2004 im 911 GT3 RSR und 2003 mit dem 911 GT3 RS. Neben den 12 Stunden von Sebring ist das Petit Le Mans das Rennen, bei dem die meisten Punkte vergeben werden. Davon wollen die amtierenden Champions profitieren. Timo Bernhard: "Unser Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu holen und uns damit eine gute Ausgangsposition für das Finale zu sichern. Das wird aber ein hartes Stück Arbeit werden." Romain Dumas, zweimaliger Klassensieger beim Petit Le Mans, kann das nur bestätigen: "Auf dieser anspruchsvollen Strecke muss man vom Start bis ins Ziel fit und voll konzentriert sein. Nur dann kann man über die volle Distanz die geforderten Höchstleistungen bringen."

Erstmals in der American Le Mans Series sind fünf RS Spyder am Start. Drei Sportprototypen mit dem neuen Benzindirekteinspritzermotor setzt Penske Racing ein. Mit der Startnummer 7 gehen Timo Bernhard und Romain Dumas ins Rennen, mit der Nr. 6 Sascha Maassen (Aachen) und Patrick Long (USA). Im dritten RS Spyder (Nr. 5) sitzen ebenfalls zwei absolute Top-Piloten: Ryan Briscoe (Australien) und Helio Castroneves (Brasilien). Briscoe war 2007 bereits als Porsche-Werksfahrer in einem Porsche RS Spyder in der ALMS unterwegs und holte Platz zwei in der Meisterschaft. Die IndyCar-Saison 2008 beendete er für das Team Penske Racing mit zwei Siegen als Fünfter der Meisterschaft. Briscoes Teamkollege Castroneves wurde Vizemeister und gewann zwei Rennen. Auch hinter der Boxenmauer sind Mitglieder des erfolgreichen IRL-Teams von Roger Penske im Einsatz. Emmanuel Collard (Frankreich), zusammen mit Timo Bernhard und Romain Dumas in dieser Saison schon Gewinner der 12 Stunden von Sebring, wird sich auf allen drei Penske-Autos qualifizieren, um bei Bedarf als dritter Fahrer einspringen zu können. Die RS Spyder des von Porsche unterstützten US-Privatteams Dyson Racing mit den Startnummern 16 und 20 werden von Chris Dyson (USA) und Guy Smith (Großbritannien) sowie von Butch Leitzinger (USA) und Marino Franchitti (Großbritannien) gefahren.

"Mit dem Einsatz eines dritten RS Spyder sorgt Penske Racing auf der Zielgeraden der Saison für zusätzliche Spannung", sagt Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. Fünf RS Spyder in einem Rennen - das ist ein weiteres Highlight in der American Le Mans Series, die in dieser Saison ein Leistungsniveau erreicht hat, das aus seiner Sicht jedem internationalen Vergleich standhält. Hartmut Kristen: "Die Fans erleben hier mit den besten Motorsport, der weltweit geboten wird."

Das gilt nicht nur für die Sportprototypen, sondern auch für die leicht modifizierten Seriensportwagen, die sich in der Klasse GT2 packende Duelle liefern. Auch da ist die Titelentscheidung noch nicht gefallen. An der Spitze der Punktewertung liegen mit komfortablem Vorsprung Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Wolf Henzler (Nürtingen), die mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Flying Lizard Motorsports bereits vier Saisonsiege in Sebring, Salt Lake City, Lime Rock und Detroit feierten.

Das Petit Le Mans startet am Samstag, 4. Oktober, um 11.15 Uhr Ortszeit (17.15 Uhr MESZ) und geht über 1.000 Meilen mit einer Höchstdauer von zehn Stunden.

Daten und Fakten

Das ist die American Le Mans Series

Die 1999 ins Leben gerufene American Le Mans Series (ALMS) bietet den Fans spannenden Sportwagensport. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans. In dieser Saison werden elf Rennen in den USA und Kanada gefahren. Die traditionellen Höhepunkte sind die 12 Stunden von Sebring und das 1000-Meilen-Rennen "Petit Le Mans" in Road Atlanta. Die meisten Rennen dauern 2:45 Stunden. Die ALMS ist das amerikanische Gegenstück zur in Europa beheimateten Le Mans Series (LMS).

Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Sportfahrzeug-Kategorien: Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen eingeteilt:

Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem Mindestgewicht von 925 Kilogramm (in der LMS: 750 PS/900 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,2 kg/PS.

Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 500 PS (bei Saugmotoren) und 800 Kilogramm Mindestgewicht (in der LMS: 500 PS/825 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,6 kg/PS. In dieser Klasse startet der Porsche RS Spyder.

Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 650 PS und einem hohen Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der LMS: 650 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm).

Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 450 bis 470 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der LMS: 450 bis 470 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm). In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start.

Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Dieses System sorgt für abwechslungsreiche und spannende Rennen mit vielen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse. Meistertitel werden in den Klassen LMP1 und LMP2 für Fahrer, Chassis- und Motorenhersteller, Teams und Reifenlieferanten vergeben, in den Klassen GT1 und GT2 für Fahrer, Automobilhersteller und Teams. Porsche gewann mit dem RS Spyder sowohl 2006 als auch 2007 die Meistertitel für Fahrer (Sascha Maassen/Lucas Luhr bzw. Timo Bernhard/Romain Dumas) sowie für Hersteller Chassis, Hersteller Motor und Team (Penske Racing).

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