Dienstag, 06. Dezember 2016


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Schulbegleitung: Kreise behindern Inklusive Schule

(lifePR) (Kiel, ) Menschen mit Behinderung sollen ungehindert am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Auch Kinder mit einer Behinderung sollen in gleicher Art und Weise an schulischer Bildung teilhaben können wie gleichaltrige Kinder ohne Behinderung - so die Idee der Inklusion. Der Anspruch der Landespolitik, die Inklusion auch an den Schulen in Schleswig-Holstein umzusetzen, bleibt derzeit allerdings auf der Ebene einiger Kreise stecken:

Anträge auf Schulbegleitung sind seit Wochen nicht bearbeitet worden und Bewilligungen, die jetzt endlich verschickt werden, gelten nur für kurze Zeit und unter Vorbehalt.

Aus zahlreichen Rückmeldungen und Kopien von Amtsschreiben an betroffene Eltern ergibt sich eine Situation, die die Grundidee, die das Bildungsministerium in seinem Konzept 'Inklusive Schule' verfolgt, auf den Kopf stellt.

Statt Eltern und Schülern eine inklusive Beschulung zu ermöglichen, wird der Schulbesuch erschwert. Einige Kreise schaffen mit ihrer aktuellen Bewilligungspraxis der Schulbegleitung eine systematische Unsicherheit.
- So wurden Anträge, die vor Monaten gestellt wurden, bis heute nicht bearbeitet und werden wahrscheinlich einige Familien vor den Schulferien auch nicht mehr erreichen.
- Die meisten Kreise verschicken vorläufige Bewilligungen. Diese gelten z.T. nur für wenige Wochen
- Die Bewilligungen enthalten den Hinweis, dass mit Arbeitsbeginn der neuen Schulassistenten die Schulbegleitung wegfallen wird.

"Wir beobachten derzeit, dass Eltern von Kindern mit Behinderung verunsichert und verzweifelt sind. Zu der hohen Last, die diese Eltern ohnehin tragen, kommt jetzt noch die Ungewissheit, wie es im nächsten Schuljahr sein wird", so der Vorstand des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Schleswig-Holstein, Günter Ernst-Basten.

Der PARITÄTISCHE weist mit Nachdruck auf die unsichere Situation von Eltern und Schülern mit Behinderung hin.

"Das Handeln einiger Kreise ist juristisch nicht haltbar, konterkariert die Bemühungen des Landes um Inklusion in den Schulen und ist gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern menschlich verwerflich", so Ernst-Basten.

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