Freitag, 09. Dezember 2016


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NORD/LB weiter im Vorwärtsgang

(lifePR) (Hannover, ) .
- Ergebnis von über 200 Mio. Euro vor Steuern im ersten Halbjahr 2008
- Folgen der Finanzkrise gut abgefedert
- Erfolgreiche Deals in Wachstumsbranchen

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008 im Konzern ein deutlich positives Ergebnis in Höhe von 208 Mio. Euro vor Steuern erzielt. Dies geht aus dem Halbjahresbericht der Bank nach IFRS hervor. Das Ergebnis nach Steuern erreichte 160 Mio. Euro und liegt damit bereits über der Hälfte des Ergebnisses für das gesamte Geschäftsjahr 2007 (304,5 Mio. Euro), obwohl letzteres nur in der zweiten Jahreshälfte durch die weltweite Finanzkrise beeinflusst worden war.

"Die NORD/LB befindet sich im Vorwärtsgang und gewinnt im operativen Geschäft weiter an Fahrt", erklärte der Vorstandsvorsitzende der NORD/LB, Dr. Hannes Rehm. "Die Finanzkrise sorgt zwar für ein schwieriges Marktumfeld und bremst von daher unser Wachstum, aber wir erzielen weiterhin respektable operative Ergebnisse und steigern unsere Erträge.

Trotz stürmischer Zeiten bleiben wir auf Erfolgskurs. Unser Geschäftsmodell hat sich auch in dieser schwierigen Zeit bewährt."

Operative Erträge deutlich verbessert

Insbesondere bei den operativen Erträgen zeigt das Halbjahresergebnis deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Zinsüberschuss des Konzerns stieg um 6 Prozent auf 706 Mio. Euro (1.Halbjahr des Vorjahres: 669 Mio. Euro), obwohl die Märkte im ersten Halbjahr des Vorjahres noch nicht durch die Finanzkrise betroffen waren.

Dieser Zuwachs erklärt sich insbesondere durch erfolgreich ausgeweitetes Neugeschäft. Die Risikovorsorge beläuft sich auf -75 (55) Mio. Euro. Sie wird maßgeblich geprägt durch eine Wertberichtigung im Zusammenhang mit Settlement-Schwierigkeiten aus einem nicht erfüllten Kundengeschäft (-71 Mio. Euro). Im Vorjahreszeitraum hatten die Auflösungen von Wertberichtigungen noch die Zuführungen überkompensiert.

Der Provisionsüberschuss stieg um 7 Prozent auf 88 (82) Mio. Euro. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (einschließlich Hedge Accounting) erreichte mit -155 (28) Mio. Euro einen negativen Wert, der maßgeblich auf das außerordentlich schwierige Marktumfeld der internationalen Finanzkrise zurückzuführen ist, während der Vorjahreswert hiervon noch völlig unberührt war. Ähnliches gilt für das Ergebnis aus Finanzanlagen, das sich auf -37 (8) Mio. Euro belief.

Der Verwaltungsaufwand blieb mit 412 (406) Mio. Euro konstant. Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Unternehmen betrug 33 (59) Mio. Euro. Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg auf 60 (42) Mio. Euro.

Das Betriebsergebnis vor Steuern erreichte für den Konzern in der Folge 208(537) Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 160 (343) Mio.

Euro. Auch hier ist zu berücksichtigen, dass die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreszeitraum auf Grund der danach eingetretenen Finanzkrise nur sehr eingeschränkt möglich ist. Gleichwohl hat die NORD/LB im Zuge der Finanzkrise keine tatsächlichen Abschreibungen oder Ausfälle zu verzeichnen, so dass die ohnehin sehr volatilen Bewertungseinflüsse auf das Ergebnis grundsätzlich vorübergehender Natur sind.

Die Cost-Income-Ratio (CIR) lag im ersten Halbjahr bei 56,3 (46,2) Prozent.Der Return-on-Equity (RoE) belief sich auf 7,4 (21,2) Prozent. Die Bilanzsumme des Konzerns stieg auf 238,9 Mrd. Euro (Jahresultimo 2007:201,5 Mrd. Euro). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Halbjahresergebnis 2008 erstmals auch die Deutsche Hypothekenbank(Actien-Gesellschaft) konsolidiert wurde, an der die NORD/LB nunmehr über 98 Prozent hält. Das Kreditvolumen erhöhte sich auf 191,8 (165,5) Mrd.Euro. Das aufsichtsrechtliche Eigenkapital betrug 9,5 (9,3) Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote liegt mit 7,9 (7,0) Prozent auf komfortablem Niveau.

Forcierter Antritt in Wachstumsbranchen

"Die NORD/LB ist und bleibt eine kundenorientierte Bank", betonte Rehm."Wir verbreitern unsere Kundenbasis und akquirieren weiter offensiv Neugeschäft. Wir setzen mit einer vernünftigen Diversifizierung unserer Ertragsquellen und einer konservativen Risikopolitik auf ein nachhaltiges, langfristig angelegtes Wachstum unserer Erträge statt auf kurzfristige Effekte."

Im ersten Halbjahr konnte die NORD/LB zwei Rekorde aus dem vergangenen Jahr schon wieder einstellen: Mit der Finanzierung der weltweit ersten fünf Airbus 380-Flugzeuge mit einem Volumen von 800 Mio. Euro sowie von zwölf Spezialschiffen für das niedersächsische Unternehmen Hartmann Logistik mit einem Volumen von 420 Mio. Euro wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres erneut die jeweils größte Flugzeug- und Schiffsfinanzierung in der Geschichte der Bank abgeschlossen. Mit dem Start der als teilrechtsfähige Anstalt in der Anstalt neu aufgestellten Braunschweigischen Landessparkasse wurde das Profil im Retailgeschäft deutlich geschärft. Durch die Akquisition der Deutschen Hypothekenbank wiederum hat das Finanzierungsgeschäft für gewerbliche Immobilien einen spürbaren Schub erhalten.

"Die NORD/LB forciert ihren Marktantritt insbesondere in Wachstumsbranchen, in denen sie seit längerem und mit strategischem Ansatz einen besonderen Kompetenz- und Vertrauensvorsprung aufgebaut hat", so Rehm. Dazu zählten insbesondere die Bereiche Transport und Logistik (vor allem Schiffs- und Flugzeugfinanzierung), Energie (insbesondere Erneuerbare Energien, z.B.

Solar- und Windenergie), In­frastruktur (z.B. in Public-Private-Partnership-Projekten) und Immobilien Banking. Deutlich verstärkt werde derzeit außerdem das Augenmerk auf die Wachstumsbranche des nationalen und internationalen Schienenverkehrs. Zugleich setze die NORD/LB weiterhin offensiv auf das angestammte Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, auf den engen Verbund mit den Sparkassen, auf das Finanzmarkt-Geschäft mit institutionellen Kunden, auf das Retailgeschäft in der Region Braunschweig und die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand.

Weiterhin werde das Nordosteuropa-Geschäft, das durch das Joint Venture Bank DnB NORD betrieben wird, weiter ausgebaut. "In allen diesen Feldern verfügt die NORD/LB über ein ausgeprägtes Know-how und langjährige Erfahrung. Hier sehen wir beachtliches Potenzial für nachhaltige Ertragssteigerungen", betonte Rehm.

Ausblick

Die Bank rechnet nach Aussage von Rehm mit weiteren Zuwächsen vor allem im Zins- und Provisionsgeschäft im In- und Ausland. Das Handelsgeschäft werde weiterhin von der Finanzmarktkrise und allgemeinen Baisse-Tendenzen an den Aktienmärkten belastet, eine tragfähige Prognose sei aber angesichts der Ungewissheit über die weitere Marktentwicklung schwierig. "Es deutet alles darauf hin, dass wir die Auswirkungen der Finanzkrise weiterhin gut abfedern können", betonte Rehm. Nach wie vor gebe es im Wertpapier-Portfolio keinerlei Ausfälle zu verzeichnen. "Sofern sich das Marktumfeld nicht signifikant verschlechtert, sind wir zuversichtlich, das Geschäftsjahr trotz der andauernden Finanzkrise mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau abschließen zu können."

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