Freitag, 09. Dezember 2016


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«Biologische Vielfalt - Reichtum des Lebens»

Der Natur- und Tierpark Goldau eröffnet im Internationalen Jahr der Biodiversität eine neue Jahresausstellung

(lifePR) (Goldau, ) Biologische Vielfalt ist unsere Lebensgrundlage -doch sie wird immer kleiner. Deshalb hat die UNO 2010 zum «Internationalen Jahr der Biodiversität» ausgerufen. Der Natur- und Tierpark Goldau macht mit vielfältigen Aktionen auf die Bedeutung der Biodiversität aufmerksam. Und er fordert dazu auf, sich für die Erhaltung der Vielfalt zu engagieren. Vielfalt ist Leben - was bedeutet Biodiversität? Biologische Vielfalt wird oft mit Artenvielfalt gleichgesetzt. Zur Biodiversität zählen aber auch die Vielfalt der Ökosysteme und die genetische Vielfalt innerhalb einer Art. Die Bedrohung der Biodiversität ist ein Problem, das nicht nur Fachleute interessieren sollte - denn eine vielfältige Natur bleibt unsere unmittelbare Lebensgrundlage und diejenige unserer Nachkommen. Gesunde Ökosysteme versorgen uns mit sauberem Trinkwasser, ein Drittel unserer Nahrungsmittel beziehen wir von Pflanzen, die durch wild lebende Tiere bestäubt werden. Da wir uns von Lebewesen ernähren, ist eine hohe genetische Vielfalt für uns auch eine Rückversicherung; gäbe es beispielsweise weltweit nur noch eine Reissorte, könnte bereits eine einzige Schädlingsart zur Katastrophe führen. Weil uns viele Lebewesen und komplexe Zusammenhänge noch völlig unbekannt sind, wissen wir auch nicht, was wir bei einem Verlust der Biodiversität riskieren - auch hinsichtlich noch nicht entdeckter Heilstoffe oder Nahrungsmittel.

Buntes Programm des Natur- und Tierpark Goldau

Der Natur- und Tierpark Goldau engagiert sich aktiv für die biologische Vielfalt und den Erhalt heimischer Arten deshalb eröffnet er die neue Jahresausstellung "Biologische Vielfalt - Reichtum des Lebens" und zeigt mit zahlreichen Veranstaltungen auf, warum Biodiversität auch für uns Menschen (über-)lebenswichtig ist. Die Ausstellung geht vor allem auf die heimische Biodiversität ein, behandelt den Genpool alter Haustierrassen ebenso wie die Bedeutung des Schutzwaldes oder von Wildbienen. Bis in den Winter hinein finden zudem unzählige Begleitveranstaltungen, Führungen und spezielle Workshops für Schulklassen statt. Interaktive Entdeckerstationen laden zur spielerischen Auseinandersetzung mit dem Thema ein. «Mit unseren Aktivitäten wollen wir unseren Besucherinnen und Besucher auf einfache und spannende Weise aufzeigen, dass Biodiversität direkt vor unserer Nase zu finden ist und uns alle betrifft», erklärt die Tierpark-Direktorin Anna Baumann. «Und wir wollen sie zum raschen, zielgerichteten Handeln auffordern.»

Zoos als wichtige Multiplikatoren

Um wieder stärker auf die Bedeutung der Biodiversität aufmerksam zu machen, hat die UNO 2010 zum «Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt» erklärt und es unter das Motto «Biodiversität ist Leben» gestellt. In der Schweiz wurde das Jahr der Biodiversität am 12. Januar von Bundesrat Moritz Leuenberger und Ständeratspräsidentin Erika Forster lanciert. Für das Internationale Jahr der Biodiversität engagiert sich auch zooschweiz, der Verein der wissenschaftlich geleiteten zoologischen Gärten der Schweiz. Ihm gehören der Natur- und Tierpark Goldau, der Zoo Basel, der Wildnispark Zürich und der Zoo Zürich an. Alle diese beliebten Institutionen haben sich einen Namen als Natur- und Artenschutzzentren gemacht. Sie bieten bedrohten Tierarten ein artgerechtes Leben, beteiligen sich am Schutz gefährdeter Lebensräume und an Auswilderungsaktionen; der Natur- und Tierpark Goldau hat zum Beispiel bei der Wiederansiedlung des Bartgeiers im Alpenraum Pionierarbeit geleistet und beteiligt sich jetzt auch an der Auswilderung des Wisent, des eindrücklichen europäischen Urrinds. Die wichtigste Aufgabe der Zoos bleibt aber die Sensibilisierung der Besucherinnen und Besucher für Umweltthemen; da sie in der Schweiz jährlich über fünf Millionen Besuchende zählen, kommt ihnen dabei eine führende Rolle zu.

Der Verlust der Biodiversität hat Folgen - aber welche?

Seit vielen Jahren ist uns bewusst, dass der Afrikanische Elefant, der Sibirische Tiger, die Orang- Utans oder verschiedene Haiarten vom Aussterben bedroht sind. Doch weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit findet das grosse Sterben der Arten längst statt. Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stellt jährlich eine Liste der bedrohten Arten zusammen. Sie kommt zum Schluss: Etwa ein Viertel aller Säugetierarten und sogar ein Drittel der Amphibienarten sind vom Aussterben bedroht. Bei vielen anderen Pflanzen- und Tierarten sieht es nicht besser aus. Zwar hat es schon immer aussterbende Arten gegeben, doch seit einigen hundert Jahren trägt der Mensch wesentlich dazu bei, dass die Vielfalt des Lebens rapide abnimmt. Nach Schätzungen des UN-Umweltprogramms (UNEP) sterben täglich zwischen 100 und 150 vorwiegend noch nicht erforschte Arten aus - ohne menschlichen Einfluss wäre diese Zahl bis zu tausendmal kleiner. Bedrohung Nummer eins für die biologische Vielfalt ist der Verlust an Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Auch in der Schweiz wird die biologische Vielfalt vor allem durch die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, die Zerstückelung von Lebensräumen oder deren Überbauung bedroht - aber auch durch die Verschmutzung der Umwelt und die Beeinträchtigung der Fliessgewässer. Eine neue Auflistung des Bundesamtes für Umwelt belegt, dass nur etwa die Hälfte aller hier vorkommenden Brutvögel, Heuschrecken, Libellen oder Blütenpflanzen als nicht gefährdet gilt. Der Verlust der Biodiversität ist also nichts, was sich im entfernten Amazonas abspielt - sondern gleich vor unserer Haustür.

Gute Vorsätze reichen nicht

Auch eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage belegt, wie sehr die Natur den Menschen am Herzen liegt: Über 90 Prozent der Europäer fühlen sich verpflichtet, die biologische Vielfalt zu erhalten. Trotzdem passiert viel zu wenig. Seit 1992 gehört der Begriff der Biodiversität zum politischen Vokabular - in jenem Jahr wurde auf dem Erdgipfel das «Übereinkommen über die biologische Vielfalt» ausgehandelt. Bis heute haben 190 Staaten diese Konvention ratifiziert, darunter auch die Schweiz. Das Übereinkommen verlangt von den Vertragsstaaten unter anderem die Identifizierung, die Überwachung und den Schutz der biologischen Vielfalt. Mit der Umsetzung der Konvention hapert es allerdings fast überall gewaltig; die Vertragsstaaten sind zwar zur Einhaltung verpflichtet, aber nicht dazu gezwungen. Angesichts der Wirtschaftskrise sind Umweltfragen jetzt erst recht wieder in den Hintergrund gerückt. Dabei wäre rasches Handeln dringend angezeigt - denn gute Vorsätze allein retten keine einzige Tier- und Pflanzenart.

Weiterführende Links:
- www.tierpark.ch /Die Webseite des Natur- und Tierparks Goldau mit allen Informationen zu den Veranstaltungen im Tierpark.
- www.biodiversitaet2010.ch /Die Webseite zum «Internationalen Jahr der Biodiversität» in der Schweiz mit Informationen und einem Veranstaltungskalender.
- www.zoos.ch /Die Webseite des Vereins der wissenschaftlich geleiteten zoologischen Gärten der Schweiz.

Natur- und Tierpark Goldau

1925 wurde in der pittoresken Landschaft, die einst der Goldauer Bergsturz formte, der Natur- und Tierpark Goldau gegründet. Er ist Mitglied des Vereins zooschweiz und ein Unikum in der Schweizer Zoolandschaft: Das Gelände spielt eine viel wichtigere Rolle als in anderen Tierparks, gezeigt werden zudem ausschliesslich einheimische und europäische Tiere. Auf rund 34 Hektaren ursprünglicher Natur leben Hirsche, Wölfe, Bären, Luchse und Greifvögel - insgesamt rund 100 Wildtierarten. Die Besuchenden können die Tiere während 365 Tagen im Jahr beobachten. Für Jung und Alt gibt es zudem viel zu erleben: Attraktive Rastplätze, spannende Führungen und vor allem die weitläufigen Freilaufzonen, in denen man Sikahirsche und Moufflons füttern darf. 2009 eröffnete der Natur- und Tierpark sein Erweiterungsgelände mit einer vier Hektar grossen, spektakulären und europaweit einmaligen Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf.

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