Dienstag, 06. Dezember 2016


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Munterer Nachwuchs bei den Kegelrobben

(lifePR) (Wilhelmshaven, ) Als ein Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Anfang Dezember die Kachelotplate besuchte, bot sich ihm ein höchst erfreuliches Bild: Mehrere junge Kegelrobben lagen dort mit ihren Müttern am Strand. Manche der Babies waren so jung, dass die Nabelschnur noch nicht abgefallen war. Ein zweiter Besuch 14 Tage später bestätigte den positiven Eindruck: Der "Kindergarten" ist bereits auf 30 bis 40 Jungtiere angewachsen! Der Nachwuchs zeigte sich munter und gut genährt. In den ersten Lebenswochen legen junge Kegelrobben, dank der fetthaltigen Muttermilch, täglich bis zu 2 Kilogramm an Gewicht zu. Erst wenn sie durch eine ausreichend dicke, wärmende Fettschicht geschützt sind, werfen sie den weißen Geburtspelz ab und erobern die kalte Nordsee.

Dokumentiert wurde die Kegelrobben-Kolonie auf der Kachelotplate von Richard Czeck, Robbenexperte bei der Nationalparkverwaltung. Aus großer, für die Tiere störungsfreier Entfernung hat er Jung- und Alttiere beobachtet und das muntere Treiben per Kamera mit einem starken Teleobjektiv festgehalten. So weiß er auch von der "Gruppendynamik" in der Kolonie zu berichten. Natürlich gibt es da auch mal "Zoff" - zum Beispiel, wenn sich ein Kegelrobben-Bulle einem Weibchen nähert, das aber gerade keine Lust auf Flirten hat, solange noch ein Kind aufzuziehen ist. Da müssen die Kleinen zusehen, dass sie nicht zwischen die bis zu 300 kg (Bullen) schweren Fronten geraten!

Die Beobachtungen auf der Plate decken sich mit dem Ergebnis des ersten von drei Kegelrobben-Zählflügen in diesem Winter. Der nächste folgt in diesen Tagen, der letzte Anfang Januar. Zur Haarwechselzeit im März / April werden zwei weitere Zählflüge durchgeführt.

Die Fotos dokumentieren auch die große natürliche Dynamik, der die vom Menschen unbeeinflusste Kachelotplate unterliegt: Wo letztes Jahr noch junge Dünengürtel waren, ist jetzt wieder flacher Strand - ein ständiges Werden und Vergehen. Für die Kegelrobben kann das bedeuten, dass die hochwasserfreien Plätze, die als Kinderstube geeignet sind, auch wieder verloren gehen. Umso wichtiger ist es, auch andernorts, auf den Inseln, Geburtsplätze für Kegelrobben zu sichern. Bislang hat das sehr gut funktioniert: Spaziergänger hielten gebührenden Abstand von den Wurfplätzen, wenn diese entsprechend gekennzeichnet waren, so dass Mutter und Kind nicht gestört wurden.

In der letzten Saison wurden insgesamt 29 junge Kegelrobben gezählt. Mit Spannung wird beobachtet, wie viele in diesem Winter den Sprung ins kalte Wasser schaffen.

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