Freitag, 09. Dezember 2016


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PUSH Münsterland zeigt Unternehmen, wie sie mit innovativem Service gegen Wettbewerber gewinnen

20 Betriebe beteiligten sich erfolgreich am Projekt

(lifePR) (Greven, ) Wenn die Münstermann GmbH & Co. KG aus Telgte eine Anlage verkauft, ist es dank einer Hochschulkooperation mit der FH Münster nicht mehr das wichtigste Ziel, den vermeintlich günstigsten Preis dafür zu machen. Das Unternehmen bietet stattdessen den Sprühtrockner oder die Wärmebehandlungsanlage an, die mittels einer Serviceleistung der Hochschule am besten zu den Anforderungen des jeweiligen Kunden passt - und gewinnt damit immer häufiger gegen die Konkurrenz. Produkt-Servicekombination nennen die Wirtschaftswissenschaftler diesen Wettbewerbsvorteil, der in Zeiten, in denen globale Firmen mal eben dasselbe Produkt für zwei Drittel des Preises anbieten, immer wichtiger wird - und im Zentrum des Projektes PUSH Münsterland (Produkt-Servicekombinationen entwickeln und nutzen) steht.

Rund 20 Unternehmen aus dem gesamten Münsterland haben in den vergangenen zwölf Monaten dank der Koordination des Münsterland e.V. mit Unterstützung von Wirtschaftswissenschaftlern der Westfälischen Wilhelms-Universität und der FH Münster an ähnlichen Ansätzen wie Münstermann gearbeitet - und ihre Produkte mit zusätzlichen Dienstleistungen ausgestattet oder ihre Dienstleistungen integriert. Am Freitag fand die Abschlussveranstaltung im Factory-Hotel in Münster statt. "Es ist schön zu sehen, wie unsere Erkenntnisse und Forschungsleistungen in der Region ihre unmittelbare Anwendung finden", sagte Prof. Thomas Baaken von der FH Münster. "Die Transferleistungen dieses Innovations-Labs werden die Wirtschaftsregion Münsterland voranbringen und ihr mehr Stabilität gegenüber Wettbewerbern aus Asien geben", erklärte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V.

Dass genau diese Transfer- und Forschungsleistungen auch nach dem Ende des Projekts weitergenutzt werden, ist einer der großen Erfolge. Denn bevor es in die konkrete Umsetzung ging, haben die Wissenschaftler der beiden Hochschulen zunächst ihre Erkenntnisse und Methoden zusammengefasst und dann für Unternehmen aufbereitet. Das Ergebnis ist einerseits ein Quick-Check-Tool als Beratungsinstrument, bei dem Unternehmen anhand eines Fragebogens analysieren können, wo ihre Potentiale für Produkt-Servicekombination liegen, und andererseits ein Handbuch für die Anwendung der wissenschaftlichen Methoden. "Das PUSH-Handbuch zeigt, dass wir Instrumente und Methoden für alle Situationen anbieten können - von der kompletten Umstrukturierung der Konzernstruktur bis zur kleinsten Serviceinnovation", sagt Dr. Martin Matzner von der WWU Münster. Dank der nun erprobten Anwendung erkennen die Partner an den Hochschulen nicht nur schnell, wo das Problem liegt, sondern sie setzen direkt dort an. "Wenn ein Unternehmen einen Partner sucht, können wir mit unserem Tool strukturiert die Eigenschaften des idealen Kandidaten ermitteln. Wenn ein Unternehmen schon selbst etwas Marktfähiges entwickelt hat, aber niemand darauf aufmerksam wird, helfen wir beim Marketing", erklärt Baaken.

Die Wirtschaftsförderungen im Münsterland sind als Projektpartner und -unterstützer ebenfalls für die Vorteile von Produkt-Service-Kombinationen sensibilisiert worden. Da sich einige Mitarbeiter während des Projekts zu Ansprechpartnern in diesen Fragen haben ausbilden lassen, besteht auch hier das Angebot für Unternehmen weiter. "Dank PUSH Münsterland konnten wir die hochkomplexe Materie für die Unternehmen greifbar machen", sagt Christian Holterhues von der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH.

PUSH Münsterland ist ein Verbundprojekt von Münsterland e.V., Westfälische Wilhelms-Universität Münster, FH Münster, Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH. Es wird gefördert durch das NRW-Wirtschaftsministerium, die Europäische Union und die Regionale 2016. Projektunterstützter sind die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH, Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH, Technologieförderung Münster und das INCA-Technologiezentrum Ascheberg.

MÜNSTERLAND e. V.

Aktiven Tourismus, innovative Wirtschaft, bedeutende Wissenschaft und inspirierende Kultur - all das fördert der Münsterland e.V. als eine der stärksten Regionalmanagement-Initiativen Deutschlands. Rund 30 Beschäftigte arbeiten daran, die Region für ihre 1,6 Millionen Einwohner weiter zu entwickeln. Zu den Mitgliedern gehören rund 200 Unternehmen aus verschiedenen Branchen des Münsterlands, Kammern, Institutionen und Verbände sowie die Stadt Münster, die 65 Städte und Gemeinden aus den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf und einige Nachbarstädte des Münsterlandes. Als Schnittstelle zwischen dem Münsterland und EU, Bund und Land koordiniert und übersetzt der Münsterland e. V. europa-, bundes- und landespolitische Ziele und Programme der Strukturförderung passgenau auf das Münsterland. Die Regionalagentur beim Münsterland e. V. setzt gemeinsam mit Partnern Förderprojekte des Arbeitsministeriums NRW um.

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