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Die Beine auf Hochtouren
Im Bike-Mekka Montafon findet jeder die richtige Strecke und das richtige Rennen
Die Beine brennen. Der Anstieg will kein Ende nehmen. Es sind aber noch über 1.000 Höhenmeter zu bestreiten - obwohl schon gut 2.000 gefahren sind. Das jubelnde Publikum spornt zu Höchstleistungen an. Keine Zeit zum Jammern. Nicht im Rennen. Weiter kämpfen, die steile Strecke ist zwar bezwungen, aber von der Abfahrt trennt die Rennfahrer noch eine lange Tragepassage. Die Teilnehmer bestreiten die große Distanz des M³ Montafon Mountainbike Marathons mit 120 Kilometern und 4.200 Höhenmetern.
Rückblende: Vor einer Woche wirkte die gleiche Strecke, als offiziell ausgeschriebene Mountainbike-Tour noch viel einfacher. Kein Wunder, denn das Tempo war langsamer, die Biker haben nur einen Teilabschnitt der Rennstrecke zum Befahren ausgewählt und genügend Zeit, den Ausblick zu genießen, blieb auch. Kurz ausruhen, den Beinen eine Pause gönnen, vielleicht in die Hütte einkehren und einen Kaiserschmarrn genießen. Das nimmt selbst einer großen Tour den Schrecken.
Der M³ Montafon Mountainbike Marathon
Die Gelegenheit, ein Rennen zu bestreiten, hat jeder sportliche Mountainbiker vom 27. bis 28. Juli beim M³ Montafon Mountainbike Marathon. Im vergangenen Jahr gingen 538 Teilnehmer aus 16 Nationen an den Start. Bei drei verschiedenen Routen findet jeder Biker, vom sportlichen Tourenfahrer bis zum Rennprofi, seine Herausforderung. Die kurze Runde M1 mit 26 Kilometern und 970 Höhenmetern richtet sich vor allem an Renneinsteiger und ist mit einer guten Tourenfitness zu bewältigen. Die mittlere Strecke M² führt über 65 Kilometer und 2.400 Höhenmeter. Alles von den Teilnehmern fordert die lange Strecke M³ mit 120 Kilometern und 4.200 Höhenmetern inklusive knackiger Anstiege und anspruchsvoller Trails. Die Wettkämpfer sitzen etwa sechs Stunden im Sattel.
Eingebettet in den M³ Montafon Mountainbike Marathon finden erstmals die Österreichischen Meisterschaften im Montafon statt. So kämpfen die Herren auf der Strecke M³, die Damen auf M² und die Junioren auf M1 um den Meistertitel.
Nicht nur für Profis
Die gute Nachricht für alle Biker, denen eine Tour über 4.000 Höhenmetern zu viel ist und die ihr Rad nicht eine Stunde schieben und tragen wollen: Das Montafon hat mit seinen über 850 Kilometern Streckennetz und 28 gut beschilderten Rundtouren für jeden Genussfahrer und Anfänger das richtige Angebot. Ein guter Tipp für Einsteiger ist die Silvretta-Bike-Safari-Tour. Mit der Vermuntbahn kommen die Biker einfacher auf den Berg - dort können sie die Aussicht in vollen Zügen genießen und haben noch genug Konzentration für die Abfahrt. Unsichere Biker können auf eine leichtere Variante ausweichen. Ein Höhepunkt auf der Silvretta-Bike-Safari-Tour ist die abenteuerliche Fahrt durch den Trominiertunnel. Der Blick von der Silvretta-Bielerhöhe - mit 2.037 Meter der höchste Punkt der berühmten Silvretta-Hochalpenstraße - bietet einmal mehr ein wunderschönes Panorama.
Eine spannende Kombination aus Wandern und Radfahren ermöglicht die Bike und Hike Tour, die jeden Mittwoch angeboten wird. Vom Aktivpark Montafon in Schruns-Tschagguns geht es über Vandans nach Golm auf 1.500 Meter. Von dort werden die letzten 400 Höhenmeter Aufstieg ohne das Rad auf das Kreuzjoch zurückgelegt. So bleibt genug Zeit, die schöne Landschaft zu Fuß zu erleben, und dennoch muss nicht auf den Spaß der Abfahrt verzichtet werden.
Cluburlaub für Aktive
Sämtliche Touren sind über den Aktivclub Montafon buchbar. Ein Angebot, das von jedem dritten Gast im Montafon genutzt wird. Die Buchung in einem der zahlreichen Partnerhotels oder bei Partnergastgebern ist von Mai bis Oktober möglich. Alle geführten Mountainbike-Touren des Aktivclubs werden von erfahrenen Guides begleitet. Dank guter Beschilderung sowie einem Roadbook, das in allen Tourismus-Centren gekauft werden kann und wichtige Infos über die Touren bietet, kann aber auch jeder das Montafon auf eigene Faust erkunden. Damit dabei die passende Route gefunden wird, sind alle 28 Touren in drei Schwierigkeitsstufen (5 blau, 19 rot, 6 schwarz) unterteilt. Die einfacheren Wege im Tal eignen sich perfekt, um im Grundlagenbereich zu trainieren, die leichten Anstiege im nördlichen Bereich sind ideal, um die Kraftausdauer zu steigern. Die harten Trails sind wie gemacht für das Intervalltraining. "Für mich ist das Montafon ein super Gebiet, und ich freue mich immer wieder, in den heimischen Bergen zu trainieren", sagt der Montafoner Mountainbike-Profi Tobias Jenny.
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