Sonntag, 04. Dezember 2016


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Massiver Ausbau der Ausbildungsplatzakquisition in Migrantenbetrieben

(lifePR) (Kiel, ) Die Ausbildungsplatzakquisition in Migrantenbetrieben wird in Schleswig-Holstein massiv ausgebaut. Statt bislang einem werden künftig vier Berater/innen eingesetzt, um mehr Lehrstellen in Unternehmen mit ausländischem Hintergrund zu schaffen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt auch die drei neuen Akquisiteure mit je 62.000 Euro pro Jahr aus Mitteln des Zukunftsprogramms Arbeit. Wirtschaftsminister Jost de Jager sagte dazu heute (18. März) in Kiel: "Wir beobachten einen gewissen Trend, dass wesentlich weniger Jugendliche mit Migrationshintergrund eine Berufsausbildung abschließen als Deutsche. Außerdem stellen wir fest, dass in Migrantenbetrieben, weitaus weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden als in deutschen Unternehmen."

Da schon heute jeder fünfte Einwohner Schleswig-Holsteins einen sogenannten Migrationshintergrund habe und bei Kindern bis zehn Jahren der Anteil sogar bei 30 Prozent läge, bestehe dringender Handlungsbedarf. "Mit Hilfe der Ausbildungsplatz-Akquisiteure wollen wir Unwissenheit und Unsicherheit bei den Unternehmensinhabern abbauen und die Voraussetzungen, den Wert und die Möglichkeiten der dualen Berufsausbildung vermitteln", so der Minister.

Die drei neuen Stellen für die Akquisition in Migrantenbetrieben sind im Raum Lübeck / Elmshorn angesiedelt: eine der Stellen bei der IHK zu Lübeck (Betreuung des östlichen Hamburger Randgebietes) sowie zwei weitere bei der Türkischen Gemeinde in Schleswig- Holstein e.V. (TGS-H) für die Gebiete in und um Elmshorn und Lübeck. Sie ergänzen die Arbeit der bereits seit 2007 bei der IHK zu Kiel angesiedelten Stelle von Philipp Schulz. Die beiden neuen Träger legen großen Wert darauf, dass die AkquisiteurInnen den selben kulturellen Hintergrund wie viele der Betriebsinhaber haben, um den Zugang zu erleichtern, ggf. auftretende sprachliche oder kulturelle Missverständnisse zu vermeiden und ein unmittelbares Vertrauensverhältnis aufbauen zu können.

Bei der IHK zu Lübeck ist Herr Bülent Türkyilmaz als Ausbildungsakquisiteur eingesetzt. Er hat zunächst eine Ausbildung zum Fahrzeuglackierer gemacht und absolvierte eine Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks. Türkyilmaz war als technischer Ausbilder bei der Deutschen Angestellten Akademie und als Ausbildungsplatzakquisiteur für eines der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayrischen Wirtschaft (Bfz gGmbH) tätig. In seiner Freizeit engagiert er sich ehrenamtlich für Jugendliche bei der Türkisch- Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein Islamischen-Gemeinde (DITIB). Bülent Türkyilmaz ist zuständig für die Betreuung des östlichen Hamburger Randgebietes.

Bei der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H) wird zum einen Frau Mücahide Biner als Ausbildungsplatz-Akquisiteurin eingesetzt. Sie ist als Tochter türkischer Eltern in Lübeck geboren, absolvierte eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation und war im Verlagswesen tätig, bevor sie 2008 ihre Arbeit beim Projekt "Ausbildung und Integration für Migranten - AIM" der TGS-H aufnahm. Aufgrund dieser Tätigkeit bringt Mücahide Biner Erfahrungen bei der nachhaltigen Beratung von Migrantenbetrieben sowie der Begleitung und Betreuung von Auszubildenden mit. Sie ist zuständig für das Stadt- und Randgebiet von Lübeck.

Herr Mahir Ötün, der ebenfalls bei der TGS-H eingesetzt wird, wurde in der Türkei geboren, studierte Soziologie, Psychologie und Orientalische Philologie an der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel (M.A.). Nach verschiedenen Tätigkeiten u.a. auch als selbständiger Kaufmann in der Türkei übernahm er 1998 die Leitung des Projektes "Migranten schaffen zusätzliche Lehrstellen" der TGS-H und war seit 2006 Leiter des Projektes "Ausbildungsnetzwerke für Migranten in Schleswig-Holstein - ANMSH". Arbeitsschwerpunkt von Mahir Ötün im Rahmen der Projekte stellte das duale Ausbildungssystem dar. Er spricht neben Türkisch und Deutsch auch Arabisch und Englisch. Ötün ist zuständig für den Bereich in und um Elmshorn.

Alle Akquisiteur/innen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der mit der Betreuung von Messen und Schulprojekten für eine aktive Öffentlichkeitsarbeit beginnt, die persönliche Ansprache und Betreuung der Betriebe umfasst und auch die passgenaue Vermittlung von Bewerber/innen beinhaltet. "Ich begrüße das Engagement dieser qualifizierten und erfahrenen Kräfte und wünsche ihnen für ihre Tätigkeit als Ausbildungsplatzakquisiteure in Migrantenbetrieben viel Freude und Erfolg", so Wirtschaftsminister de Jager.

Das Zukunftsprogramm Arbeit ist das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für die Jahre 2007-13. Die Förderangebote zielen auf den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten und die Integration benachteiligter Personen in den Arbeitsmarkt. 216 Millionen Euro stehen an Fördermitteln zur Verfügung, 100 Millionen Euro davon kommen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

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