Sonntag, 04. Dezember 2016


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Kristin Alheit, Britta Ernst und Margit Haupt-Koopmann zum Girls und Boys Day: Perspektiven erweitern und Chancen bei der Berufswahl nutzen

(lifePR) (Kiel, ) Landesweit erhalten heute (23.4.) rund 2600 Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Girls Day und des Boys Day Einblicke in Unternehmen und Betriebe in Schleswig-Holstein. Gleichstellungsministerin Kristin Alheit, Bildungsministerin Britta Ernst und Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, appellieren gemeinsam, die Chance zu nutzen und sich über geschlechteruntypische Berufe zu informieren.

Alheit betont: "Noch immer wird von jungen Frauen und Männern bei der Wahl eines Ausbildungsberufes ein eher kleines Spektrum gewählt. Nutzen Sie die Chancen, die hinter vermeintlich untypischen Berufen für Frauen oder für Männer stehen. Der Girls und Boys Day bietet eine gute Gelegenheit, interessante Berufe kennenzulernen und sein eigenes Rollenbild in Bezug auf die Berufswahl zu überprüfen und zu korrigieren. Gerade die Gesundheits- und Sozialberufe bieten beispielsweise auch für junge Männer gute Perspektiven. Hier werden Sie gebraucht! Auch für junge Frauen sind die praktischen Einblicke eine gute Chance, Klischees bei der Berufswahl zu überwinden"

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, unterstrich: "Nach wie vor konzentrieren sich die Berufswünsche vieler Schülerinnen und Schüler auf klassische weibliche oder männliche Berufe. Ein Blick in die Auflistung der 2014 in Schleswig-Holstein abgeschlossenen Ausbildungsverträge zeigt dies überdeutlich. So haben - um zwei Beispiele zu nennen - 45 junge Frauen im letzten Jahr einen Ausbildungsvertrag ,Kraftfahrzeugmechatroniker/-in' in Schleswig-Holstein unterzeichnet. Bei den jungen Männern waren es 711. Bei der ,Zahnmedizinischen Fachangestellten' ist es umgekehrt - eine Frauendomäne: 453 zu 3. Bedauerlich ist dabei, dass von jungen Frauen und Männern gleichermaßen mögliche Alternativen nicht wahrgenommen werden. Wir benötigen ein Umdenken auf beiden Seiten. Allerdings bedarf es der geduldigen Aufklärungsarbeit, um die traditionellen Rollenbilder aufzubrechen. Hier ist langer Atem gefragt." Ein persönliches Gespräch bei der Berufsberatung der örtlichen Arbeitsagentur sei geeignet, Eltern und die jungen Menschen über alternative berufliche Perspektiven zu informieren, so Haupt-Koopmann.

"Auch angesichts des wachsenden Bedarfs an Fachkräften sind Initiativen wie der Girls Day und der Boys Day hilfreich. So können junge Menschen für Berufsfelder begeistert werden, mit denen sie sonst nicht in Kontakt gekommen wären", sagte die Ministerin für Schule und Berufsbildung, Britta Ernst. Nach wie vor hätten Mädchen insbesondere weniger Zugang zu den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen, dabei böten gerade diese Berufe große Aufstiegschancen und bessere Verdienstmöglichkeiten. "Der Verein Deutscher Ingenieure beispielsweise gibt an, dass ein Bedarf an 80.000 Nachwuchskräften pro Jahr besteht. Warum sollten darunter nicht auch möglichst viele Frauen sein?"

Frauen wählen überproportional häufig Berufe, die geringe Verdienst- und Aufstiegschancen bieten. Beispielsweise sind technik-orientierte Berufsfelder nach wie vor von Frauen unterbesetzt, obwohl auch hier der Kontakt mit Menschen von großer Bedeutung ist - ein Bestandteil bzw. Herausforderung, die junge Frauen bei ihrer Berufswahl als wichtig einstufen. Umgekehrt bieten zum Beispiel Berufe der Gesundheits- und Sozialwirtschaft auch jungen Männern große Chancen, da dort ein großer Bedarf besteht.

In diesem Jahr haben in Schleswig-Holstein etwa 2000 Mädchen im Rahmen des Girls Day die Gelegenheit, unter ca. 200 Angeboten zu wählen und Berufe kennenzulernen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Mädchen ab der 5. Klasse lernen z.B. Ausbildungsberufe bzw. Studiengänge im Bereich Technik, Handwerk und Naturwissenschaften kennen und können sich in ihnen ausprobieren. Zeitgleich findet bereits zum 5. Mal der Boys` - Day statt, bei denen bis zu 600 Jungen unter ca. 110 Angeboten wählen können, darunter die Bereiche Pflege, Soziales und Erziehung. Informationen auch unter www.girls-day.de und www.boys-day.de.

Top 5 der Bewerberinnen in SH von insgesamt 8.603 Bewerberinnen
(Okt 2013 - September 2014)
. Verkäuferin: 938
. Medizinische Fachangestellte: 835
. Kauffrau im Einzelhandel: 667
. Bürokauffrau: 507
. Kauffrau für Büromanagement: 373

Top 5 der Bewerber in S-H von insgesamt 11.072 Bewerbern
(Oktober 2013 -September 2014)
. Kaufmann im Einzelhandel: 687
. Kfz-Mechatroniker: 635
. Verkäufer: 619
. Fachlagerist: 454
. Tischler: 332

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