Samstag, 03. Dezember 2016


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Küstenschutzministerin Rumpf: "Diesjährige Sandvorspülungen Sylt sind fertig gestellt"

(lifePR) (Kiel, ) Küstenschutzministerin Dr. Juliane Rumpf hat den erfolgreichen Abschluss der diesjährigen Sandvorspülungen vor Sylt mitgeteilt. "Die diesjährigen Sandvorspülungen wurden rechtzeitig vor Beginn der Sturmflutzeit fertig gestellt", sagte sie heute (12. November). Insgesamt werden nach Angaben der Ministerin in diesem Jahr für alle Küstenschutzmaßnahmen rund 58,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) sowie aus EU-Mitteln und reinen Landesmitteln investiert. Darin enthalten sind auch 4,5 Millionen Euro für zusätzliche Maßnahmen auf der Insel Sylt, die auf Grund der extremen Winterstürme Anfang des Jahres 2007 in einem auf drei Jahre angelegten Maßnahmenkatalog erforderlich wurden.

Erstmals standen in diesem Jahr auch ca. fünf Millionen Euro aus dem so genannten Sonderrahmenplan für Maßnahmen des Küstenschutzes in Folge des Klimawandels zur Verfügung. Nach dem Sonderrahmenplan werden dem Land Schleswig-Holstein aufgrund einer Initiative der norddeutschen Küstenländer vom Bund bis zum Jahre 2025 zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 81,6 Millionen Euro für den Küstenschutz zur Verfügung gestellt, wie Küstenschutzministerin Rumpf hervorhob.

Einen wesentlichen Schwerpunkt des Küstenschutzes im Lande bildete auch in diesem Jahr der Schutz der Sylter Westküste durch Sandvorspülungen und biotechnische Maßnahmen wie Sandfangzäune und Halmpflanzungen. Die Sandvorspülungen fanden zwischen dem 29. Mai und dem 25. Oktober statt, dabei wurden rund 860.000 Kubikmeter Sand in den Bereichen List-Nord und -Mitte, Kampen, Westerland-Mitte, Hörnum, Hörnum-Nord sowie -Odde vorgespült. Zusätzlich wurden im Vorstrandbereich von Westerland und Wenningstedt rund 370.000 Kubikmeter als so genannte Riffaufspülung eingebracht. "Riffaufspülungen sind kostengünstiger als Strandauffüllungen und gewährleisten eine effizientere natürlichere Umverteilung des Sandes im System. Sie können jedoch die Strandauffüllungen nicht gänzlich ersetzen, da diese zum Aufbau der Vordünen als Sandreserve erforderlich sind", erläuterte Frau Rumpf. Die Kosten für die insgesamt rund 1,23 Millionen Kubikmeter Sandaufspülung beliefen sich auf 7,1 Millionen Euro. "Der nach dem Fachplan Küstenschutz Sylt jährlich notwendige mittlere Sandausgleich in Höhe von rund einer Million Kubikmeter musste auch in diesem Jahr aufgrund der besonderen Ereignisse des Jahres 2007 aufgestockt werden", sagte sie weiter.

Seit 1972 seien zum Schutze der Insel Sylt rund 39,5 Millionen Kubikmeter Sand vorgespült worden und dafür Kosten in Höhe von rund 163 Millionen Euro angefallen. "Nach wie vor haben sich auf Grund der hohen Wellenenergie vor Sylt die flexiblen Sandvorspülungen als die effektivsten Schutzmaßnahmen für die Sylter Westküste erwiesen. Alternativen Konzepten stehen wir jedoch weiterhin positiv gegenüber, sofern Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit nachgewiesen sind", sagte die Ministerin.

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