Montag, 05. Dezember 2016


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Merck erhält EU-Freigabe für Sigma-Aldrich-Übernahme - auch Japan und China bewilligen Freigabe

(lifePR) (Darmstadt, ) Merck, ein führendes Unternehmen für innovative und hochwertige Hightech-Produkte in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials, hat heute bekannt gegeben, dass die Europäische Kommission die Freigabe für die geplante Übernahme des US-amerikanischen Life-Science-Unternehmens Sigma-Aldrich erteilt hat.

Die an Auflagen gebundene EU-Freigabe folgt auf die kürzlich erteilten kartellrechtlichen Freigaben durch die japanische Wettbewerbsbehörde (JFTC) sowie das chinesische Handelsministerium (MOFCOM). Merck hat zudem bereits die kartellrechtlichen Freigaben der USA, Taiwans, Südafrikas, Russlands, Serbiens und der Ukraine erhalten.

"Mit diesen Genehmigungen sind wir bei der Übernahme von Sigma-Aldrich einen ganz entscheidenden Schritt vorangekommen, denn wir sind nach wie vor von den großen Chancen überzeugt, die sich durch diese Transaktion für Merck im Life-Science-Bereich eröffnen", sagte Bernd Reckmann, Mitglied der Merck-Geschäftsleitung. "Wir werden in den kommenden Monaten gemeinsam mit allen beteiligten Parteien daran arbeiten, die mit der EU-Kommission vereinbarten Auflagen zügig umzusetzen. Wie immer haben wir uns zum Ziel gesetzt, einen reibungslosen Übergang für Kunden und Mitarbeiter sicherzustellen. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber werden wir dabei eng mit den entsprechenden Arbeitnehmervertretern zusammenarbeiten und diesen Prozess gemäß unserer Unternehmenswerte gestalten."

Als Teil der EU-Auflagen haben Merck und Sigma-Aldrich vereinbart, Teile des europäischen Geschäftes für Lösungsmittel und anorganische Stoffe von Sigma- Aldrich zu verkaufen. Die Vereinbarung betrifft die Produktionsanlagen in Seelze, in der die Mehrzahl der von Sigma-Aldrich in Europa verkauften Lösungsmittel und anorganischen Produkte hergestellt wird. Zusätzlich wurden die Veräußerung der Lösungsmittel und anorganischen Produkte vereinbart, die von Sigma-Aldrich weltweit unter den Marken Fluka, Riedel-de-Haen und Hydranal verkauft werden. Außerdem wird eine befristete Lizenz für die Lieferung dieser Produkte unter dem Markennamen Sigma-Aldrich im Europäischen Wirtschaftsraum gewährt. Die Auflagen beinhalten auch den Übergang von Kundeninformationen sowie eine Lösung, um den vorübergehenden Marktzugang sicherzustellen.

Merck strebt den Vollzug der Transaktion nach den jüngsten Genehmigungen weiterhin für Mitte 2015 an, wie jüngst anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse zum ersten Quartal am 19. Mai 2015 im Detail erläutert. Der Vollzug der Transaktion unterliegt weiterhin bestimmten Bedingungen, unter anderem den noch ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigungen durch die brasilianische Wettbewerbsbehörde (CADE) sowie durch die Wettbewerbsbehörden in Israel (IAA) und Korea (KFTC). Merck wird weiterhin eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten.

Am 22. September 2014 hatten Merck und Sigma-Aldrich den Abschluss einer Vereinbarung zur Übernahme von Sigma-Aldrich für 17,0 Mrd $ (13,1 Mrd €) bekannt gegeben. Durch die Zusammenführung entsteht einer der führenden Anbieter in der weltweit 130 Mrd $ großen Life-Science-Industrie. Die Akquisition ist ein wichtiger Baustein im "Fit für 2018" Transformations- und Wachstumsprogramm von Merck, das darauf abzielt, die drei Wachstumsplattformen - Healthcare, Life-Science und Performance Materials - nachhaltig zu stärken.

Die Transaktion bietet beiden Unternehmen und deren Kunden mit Blick auf Produktangebote und Dienstleistungen enormes Potenzial. Nach erfolgreichem Vollzug verfügt das gemeinsame Unternehmen über eine effizientere Lieferkette, über die mehr als 300.000 Produkte geliefert werden können, und es kann seinen weltweiten Life-Science-Kunden künftig attraktive und etablierte Marken anbieten. Im Geschäftsfeld Life-Science-Forschung (Laboratory & Academia) werden Merck Millipore und Sigma-Aldrich zusammen ein komplementäres Produktangebot von Laborchemikalien und -reagenzien anbieten können. In der Bio-/Pharmaproduktion wird Sigma-Aldrich das bestehende Produkt- und Dienstleistungsangebot von Merck Millipore entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Medikamentenentwicklung und -herstellung ergänzen.

Warnhinweise zu zukunftsgerichteten Aussagen

Diese Kommunikation kann "zukunftsgerichtete Aussagen" enthalten. Aussagen unter Verwendung von Begriffen wie "davon ausgehen", "erwarten", "sollten", "würden", "beabsichtigen", "planen", "prognostizieren", "sich bemühen", "annehmen", "werden" und weiteren Begriffe mit ähnlicher Bedeutung im Zusammenhang mit zukünftigen Ereignissen oder zukünftigen Betriebs- oder Finanzergebnissen werden oft für zukunftsgerichtete Aussagen verwendet. Alle in dieser Kommunikation enthaltenen Aussagen, mit Ausnahme derer, die sich auf die Vergangenheit oder den gegenwärtigen Zustand beziehen, sind zukunftsgerichtet. Es ist beabsichtigt, dass diese zukunftsgerichteten Aussagen den sogenannten Safe-Harbor-Klauseln des Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 unterliegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind ferner Gegenstand einer Reihe von Risiken und Ungewissheiten, die nicht der Kontrolle der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, unterliegen und erhebliche Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von diesen Aussagen zur Folge haben können.

Zu den Risiken und Ungewissheiten im Zusammenhang mit der vorgeschlagenen Transaktion mit Sigma-Aldrich Corporation ("Sigma-Aldrich") gehören u. a. die folgenden: Unsicherheiten zum zeitlichen Verlauf der Transaktion; das Risiko, dass Regulierungsbehörden oder andere Behörden die für die Transaktion erforderlichen Genehmigungen nicht erteilen oder solche Genehmigungen an unerwartete Bedingungen knüpfen oder Bedingungen, die schwierig zu erfüllen sind; wettbewerbliche Reaktionen auf die Transaktion; Rechtstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Transaktion; die Ungewissheit hinsichtlich der erwarteten Finanzergebnisse des zusammengeschlossenen Unternehmens nach Vollzug der vorgeschlagenen Transaktion; die Fähigkeit der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, die durch die vorgeschlagene Transaktion erwarteten Kosteneinsparungen und Synergieeffekte im vorhergesehenen Zeitrahmen zu realisieren; die Fähigkeit der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, die Geschäfte von Sigma-Aldrich und Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, umgehend und effektiv zu integrieren; die Auswirkungen des Zusammenschlusses von Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, und Sigma-Aldrich, einschließlich der zukünftigen Finanzlage, des Betriebsergebnisses sowie der Strategie und Pläne des zusammengeschlossenen Unternehmens; die Auswirkungen der vorgeschlagenenTransaktion auf bestimmte Versorgungspläne der Mitarbeiter von Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, und Sigma-Aldrich sowie störende Auswirkungen der vorgeschlagenen Transaktion, die ein Aufrechterhalten der Beziehungen mit Kunden, Angestellten und Zulieferern erschweren können.

Zu den weiteren Risiken und Ungewissheiten gehören u. a. die folgenden: das Risiko weiterer behördlicher Einschränkungen im Zusammenhang mit der Preisgestaltung, Erstattung und Genehmigung von Medikamenten; das Risiko strengerer Auflagen im Zusammenhang mit der Herstellung, Testphase und dem Absatz von Produkten; das Risiko der Destabilisierung von politischen Systemen und der Errichtung von Handelsschranken; das Risiko einer Veränderung des Absatzumfelds für Produkte zur Behandlung von Multipler Sklerose in der Europäischen Union; das Risiko eines erhöhten wettbewerblichen Drucks durch Biosimilar-Produkte; die Risiken im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung; die Risiken im Zusammenhang mit der Aufgabe von Entwicklungsprojekten und der behördlichen Genehmigung von entwickelten Pharmaprodukten; das Risiko einer zeitlich begrenzten Sperre von Produkten/Produktionsanlagen oder der Nicht-Registrierung von Produkten aufgrund der Nichteinhaltung von Qualitätsauflagen; das Risiko eines Importverbots von Produkten in die USA im Zusammenhang mit einer Warnung der US-Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA); die Risiken im Zusammenhang mit der Abhängigkeit von Zulieferern; Risiken im Zusammenhang mit produktbezogenen Straftaten und Wirtschaftsspionage; Risiken im Zusammenhang mit der Verwendung von Finanzinstrumenten; Liquiditätsrisiken; Kontrahentenrisiken; Marktrisiken; Risiken im Zusammenhang mit der Werthaltigkeit einzelner Bilanzposten; Risiken aus Versorgungsverpflichtungen; Risiken aus produktbezogenen und patentrechtlichen Streitigkeiten; Risiken aus kartellrechtlichen Verfahren; Risiken aus der Preisgestaltung des ausgegliederten Generika-Konzerns; Risiken im Zusammenhang mit Personalfragen; Risiken aus Computerkriminalität und Cyber-Angriffen; Risiken im Zusammenhang mit dem Ausfall von geschäftskritischen, informationstechnologischen Anwendungen oder dem Ausfall von Kapazitäten von Rechnerzentren; Umwelts- und Sicherheitsrisiken; unvorhergesehene vertragliche oder regulatorischen Hindernisse; die mögliche Herabsetzung des Ratings der Verschuldung von Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, oder Sigma-Aldrich; ein Abwärtsdruck auf den Kurs der Stammaktien von Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, und Sigma-Aldrich und die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf Goodwill-Impairment-Analysen; die Auswirkungen von zukünftigen regulatorischen und legislativen Maßnahmen; sowie die von Sigma-Aldrich im Zusammenhang mit dem eigenen Geschäft beschriebenen Risiken, wie in den bei der U.S. Securities and Exchange Commission ("SEC") eingereichten Berichten näher erläutert.

Die vorstehende Auflistung der wichtigen Faktoren ist nicht abschließend und sollte im Zusammenhang mit den anderen Warnhinweisen gelesen werden, die an anderem Ort enthalten sind, darunter der Abschnitt zum Bericht der Risiken und Chancen ("Risks and Opportunities") im jüngsten Geschäftsbericht und im Quartalsbericht der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, und dem Abschnitt Risikofaktoren ("Risk Factors") in den jüngsten nach Form 10-K und Form 10-Q vorgelegten Berichten von Sigma-Aldrich. Alle zukunftsgerichteten Aussagen in dieser Kommunikation stehen vollständig unter dem Vorbehalt dieser Warnhinweise, und es gibt keinerlei Sicherheit im Zusammenhang mit den tatsächlichen Ergebnissen und dem Eintritt der von uns erwarteten Entwicklungen. Auch wenn solche Entwicklungen im Wesentlichen realisiert werden, kann nicht mit Sicherheit angenommen werden, dass die erwarteten Auswirkungen oder Effekte für uns, unser Geschäft oder unseren Geschäftsbetrieb eintreten werden. Sofern nicht durch anwendbares Recht vorgeschrieben, übernehmen wir keine Verpflichtung zur öffentlichen Mitteilung oder Rücknahme von zukunftsgerichteten Aussagen, sofern sich durch neue Informationen oder Entwicklungen oder auf sonstige Weise Änderungen ergeben.

Merck KGaA

Merck ist ein führendes Unternehmen für innovative und hochwertige Hightech-Produkte in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Das Unternehmen hat sechs Geschäfte - Merck Serono, Consumer Health, Allergopharma, Biosimilars, Merck Millipore und Performance Materials - und erwirtschaftete im Jahr 2014 Umsatzerlöse von rund 11,3 Mrd €. Rund 39.000 Mitarbeiter arbeiten für Merck in 66 Ländern daran, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern, den Erfolg seiner Kunden zu steigern und einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen zu leisten. Merck ist das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt - seit 1668 steht das Unternehmen für Innovation, wirtschaftlichen Erfolg und unternehmerische Verantwortung. Die Gründerfamilie ist bis heute zu rund 70 % Mehrheitseigentümerin des Unternehmens. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Ausnahmen sind Kanada und die USA, wo das Unternehmen unter den Marken EMD Serono, EMD Millipore und EMD Performance Materials bekannt ist.

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