Dienstag, 17. Januar 2017


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Ausgestorbene Spezies mithilfe von Spielkonsolen wieder zum Leben erweckt

(lifePR) (London, ) Im Jahre 2007 entdeckte ein Team von Speläologen in einem Höhlensystem auf der Insel Mauritius das völlig intakte Skelett eines Raphus cucullatus, auch "Dodo" genannt. Damals spekulierten Fans von Jurassic Park bereits, dass es jetzt nur noch eine Frage der Zeit sei ... Die Temperatur und die Dunkelheit in den Höhlen hatten dafür gesorgt, dass dieses bemerkenswerte Exemplar bestens konserviert war - so gut, dass sich sogar brauchbare DNS-Proben entnehmen ließen. Die Forscher benötigten lediglich drei Jahre, um die komplette Genomsequenz dieser ausgestorbenen Art zu entschlüsseln. Die Dechiffrierung des menschlichen Erbguts dauerte dreimal so lange! Dieses unglaubliche Tempo wurde durch eine technische Meisterleistung ermöglicht, die von den Forschern "Konsolenfarm" genannt wird: Ein Rechencluster aus tausenden miteinander vernetzten Handheld- Konsolen! Projektleiter Dr. Moria zufolge ist dieser Ansatz einer traditionellen Supercomputer-Anlage deutlich überlegen, sowohl was das Preis-Leistungs-Verhältnis als auch die benötigte Rechenzeit angeht.

Durch die vollständige Analyse der mitochondrialen DNS konnte eine umstrittene Forschungsthese bestätigt werden: 2002 wurde die auf dem indonesischen Archipel heimische Kragentaube (Caloenas nicobarica) als nächste lebende Verwandte des Dodos identifiziert. Ein Team von Genetikern aus Großbritannien gab heute bekannt, dass es ihm nach mehreren erfolglosen Versuchen schließlich gelungen sei, einen DNSNukleus der Raphus-Gattung in den enukleierten Ovozyten einer Kragentaube zu verpflanzen. Zwei Eier wurden bislang erfolgreich ausgebrütet. Die Forscher hoffen nun, dass dieses Pärchen bald damit beginnen wird, die Insel Mauritius wiederzubevölkern, wo die Spezies im 17. Jahrhundert ausgestorben ist.

Mit freundlicher Genehmigung der Hoaxford University.

Bildunterschrift /Foto 2 / :
DNS-Probe entnommen aus einem intakten Schneidezahn; Die "Konsolenfarm" läuft unter Linux und besteht aus 12.288 Konsolen, die per Hochgeschwindigkeitsnetz miteinander verknüpft sind. Die Onboard- Prozessoren RISC ARM 9 @ 133 MHz und ARM7 @ 66 MHz, mit denen diese Handheld-Konsolen bestückt sind, stellen eine Leistung von insgesamt 60 MegaFLOPS zur Verfügung: So viel Rechenpower löst selbst bei Spezialisten ungläubiges Kopfschütteln aus.

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