Samstag, 21. Januar 2017


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Richtigstellung der dpa-Meldung "180 Bauern warten auf Betriebsprämie" von gestern (1. Dezember)

(lifePR) (Oldenburg, ) In der gestern von der dpa verbreiteten Meldung "180 Bauern warten auf Betriebsprämie" werden Äußerungen eines Sprechers der Landwirtschaftskammer Niedersachsen nicht korrekt wiedergegeben. Wir legen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Verzögerung der Auszahlung, von der 180 Landwirte im Raum Lüchow-Dannenberg betroffen sind, weder um ein technisches Problem, noch um eine Panne handelt. Richtig ist vielmehr Folgendes:

Die Landwirtschaftskammer ist vom Land Niedersachsen beauftragt, die Anträge auf EU-Betriebsprämie zu bearbeiten und zu kontrollieren. In diesem Jahr stand dafür wegen des vorgezogenen Auszahlungstermins ein Monat weniger zur Verfügung als in den Vorjahren.

Im Zuge der Kontrollen werden die in den Anträgen angegebenen Flächen stichprobenartig überprüft. Dieser Abgleich der Flächen erfolgt zum Teil im Rahmen der Fernerkundung. Hierbei werden jährlich in mehren Regionen Niedersachsens Luftaufnahmen durch Flugzeuge oder Satelliten erstellt. Nach EU-Vorgaben zur Auswahl von Fernerkundungsgebieten wurde in diesem Jahr die Region Lüchow-Dannenberg für die Fernerkundung ausgewählt.

Die gewonnen Bilder lagen erst Anfang September vor und wurden am Bildschirm vermessen und überprüft. Da diese Bilder sehr genau sind, sind Abweichungen zu den bisherigen Daten nicht ungewöhnlich. Beanstandungen wurden den Landwirten umgehend mitgeteilt. Sie konnten entscheiden, ob sie die Daten akzeptieren oder von einem Kontrolleur auf dem Betrieb überprüfen lassen wollen.

In Lüchow-Dannenberg hatten etwa 50 Prozent der Betriebe, etwa 300, um Kontrolle gebeten. Aufgrund dieser ungewöhnlich hohen Zahl schickte die Kammer alle verfügbaren Prüfer in die Region. Trotz großen Einsatzes - die Prüfer arbeiteten auch an Wochenenden - konnten in der verbleibenden Zeit nicht alle Betriebe kontrolliert werden. Die Überprüfungen sind von der EU klar geregelt und können nicht beschleunigt werden.

Im Ergebnis führten der verkürzte Prüfzeitraum sowie der erhöhte Kontrollaufwand im Rahmen der Fernerkundung dazu, dass trotz aller Anstrengungen 180 Betriebe nicht fristgerecht überprüft werden konnten. Es gab also kein "technisches Problem", und es handelte sich schon gar nicht um eine "Panne".

Die Landwirtschaftskammer bedauert die verzögerte Auszahlung der EU-Betriebsprämie an einige Landwirte und hat Verständnis für deren Ärger. Sie weist aber darauf hin, dass über 99 Prozent der 52.000 prämienberechtigten Landwirte in Niedersachsen ihr Geld pünktlich zum 1. Dezember auf ihrem Konto hatten.

Dass die Prämie je Hektar Dauergrünland 100 Euro bzw. Acker 250 Euro beträgt und nicht die in der Meldung genannten 70 Euro bzw. 300 Euro, sei nur am Rande erwähnt.

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