Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Perfekte Ingenieurskunst und traumhafte Formen

Schönheitskonkurrenz in Blech und Chrom: Auf der Retro Classics 2010 in Stuttgart wurden zahlreiche Preise verliehen

(lifePR) (Stuttgart, ) Bei der Jubiläumsausgabe der Retro Classics regnete es förmlich Wimpel und Pokale - schließlich waren 2010 auch mehr exklusive Fahrzeuge auf den Fildern ausgestellt als je zuvor. Als Sieger aller Klassen ging ein Fahrzeug aus dem Mercedes-Benz Museum hervor: Zum "Best of Show" der Retro Classics 2010 wurde ein Mercedes-Benz 300 SLR gekürt, ein so genanntes "Uhlenhaut-Coupé". 1955 entwarf der Konstrukteur und spätere Mercedes-Vorstand Rudolf Uhlenhaut ein Flügeltüren-Coupé auf Basis des 300 SLR. Der 300 PS starke Wagen brachte es auf eine Höchstgeschwindigkeit von satten 290 Stundenkilometern. Eigentlich sollte das Fahrzeug bei Langstreckenrennen eingesetzt werden, doch dazu kam es nicht mehr, als sich Mercedes-Benz noch im selben Jahr mit allen Teams aus dem Rennsport zurückzog. Vom "Uhlenhaut-Coupé" wurden nur zwei Exemplare gebaut, die heute als (fast) unbezahlbar gelten. Die Begründung der Retro-Classics-Jury lautet zu Recht: "Einzigartig und sehr selten, perfekte Ingenieurskunst in traumhafter Form."

Neo Classics sind Automobile, die aufgrund ihrer Gestaltung und technischen Finesse das Zeug zum Klassiker von morgen besitzen. Zum elegantesten dieser modernen Klassiker wurde ein nagelneuer Mercedes-Benz SLS AMG Flügeltürer gewählt, der die Juroren insbesondere durch seinen "gekonnten Bezug zur Historie" überzeugte. Auch im Zweiradbereich gab es Pokale: Bei den Vorkriegsmotorrädern brauste eine 1905er Wanderer mit 3 PS der Konkurrenz davon. Als unumstrittene Siegerin der Nachkriegszeit glänzte eine handgeschaltete Harley-Davidson FL-PAN, Baujahr 1951. In der Sparte Omnibusse setzten sich ein Borgward B4000 Wanderfalke von 1952 und ein Saurer L4C aus dem Jahre 1951 durch. Schönster LKW wurde ein Mercedes-Benz Kurzhauber L1113, bei den Traktoren wurde ein klassischer Lanz Bulldog ausgezeichnet.

Neben den Fahrzeugen selbst wurden besonders gelungene Messestände mit Preisen bedacht, darunter der Gemeinschaftsstand des Oldtimerstammtischs Kulmbach und der Bulldog- und Oldtimerfreunde Schmiden, die einen Marktplatz mit allem Drum und Dran aufgebaut hatten. Auch die Schrottplatz-Szene des Vereins der Heckenflossenfreunde und das nachempfundene "Rotlichtmilieu" des DKW Stammtischs Stuttgart wurden prämiert. Der Graf Berghe von Trips-Preis für den schönsten Motorsportclubstand ging an den Verein Solitude Revival.

Insgesamt wurden 41 Preise vergeben, darunter mehr als 20 Fahrzeugpreise. Hier gefielen unter anderen ein Mazda Cosmo 110 S mit Wankelmotor von 1967 und ein Alfa Romeo 6C 2500SS aus dem Jahre 1947.

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