Dienstag, 06. Dezember 2016


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Energiekosten im Blick

Ein Schwerpunkt bei der INTERGASTRA 2010 ist energiesparende und umweltfreundliche Technik und Ausstattung

(lifePR) (Stuttgart, ) In der Konjunkturumfrage des DEHOGA Baden-Württemberg im Herbst dieses Jahres nehmen in der Rangliste der wichtigsten Branchenprobleme die Energiekosten regelmäßig eine Spitzenposition ein. Immer mehr Hersteller und Anbieter haben deshalb Geräte und Lösungen in ihrem Angebot, die dabei helfen, Energie effizienter zu nutzen, so Dr. Sven Eckardt, der als freier Energie- und Umweltberater viel für gastgewerbliche Unternehmen tätig ist und deshalb den Markt genau kennt. Die INTERGASTRA bietet vom 6. bis 10. Februar 2010 einen idealen Überblick über diesen Markt, denn hier werden zahlreiche Aussteller auf dem Messegelände beim Stuttgarter Flughafen Problemlösungen zu diesem Bereich anbieten.

Moderne Technik und intelligente Sparmaßnahmen können die Kosten in einem Restaurant oder Hotel spürbar drücken. In welchem Umfang das in gastgewerblichen Betrieben möglich ist, macht der Gärtringer Energieberater Eckardt deutlich: "Sechs bis acht Prozent des Umsatzes entfallen durchschnittlich auf den Bereich Energie", berichtet er aus seiner in vielen Jahren gesammelten Erfahrung. Das muss aber nicht sein: "Umweltfreundliche Betriebe wenden dafür jedoch lediglich zwei bis drei Prozent auf", fügt er hinzu und macht damit das Sparpotenzial deutlich. Das beläuft sich auch bei kleineren und mittleren Betrieben schnell mal auf zwei- oder dreitausend Euro pro Monat.

Hohe Einsparpotentiale bei den Betriebskosten

Dass es für die Betriebe gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig ist, dieses Potenzial zu nutzen, wissen auch die Zulieferer und versuchen, Lösungen anzubieten. Zum Beispiel die Hersteller von Spülmaschinen: "In der Regel liegen die Einsparpotenziale bei den Betriebskosten im deutlich zweistelligen Bereich, 20 Prozent sind keine Seltenheit, 30 Prozent sind möglich", so Siegfried Päsler, Geschäftsführer des Verbandes der Hersteller gewerblicher Spülmaschinen (VGG), für den die Faustregel gilt: Je älter die genutzte Technik, desto rentabler ist eine Investition in neue Spülmaschinen. Dafür haben die VGG-Mitglieder Meiko, Hobart und Winterhalter bei ihren Neu- und Weiterentwicklungen in den zurückliegenden Jahren eine Menge getan und dabei nicht nur Energieeffizienz Blick gehabt, wie Dietmar Zapf, der Leiter von Vertrieb und Marketing Spültechnik bei Meiko in Offenburg verdeutlicht: "Natürlich werden wir immer wieder nach Entwicklungen bzw. nach unseren Bemühungen hinsichtlich Energieeinsparungen gefragt. Allerdings steht nicht nur allein das Thema Energie im Fokus unserer Entwicklungsleistung, sondern die generelle Ressourcenminimierung. Dazu gehören auch Wasser und Chemie."

Eine Überprüfung der Energieeffizienz älterer Geräte lohnt aber nicht nur bei Spülmaschinen, auch bei Waschmaschinen oder Kombidämpfern kann ein Vergleich mit dem heutigen Angebot der Hersteller zu dem Ergebnis führen, dass sich eine Investition schnell rechnet wie auch der Umstieg auf die Induktionstechnik beim Herdblock in der Restaurantküche. Der bringt nicht nur - wenn man vorher auch mit Strom gekocht hat - beim Energieverbrauch eine enorme Entlastung, sondern auch bei der Lüftung, die schließlich auch Energie frisst. Induktionstechnik bietet beim Garen ähnliche Vorteile wie ein Gasofen, garantiert aber selbst im Sommer angenehme Raumtemperatur für die Küchencrew ganz ohne zusätzliche Lüftung.

In Hotels sind die Energiekosten deutlich höher als in der Gastronomie, deshalb lohnt es sich nach Angaben von Eckardt, dort noch mehr über Einsparmöglichkeiten nachzudenken. Erfolge versprechen dabei schon relative simple Maßnahmen wie der Einbau neuer Duschköpfe oder Durchflussbegrenzer. Schon deshalb, weil ein Tourist im Hotel rund 300 Liter Wasser pro Tag verbraucht im Gegensatz zum durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch im Haushalt, der zwischen 80 und 150 Litern am Tag liegt.

Fördermittel von der Bundesregierung

Wärmebereitung ist daher im Beherbergungsgewerbe ein ebenso wichtiges wie ergiebiges Thema, wenn es darum geht, Kosten einzusparen: Blockheizkraftwerke, Photovoltaik und Flüssiggas sind nach Angaben des Energieberaters Eckardt derzeit die absoluten Renner. Auch weil diese Technologie derzeit von der Bundesregierung großzügig gefördert wird. Aus diesem Grund ist er auch zurzeit dabei, verschiedene Unternehmen aus diesem Themenbereich für einen Gemeinschaftsstand auf der INTERGASTRA zu gewinnen.

Für Hotels ab einer bestimmten Größe kann sich die Einführung eines intelligenten Schließsystems lohnen, zum Beispiel mit einer Keycard, mit der ein Gast den Hauptschalter im Zimmer aktiviert muss. Das sorgt dafür, dass Beleuchtung und Standby-Schaltung beim Fernsehgerät nur Energie verbrauchen, wenn der Gast tatsächlich auf dem Zimmer ist.

Doch selbst dann ist es nach Überzeugung von Sven Eckardt lohnend, über die Beleuchtung nachzudenken: "Durch gezielte Auswahl effizienter Leuchtmittel und Leuchten sowie intelligenten Schaltungen kann der Stromverbrauch dafür erheblich reduziert werden." Der Einbau von Bewegungsmeldern, Nachlaufrelais, Zeitschaltuhren, Dämmerungsschalter oder Aufteilung von Schaltkreisen können den Stromverbrauch zusätzlich reduzieren.

Modellprojekt "Energieeffizientes Gastgewerbe"

Was alles möglich ist, wenn die einzelnen Maßnahmen genau auf einen Betrieb zugeschnitten sind, zeigte ein zwei Jahre laufendes Modellprojekt "Energieeffizientes Gastgewerbe" des Vereins Modell Hohenlohe, an dem sich acht gastgewerbliche Betriebe beteiligt haben. Zwar ging es dabei vornehmlich um die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Das hatte jedoch für die Beteiligten den angenehmen Effekt, dass sich auch die Energiekosten verringerten. Wärmerückgewinnung, Solarleuchten für den Parkplatz, bessere Isolation und der Einbau von Umwälzpumpen und ständiges Controlling waren Beispiele, die umgesetzt wurden.

Als im Februar dieses Jahres das Ergebnis des Modellversuches präsentiert wurde, hatten die Betriebe ihre Energieeffizienz im Durchschnitt um 4,7 Prozent gesteigert und damit die seit 2005 eingetretenen Preissteigerungen auffangen können. Ohne das Projekt hätten sie 14,1 Prozent mehr bezahlt.

Die Einsparungen waren nicht überall gleich hoch, weil vor allem bei baulichen Maßnahmen der Denkmalschutz und die Eigentumsverhältnisse das Ergebnis beeinflussten. Eins ist für den als Berater am Projekt beteiligten Dr. Eckardt ausgehend von durchschnittlichen Energiekosten von sechs Prozent des Umsatzes dennoch klar: "Energieeffiziente Betriebe liegen unter 4,5 Prozent in der Hotellerie und unter fünf Prozent in der Gastronomie".

Das Beispiel aus Hohenlohe zeigt: Kaum ein Thema ist so vielschichtig und wirkt in so viele Betriebsbereiche hinein wie die Frage nach der Energieeffizienz. Ein Blick in das Ausstellerverzeichnis zeigt: Führende Hersteller energiesparender Technologien sind auf der INTERGASTRA vom 6. bis 10. Februar 2010 präsent und machen den Besuch der großen Stuttgarter Branchenfachmesse in Sachen Energiekosten-Optimierung zu einer lohnenswerten Investition.

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