Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 154288

Später Frühling - Junghasen haben es schwer

(lifePR) (Stuttgart, ) Rund 20 Feldhasen pro Quadratkilometer hoppelten im Herbst 2009 über Felder und Wiesen des Landes. Damit liegt der Wert für 2009 im langjährigen Mittel. Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler, die für das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) Zählergebnisse aus knapp 100 Referenzgebieten in Baden-Württemberg ausgewertet haben.

Durch das Wildtier-Monitoring lässt sich eindrucksvoll belegen, dass die Feldhasenbestände in Baden-Württemberg stabil sind und nur unwesentlich schwanken. "Meister Lampe ist überall im Ländle heimisch, leichte Schwankungen im regionalen Bestand sind völlig normal", sagte Landesjägermeister Dr. Dieter Deuschle vom Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV). Besonders beliebt beim Feldhasen ist die Oberrheinebene, ergaben die WILD-Zählungen. Schlusslicht in der Hasengunst sind Oberschwaben und der Schwarzwald, eben die etwas kühleren und nässeren Regionen des Landes.

"Die kleinen Junghasen reagieren besonders empfindlich auf nasskalte Witterung im Frühjahr", so Wildbiologe Klaus Lachenmaier vom LJV. "Der letzte Wintereinbruch dürfte in einigen Regionen des Landes bereits Opfer unter den ersten Junghasen gefordert haben. Dazu wirkt sich Rücknahme der verpflichtenden Flächenstilllegung für Landwirte durch die EU und die Förderung von Mais im Energiepflanzenanbau ebenfalls negativ auf die Feldbewohner aus. Auch viele andere Tierarten sind davon betroffen. Der LJV begrüßt deshalb die bessere Förderung von Blühstreifen im Agrarumweltprogramm des Landes. Wir Jäger bieten außerdem den Landwirten kostenloses Saatgut in unserem LJV-Artenschutzprogramm an, mit dem wir weitere Rückzugsgebiete für Wildtiere fördern", so Lachenmaier.

Das Projekt WILD führen in Baden-Württemberg Wissenschaftler der Wildforschungsstelle des Landes durch. Im so genannten Niederwildzensus erfassen speziell geschulte Jäger den Feldhasen im Frühjahr und Herbst. Lepus europaeus - wie Zoologen ihn nennen - wird dabei wissenschaftlich korrekt in der Dunkelheit gezählt, indem mit Scheinwerfern aus dem fahrenden Auto die Felder - entlang festgelegter Strecken - abgesucht werden. Finanziert wird das Monitoring ausschließlich aus Mitteln der Jägerschaft.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Schmidt: BMEL auf die Zukunft ausrichten

, Energie & Umwelt, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bundesminister Christian Schmidt hat heute vor Mitarbeitern in Bonn seine Zukunftsstrategie für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft...

Extreme Klimaerscheinungen ganz oben

, Energie & Umwelt, Dachdeckerhandwerk Baden-Württemberg Landesinnungsverband

Alle reden von Wetterextremen, die künftig noch weiter zunehmen werden. Dabei ist das Dach eines Hauses schon immer „Wetterextremen“ ausgesetzt...

Disclaimer