Sonntag, 04. Dezember 2016


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Medienkompetenz für Eingeborene

"Wissen, wie's geht. Mit Spaß und Sicherheit ins Internet" heißt die CD-ROM für Kinder und Eltern - herausgegeben von den Landesmedienanstalten

(lifePR) (Düsseldorf, ) Wenn Anna und Ella zu Hause im Internet surfen, dann geht es in erster Linie um Spiele. "Ich hab aber auch schon mal eine Vorschau von einem Film geguckt", sagt die blonde Ella mit dem langen Zopf nicht ohne Stolz. "'Hier kommt Lola', der Film zum Buch, läuft bald im Kino", ergänzt sie. Ihre schwarzhaarige Schulfreundin Anna mit den asiatischen Gesichtszügen hat sogar vier Computer zur Verfügung: zwei in dem Restaurant ihrer Eltern und zwei zu Hause. Doch auch die nutzt sie eigentlich nur zum Spielen. Ein Internetangebot wie "Spielaffe" ist beiden ein Begriff und als Suchmaschine natürlich Google. Ihre Vorstellung vom Internet könnte sich bald erheblich erweitern - und die ihrer Eltern vielleicht auch.

Anna und Ella gehen in die dritte Klasse der Gemeinschaftsgrundschule Manderscheider Platz in Köln-Sülz. Eine Schule, die schon hundert Jahre alt ist und so manche Bildungsreform erlebt hat. Im hellen geräumigen Medienraum, der aus der Eigeninitiative engagierter Eltern hervorgegangen ist, sitzen die beiden Freundinnen mit sechs Klassenkameraden vor den Bildschirmen und probieren eine neue CD-Rom mit dem Titel "Wissen, wie's geht. Mit Spaß und Sicherheit ins Internet" aus.

Spielend lernen

Alle Kinder sind so vertieft, dass sie kaum hochschauen, wenn sie angesprochen werden. "Ich find das ganz schön", sagt Ella leicht verträumt, während sie im "Baukasten Tiefsee" Figuren ausmalt. Anna ist inzwischen mit "Kofferkontrolle" beschäftigt und scannt am Bildschirm die Gepäckstücke von virtuellen Reisenden.

"Es ist spannend zu erleben, wie Schulgeschichte sich entwickelt", meint die Schulleiterin Elisabeth Schuhenn. "Internetrecherche ist schon bei Grundschülern weit verbreitet. Wir sind daher sehr froh, dass wir jetzt Material in die Hand bekommen, das uns beim Umgang mit dem Internet hilft."

Ohne Lesen und Schreiben geht es nicht

Elf interaktive Lernmodule laden zum selbstständigen Lernen, Ausprobieren und Vertiefen des eigenen Wissens ein. Herzstück ist der Bereich "Fit fürs Internet", durch den der Pinguin Eddie die Grundschulkinder leitet. "Wir verlangen den Kindern dabei Einiges ab", gibt Projektleiter Michael Schnell vom Adolf-Grimme-Institut allerdings zu. Wer sich durch die CD klickt, muss schon ein gehöriges Maß an "analoger" Medienkompetenz mitbringen. Alle Texte lassen sich zwar auch anhören, aber für die dazu gehörenden Aufgaben und Spiele ist Lesen und Schreiben eigentlich unerlässlich.

Die Themen sind nicht nur für Schüler interessant. Vielen Eltern und Lehrern dürften Begriffe wir Browser, IP-Adresse oder Trojaner nicht unbedingt geläufig sein. Auf noch mehr Nachfrage bei Erwachsenen könnten zudem die Texte zum Urheberrecht und zur Sicherheit im Netz treffen. Erst einmal die Grundlagen erklären und dann weitergehen, das sei das Konzept, dass hinter der CD-Rom steckt, sagt Michael Schnell. Nach seinen Erfahrungen seien es auch Erwachsene, die sich mit Spaß und Interesse über das Internet-ABC informierten.

Informationen für Lehrer

"Kapitän Eddie erobert das WWW.Weltmeer": unter diesem Motto können sie ihre Kinder an die Hand nehmen und mit ihnen gemeinsam die Grundlagen des World Wide Web erkunden. Das Handbuch für Lehrer enthält zudem Arbeitsblätter und didaktische Hinweise für den Unterricht. Andrea Möhlenkamp, Lehrerin an der Gemeinschaftsgrundschule Manderscheider Platz, ist von dem Projekt angetan. "Bislang machen wir nur sehr wenig mit dem Internet. Wenn wir mit Praktikanten oder Referendaren im Unterricht doppelt besetzt sind, können wir mit einem Teil der Kinder in den Medienraum gehen und üben."

Werbefrei und kompetent

Um das "große Bildungsprojekt Medienkompetenz", wie es der LfM-Direktor Norbert Schneider nennt, voranzutreiben, dürfte die CD-Rom von Internet-ABC e.V. ein weiterer wichtiger Schritt sein. Der Verein, der maßgeblich von den Landesmedienanstalten getragen und u.a. vom Deutschen Kinderschutzbund und der EKD gefördert wird, will Eltern, Kindern und Lehrern den Einstieg ins Internet erleichtern.

Neben seiner werbefreien Plattform im Internet stellt er mit der CD-Rom und dem dazu gehörenden Lehrerhandbuch nun Medien vor, die auch offline genutzt werden können. "Nicht jede Schule hat ja für jeden ihrer Computer einen Internetanschluss und auch Eltern wollen nicht immer online gehen", weiß Sandra Bischoff, die stellvertretende Vorsitzende von Internet-ABC e.V. "Es gibt einen ungeheuren Bedarf an Materialien. Die erste Auflage einer ähnlichen CD von über 70.000 Stück war schon nach wenigen Monaten vergriffen."

Deshalb unterstützt die deutsche Unesco-Kommission, die die Schirmherrin des Internet-ABC ist, nun auch die neue CD-Rom. Katja Römer, die Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kommunikation, Information, meint, es sei sehr wichtig, Lehrer in der Vermittlung digitaler Kenntnisse zu fördern. Und die, so Norbert Schneider, müsse von den Erwachsenen vermittelt werden, auch wenn der Nachwuchs technisch manchmal weiter seien als ihre Erzieher. Denn Kinder, so zeigt sich auch an diesem Vormittag in der Grundschule Manderscheider Platz, wollen in erster Linie spielen.

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