Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Betriebsvergleiche: Wieder schnitten die größeren Handwerksunternehmen besser ab

(lifePR) (Düsseldorf, ) Das Jahr 2008 hatte für das Handwerk erfreulich begonnen, doch dann kam die Eintrübung als Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Endergebnis ist insbesondere bei den konsumorientierten Branchen die Umsatz- und vor allem Ertragsentwicklung nicht so positiv verlaufen. Dies belegen die ersten Betriebsvergleiche der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) für 2008. Insgesamt bestätigen sie jedoch die Konjunkturberichte, wonach sich das Handwerk relativ gut behauptet hat.

Friseure und Fleischer vermeldeten laut der LGH-Analysen nach Abzug aller kalkulatorischen Kosten "rote Zahlen". Dagegen wurde für das Tischler- und das Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk ein betriebswirtschaftliches Plus errechnet. Dieser Überschuss lag bei 1,7 Prozent (Tischler) beziehungsweise 0,9 Prozent der Betriebsleistung. Die vom Personal her größeren Firmen konnten sich in beiden Branchen sogar über um jeweils einen Prozentpunkt höhere Überschüsse freuen. Die kleineren Betriebe dagegen, also jene mit weniger als fünf Mitarbeitern, haben unterm Strich betriebswirtschaftliche Verluste von fünf Prozent (SHK) beziehungsweise 2,4 Prozent zu tragen.

Umsatz- oder personalstärkere Unternehmen, relativ bessere Lage - dieses Bild zeigen auch Friseure und Fleischer. Bei den Haarsalons schlossen diejenigen mit mehr als 100.000 Euro Umsatz "nur" mit einem Minus von 1,3 Prozent ab, die kleinen Mitbewerber aber ein weiteres Mal mit einem "unakzeptablen" Defizit von fast 20 Prozent. Im Durchschnitt ergibt das einen betriebswirtschaftlichen Verlust in der NRW-Branche von 6,8 Prozent, der auf Dauer die Existenz der Betriebe gefährdet, so die Analyse der LGH.

Im Fleischerhandwerk lohnte sich der Einsatz der Unternehmer allenfalls in der mittleren Größenklasse (400.000 bis eine Million Euro Umsatz). Für sie endete der Betriebsvergleich nach Abzug der kalkulatorischen Kosten mit einem Plus von 0,5 Prozent. Die kleineren Fleischereibetriebe verzeichneten einen Fehlbetrag von 7,3 Prozent, diejenigen mit mehr als einer Million Euro Umsatz ein Minus beim Betriebsergebnis von 0,8 Prozent.

In den nächsten Wochen wird die LGH noch knapp zehn weitere Betriebsvergleiche für nordrhein-westfälische Handwerksbranchen herausgeben. Sie hat schon seit 1956 Erfahrungen mit diesen Auswertungen. Die Daten über Umsätze, Kosten und Erträge liefern den Unternehmen dann die Basis für unternehmerische Entscheidungen und für das Aufdecken von innerbetrieblichen Schwachstellen. Die Datensammlungen können unter www.lgh-betriebsvergleiche.de heruntergeladen werden.

Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH)

Die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Handwerkskammern und der Fachverbände des Handwerks in NRW. Sie unterstützt diese Organisationen bei Fördermaßnahmen und koordiniert die Aktivitäten auf Landesebene. Darüber hinaus übernimmt sie Aufträge für öffentliche Förderungen und Projekte.

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