Freitag, 09. Dezember 2016


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Langzeitarbeitslose in die Pflege: „Ein Schritt in die richtige Richtung, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind."

(lifePR) (Köln, ) Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) begrüßt grundsätzlich die mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz geschaffene Möglichkeit, zusätzliche Betreuungskräfte im stationären Bereich einzusetzen. Die Pläne der Bundesagentur für Arbeit (BA), dafür ab September 2008 mehrere tausend Langzeitarbeitslose in die Pflegeheime zu vermitteln, waren vergangenes Wochenende in Medienberichten teilweise sehr negativ kommentiert worden. "Ich bin dagegen, diese von vorneherein zu verdammen, solange noch nicht geklärt ist, wie das Vorhaben konkret ausgestaltet sein wird", sagt dazu KDA-Geschäftsführer Dr. Peter Michell-Auli. Dem KDA liegt bisher lediglich ein Vorentwurf der Richtlinie für die Qualifikation und die Aufgaben zusätzlicher Betreuungskräfte vor. Eine solche Richtlinie muss der Spitzenverband Bund bis spätestens 31. August 2008 vorlegen. "Wir kennen nur diese vorläufige Version, die aus Sicht des KDA aber in die richtige Richtung geht. Denn wir brauchen mehr Personal bei der Betreuung von Menschen mit Demenz", so Michell-Auli weiter. "Aber natürlich muss die Auswahl der Bewerber sehr gewissenhaft erfolgen. Wir haben es bei Demenzkranken mit einer sehr verletzlichen Gruppe von Menschen zu tun. Entsprechend sensibel und empathisch sollten ihre Betreuer sein. Alte und vor allem demenzkranke Menschen betreuen kann längst nicht jeder." Daher sei ein Kriterienkatalog sowie ein Verfahren nötig, das sicherstelle, dass nur solche Personen eingestellt würden, die den Aufgaben körperlich, psychisch und fachlich gewachsen seien.

Neben der persönlichen Eignung der Bewerber komme es darauf an, dass diese ein Weiterbildungsprogramm durchlaufen, das nach Ansicht des KDA nicht weniger als 200 Unterrichtsstunden umfassen sollte. Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen zur Pflege und zum Umgang mit Demenzkranken sollte dieses auch beispielsweise eine Kommunikationsschulung sowie einen Erste-Hilfe-Kurs beinhalten. "Darüber hinaus ist es wichtig, die zusätzlichen Betreuungskräfte durch die Begleitung von Fachkräften weiter zu schulen und die Erfahrungen mit ihnen in der Praxis zu bewerten, um dann gegebenenfalls notwendige Anpassungen bei den Rahmenbedingungen vorzunehmen", mahnt Michell-Auli.

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