Dienstag, 06. Dezember 2016


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Franz Ackermann

17. Dezember 2009 - 21. Februar 2010

(lifePR) (Bonn, ) Einer der innovativsten Maler der letzten zehn Jahre ist der 1963 in Neumarkt St. Veit (Bayern) geborene Franz Ackermann. Der international renommierte Künstler, der seit 2001auch eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe innehat, besticht immer wieder durch seine Raum greifenden und extrem farbigen Bilder, Zeichnungen und Installationen, die Elemente der globalisierten Gesellschaft mit scheinbar rein malerischen Aspekten spielend vereinigen.

Ausgangspunkt für Franz Ackermanns künstlerischen Ansatz ist das Reisen. Das betrifft sowohl den Inhalt seiner zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit changierenden Bilder, aber auch deren Entstehungsprozeß. Denn während der Künstler stets auf Reisen ist, fertigt er an den verschiedensten Orten auf der Welt kleinformatige Zeichnungen und Aquarelle an und macht Hunderte von Fotos. Die Aquarelle, so genannte "Mental Maps", reflektieren urbane Strukturen und verbinden das Objektive der Topographie mit den mentalen Erfahrungen des Künstlers von fremden Kulturräumen. Diese "Mental Maps" bilden zusammen mit den Fotografien die Keimzelle, aus der Franz Ackermann Raum greifenden und starkfarbige Gemälde entwickelt, die oftmals Bezug auf aktuelle Geschehnisse und Zustände in jenen Teilen der Welt thematisieren, die er besucht hat.

Neben den Werkgruppen der Zeichnungen und Gemälde präsentiert Franz Ackermann Raum bezogene Installationen, die aus einer großen Bandbreite unterschiedlicher Medien (Internet, Videos, Fotos) bestehen und bisweilen auch alltägliche Elemente wie Möbel, Kleidung oder Pflanzen einbeziehen.

Spezifisch für die Räume des Kunstmuseums Bonn entwickelt Franz Ackermann eine Abfolge von sechs separierten Räumen mit jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Ausgehend von einem "tropischen Terminal" im Hauptraum des Wechselausstellungsbereichs wird durch eine spektakuläre Installation in Form einer bemalten und bezeichneten "Half Pipe" das "Glücks-Verspechen" des Urlaubs beleuchtet und durch eine starkfarbige Bemalung aller Raumwände gesteigert. Eine ebenso intensive wie ausufernde Wandmalerei zieht sich durch die fünf weiteren Ausstellungsräume. Durch die Einbeziehung von installativen Elementen, Soundinstallationen, Videos oder dem Internet ruft Ackermann jeweils eine unterschiedliche thematische Gewichtung und atmosphärische Brechung hervor, so dass der Besucher nicht nur im schnelllebigen Genuß der bunten Farben verharrt, sondern auch zum Nachdenken über die Themen des Reisen und der Globalisierung verführt wird.

Der Parcours der sich erst im Ausstellungsaufbau konkretisierenden Installationen von Franz Ackermann läßt sich im Katalog nachvollziehen, der kurz nach der Eröffnung im Snoeck Verlag zum Preis von 19 € erscheinen und Texte von Stephan Berg und Stefan Gronert enthalten wird.

Pressekonferenz: 15. Dezember 2009, 11 Uhr
Eröffnung: 16. Dezember 2009, 20 Uhr
Laufzeit: 17. Dezember 2009 - 21. Februar 2010

Begleitprogramm:
Sonntag, 20. Dezember, 11 Uhr: Führung mit Kurator Stefan Gronert

Mittwoch, 3. Februar, 19 Uhr: "Im Dialog": Prof. Dr. Raimund Stecker, Direktor Wilhelm Lehm¬bruck Museum, Duisburg, im Gespräch mit Stefan Gronert

Mittwoch, 27. Januar, 19 Uhr: "Querpass": Prof. Dr. Henning Boecker, Universi¬tätsklinik Bonn, spricht über das Werk von Franz Ackermann

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