Sonntag, 04. Dezember 2016


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Frauen-Union übergibt Unterschriftenliste gegen Gewalt in den Medien an BLM-Präsident

(lifePR) (München, ) Am heutigen Mittwoch hat die Vertreterin der Projektgruppe Jugendmedienschutz im Landesvorstand der Frauen-Union (FU) in Bayern, Dr. Sabine Loritz, eine Unterschriftenliste mit 1.850 Unterschriften gegen Gewalt in den Medien an den Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und Vorsitzenden der Kommission für Jugendmedienschutz, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, übergeben. Die Unterschriften wurden vom Ortsverband Germering der Frauen Union unter ihrer Vorsitzenden Gaby Pichelmaier und von verschiedenen anderen Ortsverbänden im Rahmen der FU-Aktion "Gewalt ausschalten - Kopf einschalten" gesammelt.

Die Vorsitzende der Projektgruppe, Frau Dr. Sabine Loritz, betonte, dass die Frauen-Union in Bayern bereits im Jahr 2004 die Initiative "Gewalt ausschalten - Kopf einschalten" ins Leben gerufen habe. "Wir setzen uns damit einerseits gegen die Veröffentlichung von jugendgefährdenden Inhalten in den Medien und andererseits für die Förderung von Medienkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein", so Sabine Loritz. Ziel der Frauen-Union sei es, jugendgefährdenden Entwicklungen in den Medien und damit dem schleichenden Normen- und Werteverfall in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken. "Wir sehen dies als wichtige und drängende gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

BLM-Präsident Ring bedankte sich bei den Vertreterinnen der Frauen-Union für ihr Engagement. Mit ihrer Initiative zeige die Frauen-Union auch, dass es notwendig sei, Jugendschutz und Medienpädagogik miteinander zu verzahnen. "Kinder und Jugendliche wachsen heute in unruhigen Zeiten auf. Unvollständige Familien, schwierige Bildungs- und Berufssituationen, der Verlust von Werten und Traditionen sowie sich verändernde Geschlechter-Rollenbilder machen sowohl eine Identitätsfindung als auch eine Integration von Heranwachsenden schwerer denn je. Dazu tragen auch Medien einen Teil bei. Umso wichtiger ist es, Kinder bei ihrem Medienkonsum von Anfang an kompetent zu begleiten und eine kritische Auseinandersetzung mit Medien zu fördern", so Ring. Gleichzeitig warnte er davor, Medien pauschal die Schuld etwa für extreme Gewalthandlungen Jugendlicher zuzuweisen. Allerdings könnten Gewaltdarstellungen, die in allen Medien in unterschiedlicher Ausprägung stattfänden, vorhandene Erfahrungen und Einstellungen verstärken.

Einig waren sich beide Seiten, dass der Förderung von Medienkompetenz eine entscheidende Rolle zukommt. Medienkompetenz sei eine Schlüsselqualifikation in der heutigen Informationsgesellschaft. Sowohl Frau Dr. Loritz als auch Prof. Ring begrüßten deshalb die Initiative der Bayerischen Staatskanzlei und des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus für den Medienführerschein Bayern, der zur gezielten Förderung der Medienkompetenz auf freiwilliger Basis an Bayerns Schulen eingeführt werden soll. Die Stiftung Medienpädagogik Bayern der BLM ist dabei mit Koordinierungsaufgaben beim Medienführerschein betraut.

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