Dienstag, 17. Januar 2017


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„Gesellschaftliche Solidarität bei der Rente stärken“

Kolpingwerk Deutschland gegen Neiddebatte und für machbare Lösungen in der Rentendiskussion

(lifePR) (Köln, ) "Wenn wir heute eine neue Rentenversicherung aufzubauen hätten, gäbe es unter dem Aspekt der Gerechtigkeit keine Alternative dazu, dass alle Erwerbstätigen, wenn nicht sogar alle Bürger, mit für alle gleichen Spielregeln, in die gesetzliche Rentenversicherung gehören." Das betonte Kolping-Bundesvorstandsmitglied Gitte Scharlau angesichts der neu aufgeflammten Diskussion zur Eingliederung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung.

Die vorhandene komplexe Struktur mit der Beamtenversorgung aus Steuergeldern, verschiedenen berufsständischen Versorgungswerken und der privaten Absicherung von Selbständigen neben der gesetzlichen Rentenversicherung sei historisch gewachsen. Die Reaktionen auf den Vorstoß des SPD-Politikers Wiefelspütz zeigten, wie festgefügt die mit der Rentenfrage verbundenen Besitzstände seien.

"Anstelle einer globalen Debatte über Neid und Privilegien empfiehlt das Kolpingwerk Deutschland eine Konzentration auf dringliche und vor allem machbare Lösungsansätze zur Stärkung der gesellschaftlichen Solidarität durch Einbeziehung aller Bürger", erklärte Scharlau. Dazu hätten fünf katholische Verbände, unter ihnen das Kolpingwerk, mit ihrem Sockelrentenmodell die nötige Vorarbeit geleistet. Sie fordern als "Unterbau" zur bisherigen Alterssicherung die Einführung einer armutsfesten Sockelrente, die aus einkommensabhängigen Beiträgen aller Bürger zu finanzieren ist. Dieser Vorschlag, dem vom Münchener ifo Institut die Umsetzbarkeit attestiert worden sei, zeige, dass eine armutsfeste Alterssicherung für alle auch von allen Schultern getragen werden müsse und könne. Dennoch bleibe es, so Scharlau, in der Summe bei einer beitrags- und leistungsorientierten Rentenhöhe so dass sich Leistung durchaus lohne und auch für die jüngere Generation der Anreiz zur Erfüllung des Generationenvertrages gestärkt werde.

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