Sonntag, 04. Dezember 2016


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Der Getränkekarton auf dem Weg in neue Märkte

Anuga FoodTec: Neue Technologien und Konzepte für die Verpackung von Flüssigkeiten und dickflüssigen Produkten Neue Produkte durch Innovationen bei der Verpackung und beim Verschluss

(lifePR) (Köln, ) Weltweit legt der Verbrauch von Getränkeverpackungen aus Karton weiter zu. Das verwundert auch kaum, liegt der Pro-Kopf-Absatz von Getränken im Karton in China derzeit nur etwa bei einem Viertel des deutschen Verbrauchs. In Brasilien ist der Absatz pro Kopf bereits halb so groß wie in Deutschland. Absolut hingegen haben diese beiden Länder den deutschen Markt längst abgehängt, dennoch bleiben die Wachstumspotenziale sehr groß. Für die Lebensmittel- und Getränke produzierende Industrie bietet die in Köln vom 10. bis 13. März 2009 stattfindende Anuga FoodTec eine einzigartige Gelegenheit, sich umfassend über das komplexe Verpackungsthema zu informieren. Denn die Anuga FoodTec deckt als einzige Fachmessemesse weltweit alle Aspekte für die Herstellung, Verpackung, Lagerung und den Transport von Nahrungsmitteln und Getränken ab.

In Deutschland kommt rund die Hälfte der kohlensäurefreien Softdrinks nach wie vor in Kartonpackungen in den Handel. Das Gesamtsegment der alkoholfreien Getränke wird mittlerweile allerdings auch in großen Teilen von PET-Gebinden besetzt. Bei Fruchtsaftgetränken und stillem Wasser hat der Karton in den vergangenen Jahren Marktanteile an PET verloren. Einen Grund für den Run auf die PET-Flasche sieht die Getränkekartonindustrie in der deutschen Verpackungsverordnung. Dagegen positioniert die Kartonfraktion die günstigen Ökobilanzen und die vorteilhaften Materialeigenschaften von Kartonverpackungen, die auch in anderen Märkten wichtige Vertriebsargumente darstellen. So wird gegenüber Abfüllern hochwertiger, länger haltbarer Getränke stets hervorgehoben, dass der bei Getränkekartons eingesetzte Verbund aus Karton, Polyethylen und Aluminium besonders gut geeignet sei, Aromen, Vitamine sowie Farb- und Nährstoffe zu konservieren.Chancen im Markt sehen die Hersteller auch beim Dauerthema Convenience. Das Bedürfnis der Verbraucher nach bequemem Konsum wird mit einer Vielzahl von Packungsformaten und -volumina befriedigt - und mit Weiterentwicklungen bei den Verschlusslösungen. Längst sind auf den Kartonverpackungen Schraubverschlüsse Standard. Bei kohlensäurefreien Softdrinks und auch bei Milch und Milchprodukten sind sie bereits auf den meisten Packungen zu sehen. Die Kartonhersteller wissen auch, dass selbst Portionsdrinks unterwegs nicht mehr in einem Zug konsumiert werden. Deshalb sind heute immer mehr kleinformatige Behälter mit Schraubverschlüssen im Handel anzutreffen. Doch diese Verbesserungen allein reichen nicht aus, um die an PET verlorenen Marktanteile zu kompensieren. Folglich müssen die Hersteller neue Märkte erschließen, die dem Karton bisher fremd waren.

Weg vom Standardprodukt

Da kommt es Firmen wie Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak entgegen, dass auch die Lebensmittelindustrie vor einer neuen Herausforderung steht. Auch hier stottert der Wachstumsmotor in einigen Bereichen: So versprechen Standardprodukte in saturierten Märkten nur noch geringe Margen. Da sind dann Innovationen gefragt, die sich wirtschaftlich rentieren und den Produkten ein neues Aussehen geben. Hier gilt es sowohl beim Spektrum der eigenen Produkte anzusetzen, als auch bei den Herstellungstechnologien und bei der Verpackung. Wer langfristig Erfolg haben will, braucht Lösungen, die die Ansprüche der Verbraucher und des Handels erfüllen.

Tetra Pak hat darauf reagiert. Als Alternative zu Lebensmitteln in der Dose hat das Unternehmen bereits 2003 autoklavierbare Kartonverpackungen unter dem Namen "Tetra Recart" eingeführt und dieses Jahr erweitert. Eine neue Verpackungslinie und zwei neue Verpackungsgrößen stehen nun weltweit zur Verfügung und bieten den Kunden des unangefochtenen Marktführers aus Schweden sowie dem Einzelhandel eine größere Auswahl an innovativen Alternativen zur Dose. Den Abfüllern stehen jetzt zwei Optionen zur Auswahl: Tetra Pak R1 mit Geschwindigkeiten von bis zu 24.000 Packungen pro Stunde und die neue Tetra Pak R2, eine Produktionseinheit mit geringerer Kapazität von bis zu 6.000 Packungen in der Stunde. Die Form-, Füll- und Versiegelungsmaschine Tetra Pak R2 bietet geringe Einstiegskosten in die Tetra Recart-Technologie und somit einen einfachen Zugriff auf Tetra Recart als innovative Plattform für neue Produkte.

Luc Bruneel, Export-Manager des belgischen Nahrungsmittelunternehmens La Corbeille, erklärt: "Mit der Tetra Pak R2-Linie haben wir neben der Abfüllung in Dosen jetzt auch die Möglichkeit, in die Tetra Recart-Packung abzufüllen, der jüngsten Innovation in der Branche. Neben verschiedenen Bohnenprodukten stellen wir nun einige Suppen darin her." Die neuen Packungsgrößen 500 ml und 340 ml sind ebenfalls weltweit erhältlich. Sie ergänzen innerhalb der Tetra Recart Midi-Familie die derzeit auf dem Markt befindliche 390-ml-Packung. Der italienische Nahrungsmittelhersteller Columbus war der Erste, der eine Tetra Recart 500 Midi-Packung einsetzte, um den Bedarf an 500-ml-Tomaten- und Gemüseprodukten in Europa zu decken. In Brasilien wurde eine Tetra Recart 340 Midi auf den Markt gebracht. Luc Bruneel ist der Ansicht: "Einzelhändler schätzen die rechteckige Form der Tetra Recart-Packung, da sie hervorragende Platzeinsparungen bietet." Die rechteckige Form der Tetra Recart ermögliche dem Einzelhandel, die Regalfläche um bis zu 40 Prozent zu reduzieren und Verbrauchern eine attraktive "Produktwand" zu präsentieren. Darüber hinaus biete die Packung ein einfacheres In-Store-Handling, da sie leichter zu heben und zu transportieren ist.

Einstieg in neue Produktkategorien

Lebensmittelhersteller verwenden die attraktive und moderne Verpackung zum Einstieg in neue Produktkategorien und zur Wiederbelebung bestehender Sortimente. Aber auch Tierfutter wird schon erfolgreich im Karton angeboten. Aktuelle Marktforschungen haben ergeben, dass Verbraucher die Dosen-Alternative aus Karton aufgrund der einfachen Handhabung und effizienten Form anderen Verpackungen vorziehen. Darüber hinaus verfügt die Tetra Recart-Packung über ein attraktives Umweltprofil, da sie ein geringes Gewicht hat, effizient zu transportieren ist und hauptsächlich aus Karton besteht - einer erneuerbaren Ressource.

Die Kartonhersteller setzen unter anderem auf das wachsende Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein der Konsumenten. Dieses hat der Lebensmittelindustrie wie auch dem Handel den Weg für den Absatz von Produkten mit Mehrwert geebnet. Beispielsweise waren 2007 weltweit rund die Hälfte aller Produktneueinführungen im Bereich Liquid Dairy so genannte Added-Value-Produkte. Produkte mit "Plus-Faktor" bieten die Chance, einen höheren Preis zu rechtfertigen und damit die Gewinnmarge zu steigern.

Auch stückige Produkte können in aseptische Kartonpackungen gefüllt werden. Diese Abfülltechnologien basieren im Kern darauf, mit Verbundmänteln zu arbeiten, die auf den Füllmaschinen einzeln aufgeformt, sterilisiert und befüllt werden. Der Packungsgiebel wird erst nach dem Abfüllen des Produktes oberhalb des Füllspiegels mit Ultraschall versiegelt. Diese Abfülltechnik ermöglicht etwa die aseptische Abfüllung von Milchprodukten mit echten, festen Fruchtstücken oder Cerealien in den Packungen.

Schwebende Fruchtstücke

Die Inner Mongolia Mengniu Dairy Industry, einer der marktführenden Molkereien in China, stellte hier die Weichen und hat das Produktkonzept gemeinsam mit SIG Combibloc entwickelt. Bai Ying, General Manager für Liquid Dairy Produkte und Vize-Präsident der Mengniu Gruppe: "Hochwertige Produkte in effizienter Produktionsweise auf den Markt zu bringen, ist die Voraussetzung, um im hart umkämpften Markt zu bestehen.

Produktdifferenzierung und Mehrwert spielen eine Schlüsselrolle. Hier setzt das neue Produktkonzept an. Speziell entwickelte Stabilisatoren lassen die echten Fruchtstückchen in der Milch schweben." Die UHT-Milch mit Fruchtstücken ist als Premium-Getränk positioniert.

Sie bietet den Konsumenten durch ihre besonderen rheologischen Eigenschaften neue Trink- und Geschmackserlebnisse. Angesprochen werden vor allem moderne Verbraucher, die im Hinblick auf die Ernährung und die enthaltenen Nährstoffe aufgeschlossen und erlebnisorientiert sind und einen Extra-Nährwert suchen. Das "Milk+Bits"-Konzept eröffnet vor diesem Hintergrund eine Lösung für viele Added-Value-Produkte. Inzwischen sind in China auch UHT-Milchprodukte mit Reis- und Weizencerealien in single-serve Kartonpackungen auf dem Markt.

Schnell zum Ziel

Hinsichtlich der Verpackungstechnologie sind Flexibilität und Effizienz die Hauptkriterien, die wettbewerbsfähig machen und die Systemkosten stabil halten. Hersteller brauchen Anlagen, die in ihrer Gesamtheit effizient sind und stabile Kosten garantieren. Eine Füllmaschine ist keine unabhängige Einheit, sondern Teil eines Systems verzahnter Komponenten, die exakt aufeinander abgestimmt sein müssen. Als Antwort auf die Forderung nach Schnelligkeit und Effizienz bietet die Verpackungsindustrie für alle Packungsgrößen den höchsten Output, die niedrigsten Ausschussraten und eine bedeutende Format- und Volumenflexibilität. Diese Flexibilität macht es möglich, eine breite Produktpalette mit ein und derselben Füllmaschine zu verarbeiten. Das führt zu einer hohen Maschinenauslastung und damit verbunden zu hoher Investitionssicherheit des Abfüllers. Im Bereich der Packungsgrößen mit Volumen bis 500 ml ist es möglich, bis zu 20.000 Packungen pro Stunde aseptisch zu befüllen. Bei Packungsgrößen von 500 bis 1.100 ml sind bis zu 15.000 Packungen pro Stunde möglich.

Ganz gleich wie, aktuell setzen die Kartonhersteller auf die Erweiterung der klassischen aseptischen Food-Abfüllung und haben - wie Tetra Pak mit Tetra Recart - hitzebeständige Kartonverpackungssysteme als Alternative zu Glas und Konservendose entwickelt. Diese Verbundlösungen eignen sich vor allem zum Verpacken von Produkten mit großen Stücken wie etwa Gemüse, Obst, Fertiggerichte oder Eintöpfe. Über 15 Kunden setzen Tetra Recart für Produkte wie Gemüse, Bohnen, Tomaten, Suppen und Saucen bereits ein. Keine Frage: Dieser Markt ist für die Kartonhersteller weiterhin deutlich ausbaufähig.

Die Anuga FoodTec wird gemeinsam von der Koelnmesse GmbH und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) veranstaltet. Sie findet vom 10. bis 13. März 2009 in den Hallen 4 bis 7 und den Hallen 9 und 10 der Koelnmesse statt.

Weitere Informationen zur Anuga FoodTec unter:www.anugafoodtec.com (www.anugafoodtec.de)

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