Samstag, 10. Dezember 2016


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Straßenbeleuchtung ermöglicht immense Energieeinsparungen

Die Stadt Dormagen halbiert den Stromverbrauch

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Stadt Dormagen konnte den Stromverbrauch ihrer Straßenbeleuchtung durch den Einsatz von hocheffizienten Leuchten für Straßenlampen um 50 % senken. Die Stadt erwartet bis März 2016, nachdem die LED-Austausch-Leuchtmittel-Montage abgeschlossen sein wird, sogar eine Einsparung von 65 % im Vergleich zum Ausgangsjahr 2006. Hierdurch wird eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von 889.442 Tonnen jährlich erzielt. Der Erfolg der Stadt zeigt, wie einfach effiziente Maßnahmen sein können.

"Ein solcher Erfolg ist im Bereich von Straßenlampen nicht ungewöhnlich", erläutert Andreas Kress, Senior-Experte für nachhaltige öffentliche Beschaffung vom Städtenetzwerk Klima-Bündnis. "Der Wechsel zu LED-Leuchten ist kosteneffektiv, leicht replizierbar und bietet dabei Kommunen die Möglichkeit messbar Energie einzusparen." In 2006 verbrauchte die Straßenbeleuchtung 3.161.829 Kilowattstunden, bis 2014 konnte der Stromverbrauch auf 1.569.551 Kilowattstunden gesenkt werden.

Die Technischen Betriebe Dormagen (TBD) ließen bereits 2007 bis 2008 im Rahmen eines Einsparcontractings etwa 4.900 Straßenlampen in Dormagen von Quecksilberdampf- auf Natriumdampf-Hochdrucklampen umrüsten. In 2013 hatte die TBD zusätzlich 607 LED-Leuchten eingebaut. Später, im Juli 2013 wurde ein Finanz-Contracting für weitere 4.045 LED-Lampen veröffentlicht.

Als Ausschreibungsgrundlage nutzten die TBD unter anderem das Vertragsmuster "Finanzierungs-Contracting" des Sustainable Business Institutes (SBI). Die Angebote wurden anhand einer dynamischen Wirtschaftlichkeitsberechnung mit anschließender Nutzwertanalyse ausgewertet. In die Gesamtbetrachtung flossen neben dem Kapitalwert als wichtigstes Kriterium auch die Aspekte Vertragslaufzeit (maximal 5 Jahre), Lebensdauer der Produkte, Garantiezusage für die eingesetzten Produkte (mindestens 5 Jahre) sowie der Schadstoffgehalt mit ein. Mit der Einbeziehung von Kriterien, die den gesamten Lebenszyklus der Produkte betrachten, können sich Kommunen ein realistisches Bild der Auswirkungen ihrer Beschaffungsmaßnahmen machen.

Maßnahmen, wie die von Dormagen werden momentan durch das EU-Projekt Green ProcA aktiv unterstützt. Green ProcA bietet neben Informationen zu umweltbewusster öffentlicher Beschaffung kostenlose Beratung und Trainings an. Städte und Gemeinden, die dem Beispiel von Dormagen folgen möchten, können im Rahmen eines "Lighthouse-Projektes" am Projekt teilnehmen und erhalten, zum Beispiel, kostenlose Unterstützung beim Ausschreibungsprozess, bei der Bewertung der Angebote und dem Gebrauch von Berechnungshilfen für die Lebenszykluskosten.

Weitere Informationen:
Straßenbeleuchtung in Dormagen
gpp-proca.eu/de/bestpractice

Das Projekt Green ProcA:
gpp-proca.eu

Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder / Alianza del Clima e.V.

Seit einem viertel Jahrhundert steht das Klima-Bündnis für einen ganzheitlichen Ansatz im Klimaschutz. Mit ihrem Beitritt zum Klima-Bündnis haben sich die mehr als 1.700 Mitgliedskommunen in 25 europäischen Ländern verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen vor Ort zu reduzieren. In Anerkennung ihres Beitrags zum Erhalt des Regenwaldes und damit zum Klimaschutz handeln die Kommunen solidarisch mit den indigenen Völkern der Amazonasregion. Gemeinsam bilden sie das Klima-Bündnis.

www.klimabuendnis.org

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