Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 60853

Investmentbarometer von JPMorgan Asset Management: Privatanleger zeigen sich aufgrund anhaltender Marktturbulenzen nervös

Seit 2003 erstmals wieder mehr Börsen-Skeptiker als Optimisten unter Deutschlands Investoren / Investmentklima dennoch stabil

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Aktienmärkte waren im Juli weiterhin von starken Schwankungen geprägt. Dies belastete das Börsenvertrauen der deutschen Privatinvestoren: So verringerte sich der Anteil der Optimisten, die an steigende DAX-Kurse in den nächsten sechs Monaten glauben, merklich. Nach einem Rückgang um 9,8 Prozentpunkte waren nur noch 27,0 Prozent der befragten Anleger für das nächste Börsenhalbjahr positiv gestimmt. Der Anteil der Börsen-Skeptiker schnellte parallel um 10,5 Punkte in die Höhe und liegt nun bei 32,1 Prozent. "Zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2003 zeigt die Befragung mehr kritische als positiv eingestellte Privatanleger - zum damaligen Zeitpunkt erreichte der DAX allerdings gerade sein Zehnjahrestief", unterstreicht Jean Guido Servais, Marketing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei JPMorgan Asset Management.

Die Nervosität der privaten Investoren stieg angesichts der nun ein Jahr andauernden Marktturbulenzen merklich an. "Noch im Mai hatte sich die Stimmung mit den steigenden Aktienmärkten deutlich erholt. Nun hinterlässt die erneute Achterbahnfahrt der Börsen in den letzten beiden Monaten ihre Spuren, und die Verunsicherung der Anleger steigt erneut", sagt Servais. Dies unterstreiche auch der nach wie vor hohe Anteil derjenigen, die keine Stellung zur weiteren Börsenentwicklung beziehen: Nach wie vor nehmen 40,9 Prozent der Befragten eine abwartende Haltung ein. Das sind nur 0,3 Punkte weniger als im Vormonat, als ein Höchstwert erzielt wurde. Der Anteil der "neutral" eingestellten Privatanleger liegt damit den zweiten Monat in Folge höher als die Quote der Optimisten - aber auch der Pessimisten. Die Befragung für das aktuelle Investmentbarometer fand vom 4. bis 25. Juli 2008 statt.

Die erhöhte Nervosität der Privatinvestoren wird ebenfalls im JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex deutlich: Der Mittelwert aus allen Antworten sank merklich um 2,4 Punkte. Er erreicht mit einem Wert von -0,7 nun erstmals ein negatives Niveau. Der Stimmungsdämpfer ist insbesondere auf die männlichen Befragten zurückzuführen. Zwar sind sie nach wie vor positiver gestimmt, als die befragten Investorinnen, aber ihr Indexwert sank überdurchschnittlich um 2,7 Punkte und liegt nun mit -0,1 ebenfalls im negativen Bereich. Der Indexwert der weiblichen Befragten notierte bereits im April erstmals negativ, war dann aber mit dem Mai-Aufschwung wieder deutlich gestiegen. Nun sank er zum zweiten Mal in Folge - aktuell von 0,6 auf -1,5.

Investmentquote nach wie vor auf - relativ - hohem Niveau
Mit der JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Studie ermittelt die Fondsgesellschaft monatlich die aktuellen Markteinschätzungen und Investitionsabsichten der deutschen Privatanleger. Die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführte repräsentative Befragung stellt zunächst die Quote der Investmentbesitzer fest, unter denen dann der Investor Confidence-Index erhoben wird. Trotz der getrübten Börsenstimmung blieb die Investmentquote im Juli stabil: Nach einem Jahreshoch von 22,4 Prozent im Vormonat sank der Anteil der Befragten, die börsennotierte Investments wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Fonds, Optionsscheine oder Zertifikate halten, lediglich um 0,1 Punkte. Auch hier sind die männlichen Befragten für den negativen Trend verantwortlich: Der Anteil der Investmentbesitzer ging hier leicht zurück (minus 0,3 Punkte), während er bei den weiblichen Befragten unverändert blieb. Mit 19,8 Prozent Investorinnen bleibt dieser Wert auf 24-Monats-Hoch. Nach wie vor ist die Investmentquote bei den Frauen jedoch unterdurchschnittlich entwickelt: Noch nicht einmal jede fünfte Befragte ist investiert. Bei den Männern liegt der Anteil der Investmentbesitzer trotz des leichten Rückgangs bei überdurchschnittlichen 24,9 Prozent.

Weitere Investitionen nicht ausgeschlossen
Die Nervosität der Anleger hat auch das Investmentklima im Juli kaum verschlechtert: Die Bereitschaft der Privatanleger, in den nächsten sechs Monaten weitere Investitionen vorzunehmen, ging um 1,2 Prozentpunkte zurück. Nun planen noch 36,7 Prozent der befragten Privatanleger, innerhalb des kommenden halben Jahres zu investieren. "Das ist angesichts der Verunsicherung der Anleger beachtlich", betont Servais. Bei der Frage zukünftiger Investitionen zeigen sich lediglich 6,2 Prozent der Befragten unentschlossen. Mit 57,1 Prozent (plus 1,6 Punkte) steht aber nach wie vor mehr als jeder zweite Privatanleger weiteren Investitionen skeptisch gegenüber.

Das rückläufige Börsenvertrauen äußert sich entsprechend bei den favorisierten Anlageformen für weitere Investments. Bis auf sicherheitsorientierte Anlageformen wie Tagesgeldkonten oder das Sparbuch mussten alle Investmentarten Einbußen hinnehmen. Investmentfonds verzeichneten beispielsweise einen Rückgang von 2,2 Prozentpunkten. In der Anlegergunst liegen sie jedoch nach wie vor vorn und haben einen deutlichen Vorsprung vor Tagesgeldkonten (plus 2,2 Punkte auf 9,4 Prozent) oder dem Sparbuch (plus 0,9 Punkte auf 10,6 Prozent). Der Anteil derjenigen, die Direktinvestments in Aktien tätigen wollen, sank um 2,5 Punkte auf 6,5 Prozent, Zertifikate gingen um einen Prozentpunkt auf zwei Prozent zurück.

1 Der Index zeigt die Gesamtstimmung im Markt und bewegt sich in einer Spannbreite von -20 bis +20

Zur JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Studie (Deutschland)
Im Auftrag von JPMorgan Asset Management erstellt die Gesellschaft für Konsumforschung, Nürnberg (GfK) seit März 2002 monatlich ein Investmentbarometer. Die Umfrage erfolgt jeweils unter rund 2.000 Frauen und Männern ab 20 Jahren (bis Januar 2008: 14 Jahren), die repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland sind. Je Befragung werden circa 500 Interviewer eingesetzt. Die Studie erfasst die Einstellungen zu den Entwicklungen der Aktienmärkte und zum Investmentverhalten von deutschen Privatanlegern (Besitzer von Aktien, Investmentfonds, Optionsscheinen, Zertifikaten, Rentenpapieren). Die aktuelle 75. Befragungswelle fand vom 4. bis 25. Juli 2008 statt. Vierteljährlich erfolgen zudem Studien in Schweden und Spanien sowie in Hongkong.

Der JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex
Für die Berechnung des Index werden die einzelnen Antwortvorgaben mit einem Faktor gewichtet (sehr wahrscheinlich: +20, wahrscheinlich: +10, weder wahrscheinlich noch unwahrscheinlich: 0, unwahrscheinlich: -10, sehr unwahrscheinlich: -20). Der Mittelwert dieser Antwortwerte spiegelt die Gesamtstimmung im Markt wider. Der Index bewegt sich in einer Spannbreite von -20 bis +20: Antworten alle Befragten mit "sehr wahrscheinlich", beträgt der Gesamtindex 20. Im umgekehrten Fall, wenn alle eine Verbesserung als sehr unwahrscheinlich einschätzen, ergibt sich ein Index von -20. Der aktuelle Wert im Juli 2008 sank von 1,7 auf -0,7.

JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Index
Seit Mai 2004 gibt es mit dem JPMorgan Investor Confidence-Index eine zweite Größe zur Beschreibung der Anlegerstimmung. Der Index gibt die Veränderung der positiven Erwartungen in Relation zu einem Basismonat an. Dabei werden ausschließlich die gewichteten Bewertungen jener Personen, die von einer positiven Entwicklung in den kommenden sechs Monaten ausgehen, in die Berechnung einbezogen. Die gewichteten prozentualen Anteile der Antworten "sehr wahrscheinlich" und "wahrscheinlich" werden addiert und ins Verhältnis zu den Werten des Basismonats (Mai 2004 = 100) gesetzt. Der aktuelle Wert vom Juli 2008 sank von 87 auf 63.

JPMorgan Asset Management S.a.rl.

Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co. bietet JPMorgan Asset Management seinen Kunden erstklassige Investmentlösungen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Investmentgesellschaften und verwaltet in den Asset Management Fonds von JPMorgan Chase & Co. per 30. Juni 2008 Kundengelder von 1.184 Milliarden US-Dollar. Mit 40 Niederlassungen weltweit verbindet JPMorgan Asset Management ein globales Angebot und eine breite Expertise in allen relevanten Assetklassen mit einer starken lokalen Präsenz. In Deutschland ist JPMorgan Asset Management seit über 19 Jahren präsent und mit mehr als 20 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften. www.jpmam.de .

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Wohnungsüberlassung an Tochter steuerlich nicht anerkannt

, Finanzen & Versicherungen, Wüstenrot & Württembergische AG

Wird eine Wohnung einem unterhaltsberechtigt­en Kind nicht gegen Geld überlassen, sondern im Rahmen der elterlichen Unterhaltspflichten zum Bewohnen...

Vorweihnachtliche Überraschungen statt aufwändiger Weihnachtsgeschenke

, Finanzen & Versicherungen, Taunus Sparkasse

Die Taunus Sparkasse verzichtet auch in diesem Jahr auf aufwändige Geschenke für Kunden und Geschäftspartner. Stattdessen spendet sie insgesamt...

Was tun gegen vereiste Windschutzscheiben?

, Finanzen & Versicherungen, Wüstenrot & Württembergische AG

Wer kennt das nicht? Die Temperaturen gehen gegen null, und schon sind die Scheiben am Auto vereist. Bei klirrender Kälte müssen Autofahrer dann...

Disclaimer