Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Neue Energielabel für Heizung und Warmwasserbereiter ab September 2015

Europaweit gültige Label ab 26. September 2015 Pflicht / Erklär-Film und Broschüre der Initiative WÄRME+ erläutern die wichtigsten Fakten

(lifePR) (Berlin, ) Auf Kühlschränken oder Waschmaschinen ist es bereits ein vertrauter Anblick, ab dem 26. September dieses Jahres muss es auch auf Wärmepumpen und Durchlauferhitzern angebracht sein: das Energielabel. Es bietet eine grobe Orientierung bei der Wahl eines Heiz- oder Warmwassersystems und soll Verbraucher für effiziente und damit klimaschonende Produkte sensibilisieren. Aber wie sieht das neue Label aus? Was verrät es über das jeweilige Produkt und worauf sollten Verbraucher bei Ihrer Kaufentscheidung achten? Die wichtigsten Fakten rund um das neue Energielabel hat die Initiative WÄRME+ in einem Erklär-Film und einer Broschüre verständlich zusammengefasst. Neben den politischen Hintergründen werden darin auch die Label für Heizungs-Wärmepumpen, Warmwasser-Wärmepumpen und elektrische Durchlauferhitzer beispielhaft erläutert. Film und Broschüre stehen auf der Website der Initiative kostenlos bereit: http://www.waerme-plus.de/bauratgeber/das-energielabel

Wärmepumpen erreichen mühelos die besten Effizienzklassen

Die Aufmachung des neuen Etiketts orientiert sich am Design des bekannten Labels: Die neun möglichen Effizienzklassen bei Wärmepumpen reichen von A++ bis G und sind farblich mit einem Ampel-System abgebildet. Grün symbolisiert die beste, rot steht für die schlechteste Klasse. Aufgrund der effizienten Arbeitsweise von Wärmepumpen erreichen diese problemlos die besten Klassen A+ und A++. Unter der "Ampel" sind Symbole abgebildet, die nähere Auskunft zu weiteren wichtigen Merkmalen des Gerätes geben. So wird beispielsweise der Geräuschpegel in Dezibel sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich angegeben. Des Weiteren kann man dem Label entnehmen, welche Wärmenennleistung die Pumpe bei kälteren, mittleren und wärmeren Klimaverhältnissen erbringt. Zur Verdeutlichung der Klimaverhältnisse zeigt eine Temperaturkarte die drei zugrundeliegenden Temperaturzonen in Europa. Damit wird die Leistungsfähigkeit der Heizung für Endverbraucher europaweit vergleichbar.

Elektronische Durchlauferhitzer erhalten beste Klasse A

Die Label für elektrische Warmwasserbereiter sind ähnlich, jedoch in sieben Effizienzklassen eingeteilt, und zwar von A bis G. Über den Farbbalken steht das sogenannte Zapfprofil. Es dient zur Orientierung, für welchen Anwendungszweck das Gerät sinnvoll ist. Die Angaben reichen hier vom Profil 2XS - für kleine Durchlauferhitzer, die beispielsweise ein Handwaschbecken mit Warmwasser versorgen - bis zum Profil S, welches größere Geräte kennzeichnet, die ein Badezimmer versorgen können. Elektronische Durchlauferhitzer erreichen die beste Effizienzklasse A, da sie nur dann Energie verbrauchen, wenn tatsächlich warmes Wasser benötigt wird. Aber auch innerhalb einer Effizienzklasse gibt es große Unterschiede. Zur besseren Vergleichbarkeit wird daher auf dem Label auch der jährliche Energieverbrauch des Gerätes in Kilowattstunden ausgewiesen. "Der energetische Vorteil von elektronisch geregelten Durchlauferhitzern ist jedoch nicht direkt auf dem Label dargestellt", erklärt Jörg Gerdes von der Initiative WÄRME+. "In der Praxis sparen diese bis zu 30 Prozent Energie gegenüber alten hydraulischen Geräten."

Individuelle Beratung beim Fachhandwerk

Die Angaben auf den neuen Labels erleichtern zwar den Gerätevergleich, die Initiative Wärme+ rät aber dazu, vor der Kaufentscheidung einen Fachhandwerker zu Rate zu ziehen. Denn nur über das Label lässt sich nicht erkennen, wieviel Energie ein Gerät im konkreten Fall verbrauchen wird: Hier spielen Faktoren wie Energieträger, Dämmung des Hauses oder auch die Kombination von Heizung und Warmwasserbereitung eine wichtige Rolle. "Um sicher zu sein, das richtige Gerät für den individuellen Bedarf zu erhalten, sollte man sich an das kompetente Fachhandwerk wenden", stellt Jörg Gerdes fest.

Ökodesign und Energiekennzeichnung

Hintergründe für das neue, europaweit einheitliche Energielabel sind die erweiterten Verordnungen der EU zu Ökodesign und Energiekennzeichnung. Hersteller werden damit verpflichtet, Mindestanforderungen für die Energieeffizienz einzuhalten, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Galten diese Richtlinien bisher nur für Produkte, die unmittelbar Energie verbrauchen, zum Beispiel Kühlschränke, Fernseher oder Geschirrspülmaschinen, sind sie jetzt auch für Produkte gültig, die allgemein energierelevant sind: Wärmeerzeuger und Warmwasserbereiter.

Über die Initiative WÄRME+

Für viele Hausbesitzer stehen in den kommenden Jahren Investitionen in eine zeitgemäße Hauswärmetechnik an. Mit einem umfassenden Informations- und Serviceangebot klärt die Initiative WÄRME+ darüber auf, wie eine effiziente Anlagentechnik zu einer intelligenteren Energienutzung in Haus und Wohnung beitragen kann. Im Fokus stehen dabei innovative Lösungen wie die Wärmepumpe, die dezentrale Warmwasserbereitung mit elektronischen Durchlauferhitzern, die elektrische Fußbodenheizung und die Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Zu den Mitgliedern der Initiative zählen die Unternehmen AEG Haustechnik, CLAGE, DEVI, Dimplex, Stiebel Eltron und Vaillant sowie der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) und die HEA Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung.

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