Freitag, 09. Dezember 2016


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Wenn der ständige Griff zum Smartphone zu viel wird

Zum "Internationalen Tag der Jugend" am 12. August berichtet das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) über Daten und Fakten zum Thema Handysucht

(lifePR) (Berlin, ) Handys haben einen festen Platz im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Angaben der JIM-Studie 2014 (Jugend, Information, Multimedia) zufolge besitzen 88 Prozent der 12- bis 19-Jährigen ein eigenes Smartphone. Zu den beliebtesten Apps zählen Messenger-Dienste und soziale Netzwerke - sie werden mehrmals am Tag angewendet. Trotz intensiver Handynutzung ist sich die Mehrheit der Jugendlichen auch über Nachteile der mobilen Kommunikation bewusst: 64 Prozent der jungen Handybesitzer sind der Ansicht, manchmal zu viel Zeit mit dem Smartphone zu verbringen; 58 Prozent fühlen sich zeitweise von den eingehenden Nachrichten gestört. Für ein Viertel der Jugendlichen ist vor allem die Angst, etwas zu verpassen, der Grund für ihre intensive Handynutzung.

Wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Handysucht

Die intensive Beschäftigung mit Handy und Smartphone kann gerade bei jungen Nutzern zu emotionaler und psychischer Belastung führen. Betroffenen fällt es oft schwer, sich zu konzentrieren; sie leiden unter Schlafstörungen und vernachlässigen unter Umständen ihre Ernährung. Häufig sind eine Verschlechterung der Lernleistungen sowie vermehrte Konflikte im direkten sozialen Umfeld die Konsequenzen. Ob es sich dabei um kritisches Verhalten oder bereits um eine Suchterkrankung handelt, wird in wissenschaftlichen Studien unterschiedlich bewertet. Während eine Untersuchung der Baylor University in Texas/USA explizit von einer Sucht spricht, wird in einer Studie der Universität Bonn eine etwas vorsichtigere Diagnose gestellt: Zwar wiesen die Betroffenen suchtähnliche Symptome auf, jedoch handle es sich um eine nicht offiziell anerkannte Erkrankung. Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen des aktuellen Drogen- und Suchtberichtes der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen empfiehlt, statt von einer Handysucht von einem problematischen Handygebrauch oder einer exzessiven Nutzung zu sprechen.

Ruhepausen vom Smartphone einlegen

Ein ausgeglichener Medienkonsum ist wichtig für die Gesundheit, Konzentration und Qualität der Arbeits- und Lernleistung. Die App OFFTIME hilft dabei, bewusst Ruhephasen vom ständigen Kommunikationsfluss einzulegen. Nutzer können in individuell definierten Zeiträumen ausgewählte Kontakte und Handyfunktionen blockieren und erhalten einen Überblick über ihre Telefon- und App-Nutzung. Die Entwicklung und Nutzung von OFFTIME wird von Psychologen der Humboldt-Universität zu Berlin wissenschaftlich begleitet. Die App kann kostenlos unter http://offtime.co/ heruntergeladen werden.

Tipps für Eltern

Eltern können Jugendliche dabei unterstützen, einen gesunden Umgang mit dem Smartphone zu erlernen - zum Beispiel, indem sie feste Nutzungsregeln und auch handyfreie Zeiten mit ihren Kindern vereinbaren. Wichtig ist außerdem, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen zur Nutzung digitaler Medien auszutauschen. So können Eltern und Kinder voneinander lernen; gleichzeitig merken Eltern rechtzeitig, wenn die Handynutzung ihres Nachwuchses problematisch wird.

Weiterführende Informationen und praktische Hinweise zum Umgang mit dem Thema Handysucht finden sich auf der Website des Informationszentrums Mobilfunk unter www.schulprojekt-mobilfunk.de/problematischer-handygebrauch.

Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF)

Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Er informiert unter anderem über gesundheitliche, rechtliche und gesellschaftliche Themen mobiler Kommunikation sowie über Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit im Mobilfunk. Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der gebührenfreien Hotline 0800 3303133 oder unter www.izmf.de.

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