Freitag, 20. Januar 2017


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Trotz zweistelliger Rückgänge ordentliche Lehrstellenbilanz

(lifePR) (Siegen/Olpe, ) Im Jahre 2009 schlossen die Industrie- und Handelsunternehmen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe 2262 Lehrverträge mit jungen Menschen ab. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt 10,8 Prozent. Weitere 180 junge Leute wurden in öffentlich finanzierten Ausbildungsverhältnissen in "IHK-Berufen" ausgebildet (Vorjahr: 238). Insgesamt begannen damit 2009 im IHK-Bezirk 2442 junge Menschen eine Lehre. Da die öffentlich finanzierten Lehrverträge stärker zurückgingen als die betrieblichen, lag die Gesamtzahl der geschlossenen Ausbildungsverträge um rund 12 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der für Ausbildungsfragen zuständige IHK-Geschäftsführer Klaus Gräbener bewertet diese Lehrstellenbilanz als "ordentlich". Wir hatten größere Einbrüche befürchtet. Die Industrieunternehmen haben trotz erheblicher Auftragsrückgänge ihre Ausbildungsleistung vor allem in den Metall- und Elektroberufen auf hohem Niveau gehalten. Sie handeln damit sehr weitsichtig. Schließlich wird die Krise über kurz oder lang überwunden, die demografische Herausforderung indes bleibt." Die IHK hoffe, dass im laufenden Jahr das 2009 erreichte Ergebnis in etwa gehalten werden könne.

Eine unterschiedliche Entwicklung spiegelt die Lehrstellenstatistik in den beiden Kreisen des IHK-Bezirks. Die Unternehmen im Kreis Siegen-Wittgenstein schlossen insgesamt 1490 Lehrverträge ab - überwiegend in kaufmännischen Berufen. Dies bedeutet ein Minus von rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang vollzieht sich allerdings von sehr hohem Niveau aus. Der Kreis Siegen-Wittgenstein wurde 2009 in statistischer Hinsicht für die enorme betriebliche Ausbildungsleistung des Vorjahres "bestraft". Hätten die Firmen 2008 nicht so vielen jungen Menschen eine Lehrstelle angeboten, stünde der Kreis heute statistisch wesentlich besser da. Dies muss bei der Beurteilung berücksichtigt werden.

Die Betriebe im Kreis Olpe unterschrieben 772 Lehrverträge mit jungen Menschen. Dies entsprach einem Minus von 3,6 Prozent. Hier dominierten bei 409 Verträgen mit 53 Prozent abermals die Abschlüsse in gewerblich-technischen Berufen. Bei 1075 Lehrverträgen wurde im IHK-Bezirk Siegen fast jede zweite Ausbildung in einem gewerblich-technischen Beruf begonnen (47,5 Prozent; NRW: 28,9 Prozent). Dies zeigt nach Auffassung der Kammer einmal mehr, wie stark gerade die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe die beruflichen Perspektiven junger Menschen in beiden Kreisen beeinflussen.

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